Informationen zum Ablauf
Bevor wir eine individuelle Therapie im Rahmen der personalisierten bzw. molekularen Onkologie empfehlen können, durchläuft jede/r Patient:in einen strukturierten Prozess. Diesen haben wir im folgenden für Sie zusammengefasst.
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1. Pat.-Einschluss |
Der Schwerpunkt liegt auf Patient:innen mit seltenen oder schwer zu behandelnden Tumorerkrankungen. |
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2. Materialprüfung und Vorbereitung |
Für die weiterführende molekulare Diagnostik kann in der Regel Tumormaterial aus bereits durchgeführten Biopsien verwendet werden. Die Proben sollten dabei nicht älter als zwei Jahre sein. Wurde bereits eine zielgerichtete Therapie durchgeführt, darf das verwendete Material nicht aus einer Zeit vor Beginn dieser Therapie stammen, um therapiebedingte Veränderungen im Tumorprofil zu berücksichtigen. |
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3. Molekularpathologische Analyse |
Durchführung einer Next-Generation-Sequencing-Untersuchung zur Identifizierung genetischer Veränderungen, Mutationen oder Biomarker, die für die Tumorbiologie relevant sind. |
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4. Klinische Interpretation der Analyseergebnisse |
Bewertung der molekularen Befunde im Kontext der individuellen Krankengeschichte, um mögliche zielgerichtete Therapieoptionen oder Studienzugänge zu identifizieren. |
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5. Molekulares Tumorboard |
Interdisziplinäre Fallbesprechung durch Onkolog:innen, Patholog:innen, Humangeneteker:innen, Molekularbiolog:innen und weitere Fachdisziplinen zur gemeinsamen Festlegung einer personalisierten Behandlungsstrategie. |
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6. Therapie & Follow-up |
Sofern Therapieoptionen identifiziert wurden, unterstützen wir Sie dabei, dass diese auch umgesetzt werden (z. B. zielgerichtete Medikamente, Immuntherapie) und engmaschige Nachsorge zur Überwachung des Therapieerfolgs und frühzeitigen Erkennung von Rückfällen oder Nebenwirkungen. |