Atemnot nach Lungenembolie - neues minimal-invasives Verfahren am Zentrum für Kardiologie
"Die Ballon-Pulmonalisangioplastie (BPA) ist ein schonendes Verfahren, bei dem verengte Lungengefäße vorsichtig erweitert werden. So kann das Blut wieder besser fließen, was die Belastbarkeit steigert und die Atemnot deutlich lindern kann."
Priv.-Doz. Dr. med. Dr. med. univ. Lukas Hobohm
Die chronische Lungenembolie (CTEPH) ist eine schwere Erkrankung, die bei geeigneten Patient:innen mittels einer minimalinvasiven Technik - der Ballonpulmonalisangioplastie (BPA) - sehr gut behandelt werden kann.
Die chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) gilt als schwerwiegendste Langzeitfolge der akuten Lungenembolie. Unbehandelt kann diese Erkrankung schwere Herzbelastungen und letztendlich Herzversagen zur Folge haben. Die CTEPH wird durch chronische Blutgerinnsel in den Lungengefäßen – im Fachjargon Thromben – verursacht und führt zu einem gefährlichen Druckanstieg in der Lungenarterie.
Die Erkrankung äußert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die sich oft schleichend entwickeln und anfangs unspezifisch sind. Eines der häufigsten Anzeichen ist Atemnot, die zunächst nur bei körperlicher Anstrengung auftritt, im fortgeschrittenen Stadium jedoch auch in Ruhe bestehen kann. Viele Betroffene berichten zudem über anhaltende Müdigkeit und eine generelle Schwäche, was dazu führt, dass alltägliche Aktivitäten zunehmend schwerfallen.
Für viele Patient:innen ist die chirurgische Entfernung der Thromben die Therapie der Wahl. Eine Kooperation mit der Thoraxchirurgie in Bad Nauheim ist seit mehreren Jahren etabliert. Für diejenigen, für die eine chirurgische Entfernung nicht infrage kommt oder bei denen der Thrombus chirurgisch nicht vollständig entfernt werden konnte, bietet die BPA nun eine vielversprechende und lebenswichtige Alternative.
Um Erfahrungen zu diesem neuen Verfahren auszutauschen, besuchten Univ.-Prof. Dr. Irene Lang und Prof. Dr. Christian Gerges von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Universitätsklinik Wien die Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz. Sie gelten als international führende Expert:innen zur Behandlung von CTEPH mittels BPA und haben maßgeblich zur Weiterentwicklung und Verfeinerung dieses minimalinvasiven Verfahrens beigetragen.
Berichterstattung und Erfahrungsbericht einer Patientin über das BPA Verfahren am Zentrum für Kardiologie.
Wussten Sie schon?
Unehandelt hat die chronische Lungenembolie (CTEPH) eine sehr schlechte Prognose. Wenn Sei nach einer Lungenembolie weiterhin eine eingeschränkte Belastbarkeit oder Luftnot feststellen, dann vereinbaren Sie gerne einen Termin.