Visual Universitätsmedizin Mainz

DOTATOC-Therapie

Was ist die 90Yttrium-DOTATOC-Therapie?

DOTATOC ist eine dem körpereigenen Hormon Somatostatin verwandte Substanz, die an spezifische Oberflächen-Strukturen, den "Rezeptoren" bevorzugt der Tumore bindet.
Ziel der Therapie ist die Verzögerung des Fortschreitens der Metastasen mit Verbesserung der Lebensqualität (palliativ).

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Für die Therapie ist DOTATOC mit der radioaktiven Substanz 90Yttrium, ein sogenannter "ß-Strahler" gekoppelt, die dann zu einer inneren Bestrahlung der Tumore bzw. Metastasen führt. Die Einnahme von Somatostatin-Analoga (z.B. Sandostatin LAR) muss vor der Radiopeptid-Therapie pausiert werden, da sonst die therapeutische Wirkung der Radiopeptid-Therapie deutlich eingeschränkt wird. 90Yttrium-DOTATOC wird über eine Vene injiziert.
Der stationäre Aufenthalt dauert drei bis vier Tage. In dieser Zeit dürfen die Patienten aus Strahlenschutzgründen die Station nicht verlassen und keinen Besuch empfangen.
Kritische Organe der Therapie sind die Nieren und das Knochenmark, zwischen den einzelnen Therapiezyklen sind regelmäßige Laborkontrollen erforderlich, zusätzlich führen wir vor jedem neuen Zyklus eine Nierenszintigraphie durch. Bei guter Verträglichkeit und sofern die Voraussetzungen weiterhin vorliegen, kann nach 3 Monaten die Therapie wiederholt werden. Mittels 90Yttrium-DOTATOC-Therapie ist eine Heilung der Tumor-Erkrankung nicht zu erwarten.

Komme ich für die Behandlung in Frage?

Die Radiopeptid-Therapie mit 90Yttrium-markiertem DOTATOC wird seit mehreren Jahren für Patienten mit metastasierten neuroendokrinen Tumoren (NET) angeboten, die trotz operativer und medikamentöser Therapien ein relevantes Fortschreiten der Erkrankung zeigten.
Voraussetzungen für die Planung von DOTATOC-Theraien sind u.a. eine gute Speicherung der Tumorherde in einer aktuellen Octreotide-Szintigraphie oder im 68Gallium-DOTATOC-PET, eine normale Nierenfunktion und eine ausreichende Knochenmarkreserve.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Diese Radiopeptid-Therapie ist im Allgemeinen gut verträglich, mögliche akute Nebenwirkungen können Übelkeit und allergische Reaktionen sein.

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