Visual Universitätsmedizin Mainz

31. October 2018

Patiententag zur Thrombotisch-Thrombozytopenischen Purpura

Universitätsmedizin Mainz informiert am 03. November über neuste Forschungsergebnisse und Therapieoptionen der Autoimmunerkrankung

Die thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura (TTP) ist eine seltene und lebensbedrohliche autoimmune Multisystemerkrankung. Dabei bilden sich Blutgerinnsel, die eine Unterversorgung mit roten Blutkörperchen und Sauerstoff bewirken. Die Blutgerinnsel verstopfen insbesondere die Kapillaren von Gehirn und Niere, woraus schwerwiegende Organschäden resultieren. Unbehandelt verläuft die Erkrankung innerhalb weniger Tage tödlich. Wie lässt sich die seltene Autoimmunerkrankung behandeln? Welche neuen Forschungserkenntnisse tragen zu einem tieferen Verständnis der TTP bei? Auf solche und andere Fragen soll der „TTP-Patiententag“ am Samstag, 03. November 2018, von 10 bis 16 Uhr Antworten geben. Veranstaltungsort ist Hörsaal der Inneren Medizin (Gebäude 205) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik, dem Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz) und der TTP-Selbsthilfegruppe in Deutschland. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Ursächlich für eine TTP ist ein Enzymmangel, der entweder angeboren ist oder im Zuge einer anderen Autoimmunerkrankung erworben wurde. Bei der erworbenen TTP stören Antikörper die Enzymfunktion, was zu kleinen Blutgerinnseln führt, die sich in den Blutgefäßen festsetzen. Das hat innerhalb weniger Stunden Durchblutungsstörungen im gesamten Körper zur Folge. Unbehandelt droht den Patienten Organversagen mit tödlichem Verlauf.

Eine TTP kann sich binnen kürzester Zeit aus völliger Gesundheit heraus entwickeln. Sie kann Menschen jeden Alters treffen. Auslöser der Autoimmunerkrankung können beispielsweise grippale und gastrointestinale Infekte, Medikamente oder eine Schwangerschaft sein. Eine schnelle Diagnose und die richtige Therapie sind entscheidend, um die Überlebenschancen zu erhöhen. TTP tritt mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 33 Prozent ein zweites Mal auf.

Bei der Patientenveranstaltung zeigen die Experten der Universitätsmedizin Mainz unter anderem auf, wie sich die TTP mit Hilfe der Plasmapharese behandeln lässt und welche weiteren Therapieoptionen es gibt. Darüber hinaus wird es um das Thema Prävention gehen. Des Weiteren richtet sich der Blick auf das TTP-Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz. Die von der TTP betroffenen Teilnehmer des Patiententags erfahren, wie sie aktiv zur TTP-Forschung beitragen können und sich direkt bei der Veranstaltung in der Hämatologie-Ambulanz in das Deutsche TTP-Register aufnehmen lassen können. Für die Aufnahme in das TTP-Register sind ein gültiger Überweisungsschein und die Krankenkassenkarte mitzubringen.

Überdies werden die deutsche TTP-Selbsthilfegruppe (TTP-Forum) und die Ruth-Möser-Stiftung vorgestellt. Die Ruth-Möser-Stiftung verfolgt das Ziel, die Forschung zu unterstützen, um die Krankheit langfristig besser verstehen und behandeln zu können.

Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Tag eingeladen!

Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender!

 

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Matthias Theobald,
Leiter des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) und Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7281, E-Mail:  direktor-3med@unimedizin-mainz.de

Dr. med. Charis von Auer,
III. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-5936, E-Mail:  charis.von-auer@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt
Oliver Kreft, Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de