Spezialambulanz für therapieresistente und sekundäre Hypertonie

Die Ambulanz für therapieresistente und sekundäre arterielle Hypertonie am Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz ist spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schwer einstellbarem oder therapieresistentem Bluthochdruck.
Unser Ziel ist die strukturierte Abklärung möglicher Ursachen einer unzureichenden Blutdruckkontrolle sowie die Entwicklung eines individuellen und leitliniengerechten Behandlungskonzeptes.
 

Terminvereinbarung

Hochschulambulanz des Zentrums für Kardiologie

Tel.: 06131 17-2827
 hochschulambulanz@unimedizin-mainz.de

Unser Leistungsspektrum

Umfassende Diagnostik

Im Rahmen einer standardisierten Hypertonieabklärung bieten wir:

  • Praxis- und Langzeit-Blutdruckmessungen (24-Stunden-Blutdruckmessung)
  • Überprüfung der bisherigen antihypertensiven Therapie und Therapieadhärenz
  • Labordiagnostik zum Ausschluss sekundärer endokriner Hypertonieursachen, insbesondere eines primären Hyperaldosteronismus oder eines Phäochromozytoms
  • Diagnostik zum Ausschluss struktureller Nierenerkrankungen
  • Abklärung einer Nierenarterienstenose mittels moderner bildgebender Verfahren
  • Screening auf schlafbezogene Atmungsstörungen, insbesondere obstruktive Schlafapnoe (OSAS)
  • Interdisziplinäre Abklärung in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für Nephrologie, Endokrinologie und Radiologie.

Individuelle Therapieoptimierung

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse erstellen wir ein individuelles Therapiekonzept mit:

  • Optimierung und Intensivierung der medikamentösen Blutdrucktherapie gemäß aktuellen Leitlinien
  • Beratung zu Lebensstilmaßnahmen und kardiovaskulären Risikofaktoren
  • Strukturierter Nachverfolgung des Therapieerfolgs

Interventionelle Therapieverfahren

Für Patientinnen und Patienten mit therapieresistenter Hypertonie bieten wir moderne interventionelle Behandlungsmöglichkeiten an: 

►Renale Denervation (RDN)

Die renale Denervation (RDN) ist ein leitlinienempfohlenes, minimalinvasives Katheterverfahren zur Behandlung der therapieresistenten arteriellen Hypertonie. Durch die einmalige Ablation sympathischer Nervenfasern entlang der Nierenarterien kann eine nachhaltige Blutdrucksenkung erzielt werden.

Das Team der Universitätsmedizin Mainz zählt zu den erfahrenen Zentren auf dem Gebiet der interventionellen Hypertonietherapie und hat die klinische Entwicklung der renalen Denervation über viele Jahre wissenschaftlich begleitet und mitgeprägt. Die Behandlung erfolgt in unserem zertifizierten Renalen Denervationszentrum nach strukturierter Diagnostik und interdisziplinärer Indikationsstellung.

►Baroreflex-Aktivierungstherapie (BAT)

Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten prüfen wir die Eignung für eine Baroreflex-Aktivierungstherapie in enger Zusammenarbeit mit unseren herzchirurgischen Partnern.

 

Leitung

Prof. Dr. med. Karl-Philipp Rommel

Prof. Dr. med. Karl-Philipp Rommel

Leiter Interventionelle Hypertonietherapie

Dr. med. Steffen  Daub

Dr. med. Steffen Daub

Funktionsoberarzt Zentrum für Kardiologie