Das Lungenembolie-Team
Die akute Lungenembolie (LE) stellt die folgenschwerste Komplikation der venösen Thromboembolie (VTE) dar. Eine besondere Gefährdung von Patienten mit akuter LE stellt die hämodynamische Instabilität beim akuten Rechtsherzversagen dar, welche sich durch eine frühe und hohe Mortalität auszeichnet (bis zu 65% innerhalb der ersten Stunde). Diese Patienten benötigen daher unverzüglich eine Reperfusionstherapie. Hierbei kommen die systemische Thrombolyse, eine chirurgische Embolektomie, aber auch eine kathetergestützte Revaskularisation mittels Niedrig-Dosis Thrombolyse oder Thrombusaspiration in Betracht. In besonders schweren Fällen kann die extrakorporale Membranoxygenierung (VA-ECMO) als Option zur Stabilisierung der Hämodynamik verwendet werden, um die die Zuführung zur definitiven Reperfusionstherapie zu ermöglichen.
Durch die Komplexität der Behandlung mit ihren verschiedenen Therapieoptionen durch unterschiedliche Fachdisziplinien und die Notwendigkeit einer schnellen Therapieentscheidung wurden in den letzten Jahren weltweit (bspw. USA) und auch seit 2018 in Mainz Lungenembolie-Teams (LET) gegründet. Dieses Team besteht aus mehreren Fachdisziplinen und ermöglicht eine konsensuelle und schnelle multidisziplinäre Entscheidungsfindung für die bestmögliche Therapie eines Patienten.
Die Struktur
Das Lungenembolie-Team (LET) besteht aus mindestens zwei der folgenden Abteilungen der Universitätsmedizin Mainz, aus:
- dem diensthabenden FA/OA der Kardiologie I
- dem diensthabenden FA/OA der Anästhesiologie
- dem diensthabenden FA/OA der Herz-, Thorax und Gefäßchirurgie
- dem diensthabenden FA/OA der diagnostischen und interventionellen Radiologie
- dem diensthabenden FA/OA der jeweils vorstellenden Abteilung
- Beratendes Mitglied: Ärztlicher Direktor des CTH
Kontakt
Angemeldet wird das LET über die Telefonnummer der internistischen Intensivstation des Zentrums für Kardiologie: Tel 06131- 17 2741. Der Arzt der Intensivstation wird die LET-Mitglieder nach Eingang der Anmeldung umgehend aktivieren.
Allgemeine Anfragen/ Organisation: lungenembolie@unimedizin-mainz.de
Unsere Ambulanz für die Nachsorge der Lungenembolie finden Sie unter diesem Link.
Derzeit findet sich ein Telemedizinisches Akutes LungenembOlie-Satellitenzentrum (TALOS-RLP) im Aufbau und soll eine verbesserte Versorgung von Patienten mit akuter Lungenembolie in ganz Rheinland-Pfalz ermöglichen.
Falls ihr Krankenhaus Interesse hat an einer solchen Telemedizinischen Versorgung teilzunehmen, dann schreiben Sie uns gerne an: Ambulanz.Lungenembolie-Nachsorge@unimedizin-mainz.de
Verantwortlichkeiten im LET Mainz für das Zentrum für Kardiologie (ZfK) / Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH):
PD Dr. med. Dr. med. univ. Lukas Hobohm
Leitung Interventionelle Therapie
akute/chronische Lungenembolie
PD Dr. med. Maike Knorr
stv. Leitung Herzkatheterlabor
Personal-Oberärztin
Univ.-Prof. Dr. Tommaso Gori
Leiter Herzkatheterlabor
DZHK-W3-Professur
tommaso.gori@unimedizin-mainz.de
Dr. med. Steffen Daub
Ärztlicher Mitarbeiter
Univ.-Prof. Dr. med. Stavros Konstantinides
Medizinischer Direktor CTH
Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Dr. med. Kai Helge Schmidt
Leitung Überregionales EMAH-Zentrum
Pulmonale Hypertonie
Dr. med. Katharina Schnitzler
Funktionsoberärztin
Lehrbeauftragte Zentrum für Kardiologie