Visual Universitätsmedizin Mainz

Arbeitskreis Infektionsmedizin (AKIM)

Sprecher: Dr. Thomas Schwanz

Nächstes Treffen AKIM:

Dienstag 30.10.2018   16:45 Uhr

im Konferenzraum der Kardiologie, Geb 605, EG

 

 

Zielsetzung/Inhalte


Unser Ziel ist es, die Infektionsmedizin mit all ihren Facetten praxisnah zu etablieren und weiterzuentwickeln.
Dazu gehört neben einer adäquaten mikrobiologischen Diagnostik, die sinnvoll praktizierte Infektionsprävention und eine rationale Therapie mit antiinfektiven Substanzen.
Der AKIM setzt sich aus Vertretern folgender Einrichtungen der Universitätsmedizin Mainz zusammen:

Weitere Projekte des AKIM:

  • Infektiologisches Board (Info:  Dr. Ekkehard Siegel)

  • Leitfaden "Kalkulierte Antibiotikatherapie" an der Universitätsmedizin Mainz
    (Info:  Dr. Ingo Sagoschen)

    Der vorliegende Leifaden "Kalkulierte Antibiotikatherapie 2.0" wurde 2017 überarbeitet, ergänzt und mit einem neuen Design versehen (Zugang nur über Intranet möglich):



    Weitere Wünsche / Rückmeldungen sind willkommen:  antibiotikaempfehlung@unimedizin-mainz.de

     

  • Führerschein Infektionsmedizin für interessierte Ärzte der Unimedizin Mainz und kooperierender Kliniken
    Nach dem offiziellen Start im Juli 2017 planen wir, diese nach außen offene Fortbildungsveranstaltung zu den Grundprinzipien zeitgemäßer ABS basierter Infektionsmedizin in 3-4 monatigen Abständen stattfinden zu lassen.
    (Info:   Dr. Ingo Sagoschen,  Dr. Thomas Gilcher,  Dr. Thomas Schwanz)

  • Fallbasierte Fortbildung "Ansteckend" - einmal im Semester kann Infektionsmedizin an Fallpräsentationen gelernt werden: interdisziplinär und konkret.

  • Gründung eines Zentrums "Infektionsmedizin nach DGI" (Info:  PD Dr. Martin Sprinzl)
    Der Vorstand der Unimedizin unterstützt die Zentrumsgründung.
    Aktuell beschäftigt sich der Vorstand der Universitätsmedizin mit den Geschäftsordnungen sowohl des AKIM wie auch des zukünftigen DGI-Zentrums; die Bedingungen für eine Zertifizierung liegen im übrigen vor, die Beantragung soll zeitnah erfolgen.

  • Infektiologischer Konsiliardienstes (Info:  Dr. Martin Dennebaum )
    A
    jAktuell wurden die Bedingungen angepasst. Es wird eine Liste bei der Pforte hinterlegt werden, die die jeweilig zuständigen Kollegen der beteiligten Einrichtungen beinhaltet, so dass leicht ein Kontakt hergestellt werden kann. Vorerst bleiben alle anderen Möglichkeiten der Kontaktaufnahme gültig, d.h. der zuständige Kollege ist über ein Handy erreichbar; die Konsile können über ein Fax oder via  E-Mail zentral angemeldet werden:

    Handy:  0173 1804093 (Mo-Fr. 8-17 Uhr)
    Fax:       06131 17- 47 5529
    E-Mail:  infektiologisches.konsil@unimedizin-mainz.de

  • Fortbildungsreihe Infektiologie (Info: Hr. PD. Dr. Martin Sprinzl)
    In regelmäßigen, meist monatlichen Abständen erfolgen 30 minütige Fortbildungen zu infektionsmedizinischen Themen; in dem auf 2 Jahre ausgerichteten Curriculum werden alle relevanten Bereiche der Infektiologie dargestellt. Fortbildungspunkte Ärztekammer und DGI sind beantragt.
  • Antibiotic-Stewardship-Programme (Info:  Dr. Ingo Sagoschen)
  • Der AKIM ist aktiv in ABS-Kurse involviert: Fortbildung zum ABS-Beauftragten und zum ABS-Experten an der Akademie für Ärztliche Fortbildung in Mainz (Info:  Dr. Thomas Schwanz)
    Wir planen, die Module für den ABS-Beauftragten einmal jährlich im Herbst (Oktober) und die ergänzenden Module zum ABS-Experten im späten Frühjahr (Mai) anzubieten.
  • Therapeutic Drug-Monitoring für etablierte Antibiotika (Info:  Dr. Ingo Sagoschen)
  • Koordination klinisch-infektiologischer Studien (Info:  Dr. Daniel Teschner)
  • Etablierung und regelmäßige Aktualisierung diagnostischer und therapeutischer Standards in tropen-, reisemedizinischen und parasitologischen Fragestellungen (Info:  Dr. Martin Dennebaum)

 

 

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Struktur und Organigramm des Arbeitskreises

(Pdf , 61,9 KB)

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Informationen zu Penicillin-Allergie

Penicillinallergie

Bis zu 10% der Bevölkerung geben an, eine Penicillinallergie zu haben.  Tatsächlich vertragen 85-90% aller Patienten mit anamnestischer Penicillinallergie Penicilline, da sie nicht oder nicht mehr allergisch sind.

 

Folgen einer vermeintlichen Penicillinallergie sind  Vermeidung von Beta-Laktamantibiotika wie Penicilline und Cephalosporine. Alternative Antiinfektiva sind häufig schlechter wirksam, haben mehr Nebenwirkungen, induzieren mehr Resistenzen und verursachen höhere Kosten.

 

Patienten, die angeben eine Penicillinallergie zu haben, erhalten beispielsweise doppelt so häufig Vancomycin und dreimal häufiger Fluorchinolone. Sie haben 23% mehr C. difficile-Infektionen, 14 % mehr Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA)-Infektionen und 30% mehr Nachweise von Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE).

 

Eine vermutete Penicillinallergie sollte daher stets abgeklärt werden und nicht unkritisch weiter übernommen werden. Zur Testung stehen neben in vitro-Tests Hautteste und die orale Provokation zur Verfügung.

 

Eine Penicillinallergie muss nicht lebenslang bestehen: Ca. 50 % der Patienten mit IgE-vermittelter Penicillin-Allergie verlieren die Sensitivität 5 Jahre nach der letzten Reaktion (ca. 80 % nach 10 Jahren!).

 

97-98% der Patienten mit durch Hauttest gesicherter Penicillin-Allergie tolerieren Cephalosporine!

 

Bei Patienten, die dringlich mit einem Beta-Laktamantibiotikum behandelt werden müssen, kann sogar kurzfristig eine Desensibilisierung durchgeführt werden.
Indikation: Patienten mit gesicherter (positiver Hauttest oder in vitro Test) oder dringend verdächtiger IgE-vermittelter Sofortreaktion auf Penicillin UND für die es keine vergleichbar wirksamen Alternativen gibt.

Kontraindikation:  Anamnese von Stevens-Johnson Syndrom, exfoliative Dermatitis oder Erythrodermie. Eine Desensibilisierung  verändert zeitlich begrenzt die Immunantwort gegenüber dem Antibiotikum im Sinne einer Kurzzeit-Toleranz, die eine sichere Medikamenteneinnahme (wenn ununterbrochen eingenommen!) ermöglicht.]

 

Quellen:

  • Park M, Markus P, Matesic D, Li JT. Safety and effectiveness of a preoperative allergy clinic in decreasing vancomycin use in patients with a history of penicillin allergy. Ann Allergy Asthma Immunol 2006; 97:681.
  • Macy E, Contreras R. Health care use and serious infection prevalence associated with penicillin "allergy" in hospitalized patients: A cohort study. J Allergy Clin Immunol 2014; 133:790.
  • Lee CE, Zembower TR, Fotis MA, et al. The incidence of antimicrobial allergies in hospitalized patients: implications regarding prescribing patterns and emerging bacterial resistance. Arch Intern Med 2000; 160:2819.
  • Borish L, Tamir R, Rosenwasser LJ. Intravenous desensitization to beta-lactam antibiotics. J Allergy Clin Immunol 1987; 80:314.
  • Daulat S, Solensky R, Earl HS, et al. Safety of cephalosporin administration to patients with histories of penicillin allergy. J Allergy Clin Immunol 2004; 113:1220.

Aktuelle und relevante Literatur aus der Welt der Infektionsmedizin:

Führerschein "Infektionsmedizin"


Infektionsmedizinische Basisschulung 1x im Quartal
für Ärzte und PJ-Studierende

Konzept, Termine, Infos

"Ansteckend" - einmalig im Semester

Zwei spannende Fallberichte:
"Was hat Zähneputzen mit Infektiologie zu tun?"

Dienstag, den 07.05.2019  HS Immunologie (Geb. 708) 17:15-18:30 Uhr
- weitere Infos -

Mainzer Infektiologietage

SAVE THE DATE:
V. Mainzer Infektiologietage
17.-18.05.2019
weitere Infos folgen

Fortbildungsreihe Infektiologie
Infektiologischer Konsildienst