Vom Nierentransplantierten zum Medaillengewinner
Dem heute 28-jährigen Luka Dakovic wurde im Frühjahr 2024 an der Universitätsmedizin Mainz die Nierenspende seines Vaters transplantiert. Bereits wenige Monate nach der erfolgreichen Transplantation trainierte er für die World Transplant Games und gewann bei den Sportwettkämpfen 2025 zwei Medaillen.
Luka Dakovic wurde mit dem sogenannten „Alport-Syndrom“ geboren. Dabei handelt es sich um eine erbliche Nierenerkrankung, die fortschreitend die Nierenfunktion beeinträchtigt. Sie kann zudem auch das Innenohr und die Augen betreffen. Die Krankheit ist nicht heilbar. Durch eine medikamentöse Behandlung kann die Ausbildung einer terminalen Niereninsuffizienz jedoch verzögert werden.
„Ich habe frei gelebt, die Welt bereist und mir gar keine Gedanken über meine Krankheit gemacht“, erzählt Luka Dakovic. Luka nahm Medikamente, um den Funktionsverlust der Nieren zu verlangsamen. Vor einem Jahr hat er sich dann nicht so wohl gefühlt: „Ich war extrem schnell ermüdet war und hatte Muskelzittern. Der Arzt hat meine Werte kontrolliert und mich direkt in die Notaufnahme der Unimedizin Mainz geschickt.“
In der Universitätsmedizin Mainz war sofort klar, dass er eine Spende benötigt: „Mein Papa hat mir eine Niere gespendet; er hat mein Leben gerettet. Aber auch ohne die Spende ist er der Held meines Lebens.“ Seitdem hat Luka eine Grunddankbarkeit fürs Leben: „Ich hatte richtig Angst vor der Operation. Aber Martina Koch und ihr ganzes Team waren so unfassbar toll. Ich werde ihnen auf ewig dankbar sein!“ Nach seiner Transplantation wollte der 28-Jährige unbedingt seinen Traum wahr werden lassen und Athlet werden: „Die World Transplant Games zeigen, zu was Menschen – trotz Transplantation – in der Lage sind. Ich habe dort wunderbare Persönlichkeiten kennengelernt.“
Luka hat bei den diesjährigen Spielen in Dresden Gold im Ballweitwurf und Bronze im Tennis-Doppel geholt. Doch nicht nur Sport ist sein Hobby: „Singen ist Ausdruck meiner Happiness. Ich habe früher zu meiner Mama gesagt, dass ich irgendwann mal auf der Bühne von The Voice of Germany stehen möchte!“ Und das hat er nach seiner Transplantation auch geschafft; er war vor kurzem bei der Show und durfte vorm Publikum singen: „Ich war stolz wie Oskar. Auch wenn man ein Organ gespendet bekommt, kann man ein normales Leben führen und seinen Träumen folgen.“
Die World Transplant Games sind die größte internationale Veranstaltung zur Sensibilisierung für Organspende. In Dresden traten im August 2025 insgesamt 2.500 Athlet:innen aus 51 Ländern in 17 Sportarten an, um die Botschaft „Transplantation schenkt Leben und neue Möglichkeiten“ zu verbreiten. Neben Luka Dakovic gehörten mit Sandra Hügelschäfer und Frank Ziehen zwei weitere Transplantationspatient:innen der UM zu den erfolgreichen Sportler:innen.
Informationen zur Nieren-Transplantation an der UM