Was wurde eigentlich aus... ?
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen eine Studie mit dem Titel "A phase II trial of chimeric monoclonal antibody G250 for advanced renal cell carcinoma patients" vorstellen, deren Ergebnisse im Jahr 2004 publiziert wurden. Mit der Einführung monoklonaler Antikörper in die Therapie onkologischer Erkrankungen wurden bei verschiedenen Tumorentitäten tumorspezifische Antikörper entwickelt.
Bei dem Nierenzellkarzinom (RCC) eignet sich hierfür insbesondere das sogenannte Tumorspezifische Antigen CA-IX, das in ca. 95 % der Nierenzellkarzinome des klarzelligen Typs (ccRCC) überexprimiert wird. In der hier beschriebenen Phase-II-Studie, die maßgeblich von Dr. med. J. Beck, heute Oberarzt der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik, mit betreut wurde, erhielten insgesamt 36 Patienten den von der WILEX AG entwickelten chimären monoklonalen Antikörper WX-G250 (Girentuximab).
Die Behandlung war gut verträglich, zeigte allerdings mit nur zwei Patienten eine geringe Ansprechrate. Das mediane Überleben der Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom lag bei 15 Monaten (nach Behandlungsbeginn). Dennoch wurden die Ergebnisse so positiv bewertet, dass weitere Entwicklungen, insbesondere in Kombination mit Interferon und IL-2 initiiert wurden. Zudem wurde eine große randomisierte Phase III-Studie mit 864 Patienten zur adjuvanten Behandlung des ccRCC (Phase III-ARISER) angeschlossen, die jedoch keinen Vorteil gegenüber Placebo erbrachte. Somit wurden die initial positiven Ergebnisse nicht bestätigt, so dass keine Zulassung erreicht werden konnte. Dieses Resultat unterstreicht die Bedeutung großer multizentrischer randomisierter Studien noch einmal eindringlich.
Weitere Informationen zu dieser spannenden Arbeit finden Sie unter: http://www.researchgate.net/publication/7021690_A_phase_II_trial_of_
chimeric_monoclonal_antibody_G250_for_advanced_renal_cell_carcinoma_
patients