PFO- und ASD-Verschluss

Ein PFO-Verschluss ist ein minimalinvasiver Eingriff, um ein persistierendes Foramen ovale (PFO) zu schließen, eine segelförmige Öffnung zwischen dem rechten und linken Herzvorhof, die sich nach der Geburt meist selbst schließt. Das Foramen Ovale spielt in der sog. fetalen Phase der Schwangerschaft eine wichtige Rolle und dient dort der Umgehung des Lungenkreislaufes. Nach der Geburt oder innerhalb von einem oder zwei Jahren danach verschließt sich diese Öffnung von selbst. Bei etwa 10-25% der Menschen bleibt es allerdings offen ("persistierend") - dies hat keinen Krankheitswert. In seltenen Fällen können aber durch eine kurzfristige Umkehrung der Blutflussrichtung (zB. durch Husten oder Pressen) kleine Blutgerinnsel mitgeschwemmt werden, die einen Schlaganfall auslösen können. 

Findet sich für einen Schlaganfall vorallem bei jüngeren Betroffenen keine andere Ursache, kann durch transösophagealen Echokardiografie (TEE) festgestellt werden, ob ein PFO vorliegt.

Um weitere Schlaganfälle zu verhindern, sollte ein PFO verschlossen werden. 
Standardmethode ist der Verschluss mit einem Schirmchen/Okkluder. Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung; über die Leistenvene wird ein Katheter bis ins Herz vorgeschoben und das Schirmchen platziert. Der Eingriff dauert ca. 30-60 Minuten. Auf Wunsch erhalten Sie eine leichte Sedierung. 
Die häufigste Komplikation des PFO-Verschlusses ist Vorhofflimmern, das bei etwa 5 % der behandelten Patienten auftritt - bei etwa einem Viertel hiervon bleibt es dauerhaft bestehen. 
 

Ebenso können wir einen Vorhofseptumdefekt (ASD)  therapieren. Hierbei handelt es sich um einen angeborenen Herzfehler. Die Scheidewand zwischen beiden Herzvorhöfen ist in diesem Fall nach der Geburt nicht korrekt zusammengewachsen; dadurch bleibt dauerhaft eine Öffnung vorhanden, durch die das Blut vom linken in den rechten Vorhof gelangen kann. Je nach Größe des Defektes kann es dadurch zu einer Erweiterung der rechten Herzhälfte und zu einem Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) kommen, was wiederum zu einer Pumpschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz) führen kann. Auch bei Patienten mit einem ASD kann es zur Verschleppung von Blutgerinnseln und damit zu einem Schlaganfall kommen.
Wenn sich der Defekt nicht selbst verschließt, muss unter Umständen eine Behandlung erfolgen - ähnlich dem Schirmchenverschluss beim PFO.