Am 8. März ist Weltfrauentag: Medizinstudentinnen zu einer Karriere in der Chirurgie motivieren

Dr. Dr. Saskia Schröger hat sich bei ihrer Berufswahl für das medizinische Fachgebiet mit der niedrigsten Frauenquote entschieden: die Chirurgie. Auf ihrem Karriereweg wurde sie durch das Mentoring-Programm MeMentUM (Medizin Mentoring an der Universitätsmedizin Mainz) unterstützt. Die Assistenzärztin in der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, plastische Operationen (MKG) der UM möchte Medizinstudentinnen motivieren, in die Chirurgie zu gehen.

„Ich wollte schon immer etwas Chirurgisches machen“, erzählt Dr. Dr. Saskia Schröger, Assistenzärztin der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, plastische Operationen (MKG) der Universitätsmedizin Mainz. „In der 9. Klasse habe ich ein Betriebspraktikum in der MKG gemacht und war sehr begeistert! Für mich ist es das schönste Fach – da ist einfach alles dabei.“ Saskia Schröger hat dafür an der UM nicht nur Human-, sondern auch Zahnmedizin studiert. Neben der Facharztausbildung engagiert sie sich in der Betreuung von Doktorand:innen, wirkt als Mentorin und forscht unter anderem mit Virtual Reality: „Ich möchte einfach Sachen verbessern!“

Saskia Schröger fällt in diesem Fach auf, denn in der Chirurgie findet sich tendenziell die niedrigste Frauenquote. Die MKG-Chirurgie gilt traditionell als eines der forderndsten chirurgischen Fächer – nicht zuletzt wegen des langen Ausbildungswegs. Dass hier bislang vergleichsweise wenige Frauen vertreten sind, hat vielfältige strukturelle Gründe. „Das Doppelstudium ist intensiv und verlangt viel Ausdauer“, erklärt Saskia Schröger. „Gerade deshalb ist es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, die individuelle Lebensentwürfe und Karrierewege besser miteinander vereinbar machen.“

Das Mentoring-Programm MeMentUM (Medizin Mentoring an der Universitätsmedizin Mainz) war für Saskia Schröger eine wichtige Stütze in ihrer Karriere: „Damit zeigt die Unimedizin Mainz, dass sie Frauen fördert. Es war unglaublich stärkend, sich mit anderen engagierten Frauen auszutauschen und eine Mentorin, Frau Univ.-Prof. Dr. Espinola-Klein, an der Seite zu haben, die an mich glaubt.“ Junge Medizinstudentinnen möchte sie motivieren, in die Chirurgie zu gehen: „Einfach ausprobieren, es kann nichts schiefgehen. Ich denke, wenn man an sich glaubt, kriegt man das auch hin.“ Für Saskia Schröger ist klar: Die Chirurgie wandelt sich – und sie gestaltet diesen Wandel aktiv mit.


Mentoring-Programm der UM unterstützt Wissenschaftlerinnen auf ihrem Karriereweg
Die Universitätsmedizin Mainz fördert seit 2008 qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen in einem speziellen Mentoring-Programm: Im Rahmen von MeMentUM unterstützen, beraten und begleiten Mentorinnen und Mentoren aus Wissenschaft und Industrie die Teilnehmerinnen auf ihrem Weg in eine Führungsposition. Die Mentees erhalten über die Programmlaufzeit von einem Jahr ein vielfältiges Angebot mit Workshops zur Stärkung der wissenschaftlich relevanten Qualifikationen sowie zum Erwerb von Soft Skills, Eins-zu-Eins-Mentoring und Netzwerktreffen.


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