Visual Universitätsmedizin Mainz

START (Stress/Traumasymptoms/Arousal/Regulation/Treatment) Consortium –
durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt zur Emotionsstablisierung, Stress- und Traumafolgenreduktion bei traumatisierten Flüchtlingen

 

Projektbeschreibung: Im Rahmen der Flüchtlingssituation 2015 veröffentliche das BMBF 2016 eine Ausschreibung zur Etablierung von Forschungsverbünden zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen. Unter Federführung der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz konnte ein Forschungsverbund zusammen mit den Konsortialpartnern Institut für Psychosoziale Prävention, Universität Heidelberg, Frau Univ.-Prof. Dr. Svenja Taubner, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz, Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Manfred E. Beutel und dem Institut für Sport und Sportwisenschaft (IfSS), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Herrn Prof. Dr. Ulrich Ebner-Priemer eingeworben werden.
Im Kern sollen dabei Interventionen für traumatisierte Flüchtlinge stehen. In drei Unterstudien (A1: Adoleszente, A2: Kleinkinder und deren Familien, A3: junge Erwachsene) werden angelehnt an das START(Stress-Traumasymptoms-Arousal-Regulation-Training)-Programm (Dixius & Möhler, 2016) Interventionen für unterschiedliche Altersbereiche entwickelt und evaluiert werden. Zusätzlich ist ein Methodenprojekt zur Implementierung von E-Diaries enthalten.

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael Huss

Finanzierung: BMBF

Projektlaufzeit: 2019 - laufend

Ansprechpartner:  Dipl.-Psych. Florian Hammerle

Studie zur Evaluation des START-Psychotherapieprogramms bei traumatisierten jugendlichen Flüchtlingen (START A1-Studie)  

Projektbeschreibung:

Geflüchtete Jugendliche leiden aufgrund von Traumatisierungen im Herkunftsland und auf der Flucht häufig unter Traumafolgestörungen mit Beeinträchtigungen der Gefühlsregulation, inneren Anspannungszuständen und wiederholten psychischen Krisen.

Im Rahmen des BMBF-geförderten START-Consortiums wird daher voraussichtlich im Herbst 2019 die Studie START A1 beginnen, die sich an traumatisierte Flüchtlinge im Alter von 13 bis 17 Jahren richtet. In der Studie soll das niedrigschwellige Psychotherapieprogramm START (Stress-Traumasymptoms-Arousal-Regulations-Treatment) in dieser Zielgruppe evaluiert. Das START-Programm integriert Übungen zur Stressregulation, Achtsamkeit und Selbstfürsorge sowie zur Anspannungs- und Emotionswahrnehmung. Auch Entspannungs- und Stabilisierungstechniken und Übungen zum Umgang mit Alpträumen sind enthalten. Die Therapie wird in Gruppen zwei Mal wöchentlich über acht Wochen durchgeführt, danach folgt eine Auffrischung des Gelernten (BOOSTER-Sitzung) und eine Abschlussuntersuchung. 

Weitere Informationen werden hier veröffentlicht, sobald absehbar ist, wann die ersten Jugendlichen in die START A1-Studie aufgenommen werden können.

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael Huss

Administrative Projektleitung: Dipl.-Psych. Florian Hammerle

Finanzierung: BMBF 

Projektlaufzeit: 2019 - laufend

Projektkoordinatorin/Ansprechpartnerin: Susanne Ocker, M.Sc.