Hitzebedingt stark erhöhtes Patientenaufkommen
Seit Sonntagmorgen wurden mehr als 40 Patient:innen als hitzebedingte Notfälle eingeliefert – einberufener Krisenstab (Operative Klinik Einsatzleitung) hat Einsatzlage vorläufig wieder beendet
Die anhaltende Hitzewelle hat seit Anfang der Woche zu einem gestiegenen Patientenaufkommen in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der Universitätsmedizin Mainz (UM) geführt, das sich im Lauf des Samstags noch einmal stark erhöht hat. Am Sonntagvormittag schließlich hat sich die Lage derart verschärft, dass die Universitätsmedizin Mainz – wie auch das Marienhaus Klinikum Mainz (MKM) – den Krisenstab (Operative Klinik Einsatzleitung – OpKEL) einberufen hat, um weiterhin eintreffende Notfälle adäquat versorgen zu können. Das Team der ZNA wurde dazu personell verstärkt, Intensiv- und Überwachungskapazitäten ausgeweitet. Aufgrund einer sich gegen Abend stabilisierenden Situation wurde die Lage durch den Krisenstab inzwischen vorläufig beendet.
Seit Sonntagmorgen wurden mehr als 40 Patient:innen als hitzebedingte internistische Notfälle in die ZNA der Universitätsmedizin Mainz eingeliefert – von denen etwa die Hälfte überwachungspflichtig ist. Die UM hat angesichts der Lage den internen Krisenstab einberufen. Um die Abnahme von weiteren Patient:innen, die durch den Rettungsdienst weiterhin zugeführt werden, sicherzustellen, wurde das Personal der ZNA aufgestockt, und Mitarbeitende aus dem Frei gerufen. Dabei handelt es sich um Pflegekräfte und Ärzt:innen, die den Tag- und insbesondere den Nachtdienst verstärken werden. Zudem wurden Kapazitäten im Intensiv- und im Intermediate Care Bereich (spezielle Überwachungsbetten) ausgeweitet, um Patient:innen je nach Zustand adäquat betreuen, überwachen und intensivmedizinisch versorgen zu können.
Die UM hat Kapazitäten damit soweit erhöht, um stündlich zwei Schwerstverletzte, fünf Schwerverletzte und 10 leichtverletzte Patient:innen in der ZNA versorgen und in der Klinik stationär aufnehmen zu können. Darüber hinaus steht die UM im regelmäßigen Austausch mit dem MKM, der integrierten Leitstelle, der Stadt und der Berufsfeuerwehr Mainz.
„Wir haben alle Kräfte mobilisiert, um die Versorgung der Bevölkerung auch in dieser herausfordernden Situation sicherzustellen“, so der Kaufmännische Vorstand der UM, Dr. Stephan Weinberg. „Die Absprachen mit den anderen Einrichtungen und Institutionen des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes haben hervorragend funktioniert. Insbesondere danke ich allen Mitarbeitenden, die sich auf den Stationen und in der ZNA um die Patient:innen kümmern und die aus dem Frei gekommen sind, um die Kolleg:innen vor Ort zu unterstützen.“
Auch wenn sich gegen Abend die Akut-Situation aufgrund der ergriffenen Maßnahmen im Rahmen des Alarm- und Einsatzplanes stabilisiert hat, rechnet die UM auch in den nächsten Tagen mit einem erhöhten hitzebedingten Patientenaufkommen, da insbesondere bei chronisch Erkrankten oder multimorbiden älteren Menschen die Hitze medizinisch gesehen noch einige Tage nachwirken wird.
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Dr. Renée Dillinger-Reiter
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