Visual Universitätsmedizin Mainz

19. November 2018

„Rechtsmedizin: Sektion ohne Skalpell?“

Nächster Vortrag der Reihe „Medizin: Faszination Forschung” am 21. November

Die Zeiten, in denen Rechtsmedizinern für eine Obduktion fast ausschließlich ein Skalpell zur Verfügung stand, gehören der Vergangenheit an. Längst konnte sich die Forensische Bildgebung in den Sektionssälen etablieren. Über das Potential der postmortalen Computertomographie wird die Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Tanja Germerott im Rahmen ihres Vortrags „Rechtsmedizin: Sektion ohne Skalpell“ am 21.11.2018 sprechen. Moderator des Abends ist Prof. Dr. Thomas Riepert vom Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Mainz. Die Veranstaltung der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz beginnt um 19.15 Uhr und findet im Hörsaal der Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz statt (Geb. 505H, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Der Eintritt ist frei.

Die Forensische Bildgebung beinhaltet den Einsatz bildgebender Verfahren zur Klärung forensischer Fragestellungen. Bereits kurz nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen erfolgten erste Röntgenuntersuchungen bei Verstorbenen zur Klärung der Todesumstände. Die Entwicklung der Computertomographie in den 1970er Jahren stellte dann einen erheblichen Fortschritt in der Bildgebung dar, wurde in der Rechtsmedizin zunächst aber nur in Einzelfällen angewendet. In den letzten 20 Jahren hat sich die postmortale Computertomographie zunehmend als wesentliche Untersuchungsmethode im Fachgebiet der Rechtsmedizin etabliert.

Die postmortale Computertomographie bietet die Möglichkeit, objektiv und nicht invasiv Befunde bei Verstorbenen zu erheben. Die Speicherung der Datensätze bietet zudem die Möglichkeit, eine erneute Begutachtung zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen beispielsweise, wenn in einem Fall neue Fragestellungen auftreten.

Professor Tanja Germerott wird in ihrem Vortrag aufzeigen, wie sich die postmortale Computertomographie – basierend auf den derzeitigen wissenschaftlichen Erfahrungen – bei der Suche nach Fremdkörpern wie Projektilen und Luftansammlungen im Körper gegenüber der klassischen rechtsmedizinischen Obduktion als überlegen erweist. Auch der Nachweis von Knochenbrüchen insbesondere in nur schwer darstellbaren Körperregionen wird durch diese Untersuchungsmethode erleichtert.

 

Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Abend eingeladen!

Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender!

 

 

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail:  junginger@uni-mainz.de

 

Pressekontakt:

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Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: http://www.mg-mainz.de/aktuelles.html

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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