Raucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Lungenkrebs. Internationale Studien haben in den letzten Jahren nachweisen können, dass eine frühe Diagnose die Lungenkrebs-Sterblichkeit bei starken (Ex-)Raucherinnen und Rauchern senkt. Das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dabei geäußert, dass Vorteile Schadensrisiken durch Fehl- oder Überdiagnosen deutlich überwiegen und die führenden Fachgesellschaften empfehlen daher die Einführung einer solchen Früherkennung. Seit dem 1. Juli 2024 ist auf dem Boden einer Verordnung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) ein Screening-Verfahren mit der Low-Dose-CT strahlenschutzrechtlich zulässig. Allerdings ist die Screening-Ausgestaltung derzeit noch offen.
Kriterien für ein Lungenkrebsscreening sind wahrscheinlich:
- Menschen im Alter zwischen 50-76 Jahren, die kein CT-Thorax in den letzten 12 Monaten erhalten haben.
- Aktive oder ehemalige Raucher mit einer Mindest-Zeit von 25 Jahren und 15 packyears sind.
Vor allem aber raten wir Menschen mit entsprechendem Risikoprofil, d.h. vor allem Rauchenden aktuell als erstes zu einem absoluten Rauchstopp, gerne unter Mithilfe zertifizierter Rauchentwöhnungsprogramme.
Sollten Sie sich als Selbstzahler bzgl. eines Lungenkrebsscreenings beraten lassen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns unter info@lungenzentrummainz.de auf.
Lungenkrebsscreening
Seit dem 1. April 2026 gehört das Lungenkrebs‑Screening für Menschen mit starkem Zigarettenkonsum zu den neuen Früherkennungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
Erfahren Sie bei uns alles Wichtige über Ablauf, Voraussetzungen und Nutzen des Programms.
Broschüre: Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher
Gemeinsam aktiv für Ihre Gesundheit
Früherkennung von Lungenkrebs rettet Leben
Raucherinnen und Raucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Menschen an dieser Krankheit. Internationale Studien zeigen, dass eine frühe Diagnose die Sterblichkeit bei starken (Ex-)Raucherinnen und Rauchern senken kann.
Das Ziel des Lungenkrebsscreenings ist es, Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen und damit die Behandlungschancen deutlich zu verbessern. Der Einsatz von Niedrigdosis‑CTs zur Früherkennung ist für starke Raucherinnen und Raucher unter klar definierten Voraussetzungen möglich.
Wer kann am Screeningprogramm teilnehmen?
Da eine Niedrigdosis-CT mit einer gewissen Strahlenbelastung verbunden ist, richtet sich das Screening ausschließlich an Menschen mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko.
Teilnahmevoraussetzungen
Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:
- Aktive oder ehemalige starke Raucherinnen und Raucher
- Alter zwischen 50 und 75 Jahren
- Mindestens 25 Jahre kontinuierliches Rauchen
- Mindestens 15 Packungsjahre (Packungsjahre = Anzahl täglich gerauchter Zigarettenpackungen × Raucherjahre)
- Bei Ex-Raucherinnen und -Rauchern: Rauchstopp liegt weniger als zehn Jahre zurück
- Die Untersuchung kann alle zwölf Monate durchgeführt werden
- Der allgemeine Gesundheitszustand muss eine Teilnahme und ggf. weitere Untersuchungen ermöglichen (gesundheitliche Eignung)
Wichtig: Eine bereits durchgeführte Thorax-CT in den letzten 12 Monaten schließt die Teilnahme aus. Ein Einstieg in das Früherkennungsprogramm ist erst 12 Monate nach der letzten Thorax-CT möglich.
Unser Rat: Rauchstopp als erster Schritt
Menschen mit entsprechendem Risikoprofil – insbesondere Raucherinnen und Raucher – sollten vorrangig einen vollständigen Rauchstopp anstreben. Dabei können zertifizierte Rauchentwöhnungsprogramme wirksam unterstützen.