Andes hantavirus
Das Andes-Virus ist ein in Südamerika vorkommendes Hantavirus. Eine Ansteckung kann durch Kontakt mit infizierten Nagetieren bzw. deren Urin, Speichel oder Kot erfolgen. Auch kontaminierte Oberflächen können eine Infektionsquelle darstellen, wenn anschließend Mund, Nase oder Augen berührt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Hantaviren ist beim Andes-Virus zudem eine Übertragung von Mensch zu Mensch bei engem Kontakt möglich.
Maßnahmen zur Risikoreduktion
Bei Reisen nach Südamerika sollten Bereiche mit Nagetierbefall möglichst gemieden werden. Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen, das Übertragungsrisiko zu reduzieren:
- regelmäßiges Händewaschen
- Vermeidung von engem Körperkontakt (z. B. Küssen) mit erkrankten Personen
- keine gemeinsamen Getränke, Zigaretten, Vapes oder Wasserpfeifen benutzen
- kein gemeinsames Essen von demselben Teller oder derselben Schüssel
- Abstand zu symptomatischen Personen halten
Therapie
Derzeit gibt es weder eine spezifische antivirale Therapie noch eine zugelassene Impfung gegen das Andes-Virus. Da sich die Symptome rasch verschlechtern können, ist eine frühzeitige medizinische Abklärung besonders wichtig.