Professur Translationale Forschung in T & H

Univ.-Prof. Dr. med Ulrich Walter
Wissenschaftlicher Direktor des CTH

Seit Januar 2012 vertritt die Professur „Translationale Forschung in Thrombose und Hämostase“, die gleichzeitig mit der Funktion des Wissenschaftlichen Direktors des CTH verbunden ist, den Bereich Thrombose und Hämostase in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Die Hämostase als ein hochentwickeltes, komplexes System hält normalerweise das Blut flüssig, verhindert aber bei Verletzungen durch eine Blutgerinnung  Blutverluste, ja Verblutungen. Thrombose ist eine krankhafte vermehrte Blutgerinnung und kann zu schweren Erkrankungen und Organschäden wie Lungenembolie, Schlaganfall und Herzinfarkt führen; eine verminderte Hämostase verursacht eine Blutungsneigung. Die Professur und das CTH insgesamt beschäftigen sich sowohl mit lebensnotwendigen, als auch krankhaft veränderten Prozessen der Blutgerinnung, die häufig (als Volkskrankheiten), selten, angeboren und erworben sein können, und in jedem Lebensalter auftreten. Die Ziele dieser Professur, auch die Ziele des CTH, der Universitätsmedizin Mainz und des BMBF, sind die Förderung von attraktiven Bedingungen für die Klinische Forschung, neue, bessere Karriereoptionen für junge Wissenschaftler/innen und eine hohe Qualität Patienten-orientierter Versorgung & Forschung. Dies erfolgt in enger Kooperation mit den anderen Professuren, Arbeitsgruppen und Mitarbeitern des CTH sowie weiteren klinischen und nicht-klinischen Einrichtungen der Universitätsmedizin Mainz.

Bedingt durch langjährige akademische Erfahrungen und Drittmittelförderungen durch die DFG und das BMBF (siehe weitere Informationen U. Walter) wird sich diese Professur in Forschung und Lehre insbesondere den vorklinischen (inklusive human-zellulären) Modellen von Thrombose- und Hämostase-Erkrankungen widmen. Wir bringen interessante, ungelöste Fragen zur Pathogenese und Therapie solcher Erkrankungen in unsere experimentellen Labore mit dem Ziel, wichtige Ergebnisse von dort rasch in die Klinische Forschung zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie zu transferieren. Viele der konkreten Projekte werden in selbständigen Arbeitsgruppen und weiteren Drittmittel-geförderten Projekten der Professur durchgeführt. Das ganz persönliche Interesse des Inhabers dieser Professur ist seit vielen Jahren, humane Blutplättchen und ihre Wechselwirkungen mit anderen humanen Zellen und Gerinnungskomponenten mit einem funktionellen, proteinbiochemischen, massenspektrometrischen und systembiologischen Ansatz umfassend zu beschreiben. Arbeitshypothese, auch Fernziel ist hier, die Blutplättchen und die Hämostase als zirkulierendes Wächtersystem der Gefäßgesundheit zu beschreiben, um (darauf aufbauend) Diagnostik und Therapie vieler und häufig noch unverstandener Erkrankungen der Thrombose und Hämostase zu verbessern. Das steht unter nachfolgendem Motto:  


Grundlagenforschung und Klinische Forschung zum Wohle unserer Patienten mit Blutungs- und Thromboseerkrankungen.