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Die Funktion der Schilddrüse

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Die Schilddrüse (lat. Glandula thyr(e)oidea) ist eine wichtige Hormondrüse und gehört zu den endokrinen Drüsen. Sie befindet sich am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Sie hat die Form eines Schmetterlings und liegt schildartig unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre, was Anlass für ihre Benennung war.

Histologisch ist die Schilddrüse von einer Bindegewebskapsel (Capsula fibrosa) umgeben, und in einzelne Läppchen unterteilt. Das eigentliche Drüsengewebe besteht aus mikroskopisch kleinen Bläschen (Follikeln), in deren Inneren die Hormone in inaktiver Form als Kolloid gespeichert werden. Diese Follikel werden von einem einschichtigen Epithel umgeben. Zwischen den Epithelzellen der Follikel und ihrer Basalmembran liegen die parafollikuläre C-Zellen. Diese reichen nicht bis an das Innere der Follikel. Um die Follikel sind Bindegewebsfasern und ein dichtes Kapillarnetz (Blut- und Lymphkapillaren) ausgebildet.

Die von der Schilddrüse gebildeten Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) sind jodhaltig. Sie werden von den Follikelepithelzellen gebildet, welche dabei auf eine ausreichende Zufuhr von Jod über die Nahrung angewiesen sind. Die Follikelepithelzellen bilden zunächst Thyreoglobulin und geben es in die Follikelhöhle ab. Weiterhin schleusen sie Jod und ein Enzym in das Follikelinnere. Letzteres sorgt für die Jodierung der Tyrosinanteile des Thyroglobulins. Das so entstandene Thyroxin und Trijodthyronin sind die eigentlichen Schilddrüsenhormone.


Die Funktion der Schilddrüse wird durch das Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert. Bei einem erhöhten TSH-Spiegel werden T3 und T4 aus den Follikeln aufgenommen und ins Blut abgegeben. Gleichzeitig kommt es bei einem hohen T3- und T4-Spiegel zu einer Hemmung der Freisetzung von TSH; dies wir auch thyreotroper Regelkreis genannt.


Diese lebenswichtigen Hormone wirken in fast allen Körperzellen und regen dort den Energiestoffwechsel an. Ihre allgemeine Wirkung besteht z. B. in einer Erhöhung des Pulses und Blutdrucks, einer Gefäßerweiterung und einem Anstieg der Körpertemperatur. Außerdem sind sie für Wachstum und Differenzierung notwendig.


Die parafollikulären C-Zellen bilden das Calcitonin. Es senkt den Calcium-Spiegel im Blut, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle in der Steuerung des Calciumstoffwechsels.

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