Visual Universitätsmedizin Mainz

Validierung einer adaptierten Version der Self-Compassion Scale für Jugendliche

Projektbeschreibung: Zur Erfassung von Selbstmitgefühl bei der Konfrontation mit belastenden Emotionen existiert derzeit nur ein Fragebogen, die Self-Compassion-Scale (SCS; Originalversion von Neff, 2003). Die englische Originalversion wurde bereits bei jugendlichen Stichprobe eingesetzt (Neff & McGehee, 2010; Marshall et al., 2015; Bluth et al., 2016). Die deutsche Version der Self-Compassion Scale (Hupfeld & Ruffieux, 2011) wurde bislang noch nicht für Jugendliche verwendet und weist zudem in der derzeit übersetzten Form Mängel hinsichtlich einer altersadäquaten Verständlichkeit auf. Im Kern der Studie steht daher die Validierung einer modifizierten Version der Self-Compassion-Scale für Jugendliche (SCS-Adolescents) an einer gesunden deutschen Stichprobe. Daneben sollen Zusammenhänge mit riskantem Esseverhalten und der subjektiven psychischen Belastung nachgewiesen und die Übereinstimmung mit verwandten Konstrukten, wie Achtsamkeit und Selbstkritik, geprüft werden.

Projektleiter: Dipl.-Psych. Hanna Preuss, Dipl.-Psych. Florian Hammerle

Kooperationspartner: Rheinhessen-Fachklinik Mainz

Finanzierung: Eigenmittel

Projektlaufzeit: 2016 - laufend

Ansprechpartner:  Dipl.-Psych. Hanna Preuss

Vergleich der Wirksamkeit von Selbst-Mitgefühl, Achtsamkeit und kognitiver Neubewertung bei jugendlichen Patienten mit Anorexia nervosa (CompassionED-A)

Projektbeschreibung: Bisher gilt vor allem die kognitive Verhaltenstherapie als Mittel der Wahl für die Behandlung einer Anorexia nervosa, wobei nur ca. 19% der Patienten eine vollständige Genesung erreichen (Zipfel et al., 2013). Deshalb scheint es indiziert, neue Behandlungselemente auf ihre Effektivität zu prüfen, um die ambulante Therapie noch wirksamer zu gestalten. Im Rahmen einer experimentellen Studie soll der Einfluss zentraler Emotionsregulationsstrategien (Effektive Selbstunterstützung, Achtsamkeit und kognitive Neubewertung) auf die Stimmung, den Essensdrang und Bedürfnisse nach Nahrungseinschränkung und Bewegung überprüft werden. Dies ist die erste Studie im Kinder- und Jugendbereich, die die Wirksamkeit einer effektiven Selbstunterstützung, im Sinne eines Selbst-Mitgefühls bei körperbezogener Selbstabwertung, untersucht (Braun et al., 2016).

Projektleiter: Dipl.-Psych. Hanna Preuss, Dr. Dipl.-Psych. Alice Diedrich, Dipl.-Psych. Florian Hammerle

Kooperationspartner: Klinikum der Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie; Schön Klinik Roseneck unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Voderholzer

Finanzierung: Eigenmittel

Projektlaufzeit: 2016 - laufend

Ansprechpartner:  Dipl.-Psych. Hanna Preuss

Be kind to your body? Selbst-Mitgefühl bei jugendlichen Patienten mit Übergewicht und/oder Binge-Eating-Störung 

 

Projektbeschreibung: Gemeinsam mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, die an Übergewicht leiden und Scham- und Schuldgefühle im Umgang mit ihrem Körperbild kennen, soll eine innovative Therapieintervention zur Stärkung des Selbst-Mitgefühls bei körperbezogenen Scham- und Schuldgefühlen entwickelt werden. Neuste Studien (z.B. Kelly & Carter, 2015) zeigen, dass ein verbessertes Selbst-Mitgefühl zu einer Abnahme von Essanfällen und essens- sowie gewichtsbezogenen Sorgen führt. Es ist zu vermuten, dass Selbst-Mitgefühl langfristig dabei hilft, Gewicht zu reduzieren.

Projektleiter: Dipl.-Psych. Hanna Preuss, Dipl.-Psych. Florian Hammerle

Kooperationspartner: Rheinhessen-Fachklinik Mainz

Finanzierung: Eigenmittel

Projektlaufzeit: 2016 - laufend

Ansprechpartner:  Dipl.-Psych. Hanna Preuss