Visual Universitätsmedizin Mainz

4. Juni 2019

Schüler werden Lebensretter

Medizinstudierende der Universitätsmedizin Mainz unterrichten Siebtklässler in Wiederbelebung

Bei "Students Save Lives" bilden Medizinstudierende Schüler zu Lebensrettern aus. Foto: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

Wie kann ich helfen, wenn jemand ohnmächtig ist? Was bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu tun ist, vermittelt das Projekt „Students Save Lives“: Medizinstudierende der Universitätsmedizin Mainz bringen rund 10.000 Schülerinnen und Schülern in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen die Grundlagen der Reanimation bei. Denn: Lebensrettende Erste Hilfe-Maßnahmen sollten nicht erst Thema werden, wenn eine Notsituation da ist. Das Projekt startet heute in drei Mainzer Schulen, der Maria Ward-Schule, Realschule plus Mainz-Lerchenberg und IGS Anna Seghers.

In Rheinland-Pfalz erleiden jedes Jahr etwa 6.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die frühzeitige Einleitung von Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laienhelfer steigert die Überlebenschancen der Betroffenen erheblich. Dennoch können aktuell nur wenige Rheinland-Pfälzer im Ernstfall helfen. Das Projekt „Students Save Lives“ der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz will das ändern und mehr Menschen zu kompetenten Ersthelfern schulen.

Im Rahmen des Projekts „Students Save Lives“ werden Medizinstudierende des siebten bis zehnten Semesters der Universitätsmedizin Mainz zu Trainern für Basis-Wiederbelebungsmaßnahmen ausgebildet. Anschließend gehen die angehenden Mediziner als Dozenten zu dem Thema in regionale Schulen in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen. Ziel ist es, die Siebtklässler dieser Schulen fit zu machen in lebensrettenden Sofortmaßnahmen, damit sie gegebenenfalls als Ersthelfer in einer Notfallsituation adäquat reagieren können. Dazu gehören das Erkennen eines Herz-Kreislauf-Stillstands, das Absetzen des Notrufs, Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage sowie die Benutzung eines Defibrillators.

„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass die Überlebensrate nach Reanimationen bei Betroffenen steigt, wenn die Bevölkerung mehr Erstmaßnahmen durchführt. In den Schulen erreichen wir eine große Anzahl von Personen, die auch noch eine gewisse Offenheit für neue Inhalte haben. Im Bestfall sensibilisieren die Schülerinnen und Schüler im Anschluss auch ihre Eltern für das Thema Erste Hilfe“, so Dr. Carsten Lott, Projektleiter von „Students Save Lives“ und Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz.

In der ersten Projektwoche vom 4. bis 6. Juni besuchen die Studierenden folgende Mainzer Schulen: Die Bischöflichen Willigis-Schulen Mainz, die Maria Ward-Schule, IGS Anna Seghers, das Theresianum und das Gymnasium Mainz-Oberstadt, die Anne-Frank-Realschule plus, Realschule plus Mainz-Lerchenberg, IGS Auguste Cornelius Mainz-Hechtsheim, IGS Mainz-Bretzenheim, Kanonikus-Kir-Realschule plus und Fachoberschule sowie das Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss. Ende November dieses Jahres findet die zweite Projektwoche statt, dann an allen weiterführenden Schulen im Landkreis Mainz-Bingen.

Das Projekt wird in der Pilotphase 2019/2020 durch das Gutenberg Lehrkolleg der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung mit rund 70.000 Euro gefördert. Bei Erfolg ist geplant, „Students Save Lives“ dauerhaft fortzusetzen.

 

Weitere Informationen:

Bildunterschrift: Bei "Students Save Lives" bilden Medizinstudierende Schüler zu Lebensrettern aus.
Foto: Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

 

Kontakt:
Dr. med. Carsten Lott,
Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz,
Tel. 06131 / 17 7172,
E-Mail:  studentssavelives@unimedizin-mainz.de


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:
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Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Tel. 06131 / 17 7428, Fax 06131 / 17 3496,
E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de


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