Wissenschaftlich begleitet. Evidenzbasiert entwickelt.
CampusResponder versteht sich nicht nur als ehrenamtliches Projekt zur Verbesserung der Notfallversorgung auf dem Campus, sondern zugleich als wissenschaftliche Initiative.
Von Beginn an wird das Projekt durch die Klinik für Anästhesiologie wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, die Implementierung eines universitären First-Responder-Systems nicht nur praktisch umzusetzen, sondern auch wissenschaftlich zu evaluieren und die gewonnenen Erkenntnisse der notfallmedizinischen Fachwelt zur Verfügung zu stellen.
Warum Wissenschaft?
Die ersten Minuten nach einem medizinischen Notfall sind entscheidend. Internationale Studien konnten zeigen, dass strukturierte First-Responder-Systeme die Zeit bis zum Beginn lebensrettender Maßnahmen verkürzen und dadurch die Überlebenschancen bei zeitkritischen Notfällen, insbesondere beim außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand, verbessern können.
Während entsprechende Systeme in einigen Ländern bereits etabliert sind, existieren bislang nur wenige wissenschaftlich untersuchte Modelle im universitären Umfeld Deutschlands.
CampusResponder Mainz möchte dazu beitragen, diese Wissenslücke zu schließen.
Wissenschaftliche Fragestellungen
Im Rahmen der Projektbegleitung sollen unter anderem folgende Fragestellungen untersucht werden:
- Wie lassen sich First-Responder-Systeme erfolgreich in universitäre Strukturen integrieren?
- Welche organisatorischen und rechtlichen Herausforderungen ergeben sich bei der Umsetzung?
- Welche Auswirkungen hat ein CampusResponder-System auf Reaktionszeiten und Frühinterventionen?
- Wie kann die Reanimations- und Erste-Hilfe-Kompetenz innerhalb einer Hochschulgemeinschaft nachhaltig verbessert werden?
- Welche Faktoren fördern die langfristige Motivation ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer?
Versorgungsforschung und Innovation
CampusResponder ist als Modellprojekt konzipiert. Neben der praktischen Notfallversorgung sollen Erfahrungen gesammelt werden, die auch anderen Hochschulen, Hilfsorganisationen und Gesundheitseinrichtungen zugutekommen können.
Langfristig soll untersucht werden, wie moderne Technologien, digitale Alarmierungssysteme, AED-Konzepte und universitäre Ausbildungsstrukturen miteinander verknüpft werden können, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.
Publikationen und wissenschaftlicher Austausch
Die wissenschaftliche Begleitung umfasst die systematische Erfassung relevanter Projekt- und Qualitätsdaten sowie deren Auswertung im Rahmen notfallmedizinischer Versorgungsforschung.
Geplant sind wissenschaftliche Publikationen, Kongressbeiträge und der Austausch mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Notfallmedizin, Reanimationsforschung und Public Health.
Unser Ziel ist es, nicht nur ein erfolgreiches First-Responder-System aufzubauen, sondern gleichzeitig einen wissenschaftlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der präklinischen Notfallversorgung zu leisten.
Forschung trifft Engagement
CampusResponder verbindet wissenschaftliches Arbeiten mit praktischem Nutzen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen unmittelbar in die Ausbildung, die Projektentwicklung und die Versorgung auf dem Campus zurückfließen.
So entsteht ein Projekt, das Forschung, Lehre, Ehrenamt und Notfallmedizin in einzigartiger Weise miteinander verbindet.