Visual Universitätsmedizin Mainz

24. November 2016

Zentrum für Kardiologie baut Rhythmologie aus

Invasive Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Herzrhythmusstörungen an der Universitätsmedizin Mainz – Prof. Hoffmann baut neuen Schwerpunkt auf

Das Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz erweitert das Behandlungsspektrum der Rhythmologie: Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen, erworbenen oder vererbten Herzrhythmusstörungen wird ausgebaut. Der Bereich der invasiven Kinder-Rhythmologie wird in Kooperation mit Univ.-Prof. Dr. Christoph Kampmann, Leiter der Kinderkardiologie und Abt. für angeborene Herzfehler am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin im Rahmen des Herzzentrums Mainz etabliert. Zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen bei Kindern und Jugendlichen kann nun auch das Verfahren der Katheterablation angeboten werden.

Studien zeigen eine Häufigkeit von Herzrhythmusstörungen bei ca. 2-3/1000 jungen Personen und eine jährliche Rate an neu auftretenden Herzrhythmusstörungen von ca. 13 von 100.000 Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren. Meist handelt es sich um gelegentlich auftretende Herzrhythmusstörungen. In vielen Fällen, gerade bei den ganz kleinen Patienten unter einem Jahr, ist häufig mit einer Ausheilung zu rechnen. Bei fortbestehenden Herzrhythmusstörungen ist mitunter eine Verödung der ursächlichen Areale im Herzen (Katheterablation) notwendig, um eine dauerhafte Behandlung und sogar Heilung zu erreichen.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Prof. Hoffmann einen ausgewiesenen Experten im Bereich der Katheterablationen und Interventionellen Elektrophysiologie bei Kindern gewinnen konnten“, unterstreichen der Direktor der Kardiologie II, Univ.-Prof. Dr. Thomas Rostock, und Univ.-Prof Dr. Christoph Kampmann. Prof. Hoffmann wird den Schwerpunkt aufbauen und wurde neu an die Universitätsmedizin Mainz berufen. „Wir freuen uns auf eine konstruktive und patientenzentrierte Zusammenarbeit mit Prof. Hoffmann, bereits die ersten Patienten konnten erfolgreich der Rhythmus-Behandlung durch Katheterablation zugeführt werden“, bestätigt Univ.-Prof. Kampmann.

„Ich bin überzeugt, dass Prof. Hoffmann einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, dass der Bereich Kardiologie II – Rhythmologie überregional als Zentrum für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen an Bedeutung gewinnen wird“, sagt der Direktor der Kardiologie I, Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel.

Univ.-Prof. Dr. med. Dipl. Ing. (FH) Boris Alexander Hoffmann (46) fungiert an der Universitätsmedizin Mainz als stellvertretender Klinikdirektor der Kardiologie II/Rhythmologie im Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz. Er war zuletzt leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie mit Schwerpunkt Elektrophysiologie am Universitären Herzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Bildunterzeile: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl. Ing. (FH) Boris Alexander Hoffmann baut neuen Schwerpunkt auf, der auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen, erworbenen oder vererbten Herzrhythmusstörungen abzielt.

 

Verwendung des Fotos kostenfrei unter Angabe der Quelle „Peter Pulkowski (Universitätsmedizin Mainz)

 

Weitere Informationen:

Univ.-Prof. Dr. Thomas Rostock
Direktor der Kardiologie II
Universitätsmedizin Mainz
Email:  thomas.rostock@unimedizin-mainz.de

 

Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Kampmann
Leiter der Sektion Pädiatrische Kardiologie
Universitätsmedizin Mainz
Email:  christoph.kampmann@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt:

Oliver Kreft
Stabsstelle Kommunikation und Presse
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