Visual Universitätsmedizin Mainz

2. März 2018

Aufbau eines Mobile Health und EMA-Labors

Einsatz von Smartphones und Wearables in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Seit einiger Zeit führt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsmedizin Mainz Studien durch, in denen Smartphones eingesetzt werden. So wurde zum Beispiel bereits 2015 die SMART-Studie auf Smartphones durchgeführt, um die emotionale Anspannung von Jugendlichen mit und ohne Magersucht über zwei Tage zu jeder vollen Stunde zu messen. Diese Forschungsmethode, Ecological Momentary Assessment (EMA) genannt, ist zu einem Schwerpunkt der Abteilung geworden. Mittlerweile werden einige Studien durchgeführt, in denen zum Beispiel Akzelerometer (Bewegungsmesser) mit Smartphones kombiniert werden oder Apps zur Therapiebegleitung von Depressionen oder Essstörungen evaluiert werden.

Die bereits erworbene Kompetenz in der Planung, Durchführung und Auswertung solcher Studien soll daher zukünftig in einem eigenen Mobile Health und EMA-Labor unter Leitung von Dr. David Kolar gebündelt werden. „Mit der weiten Verbreitung von Smartphones gerade bei Kindern und Jugendlichen eröffnen sich ganz neue Forschungsmöglichkeiten“, so Dr. Kolar, welche in dem neuen Labor bei einer Vielzahl von Störungsbildern eingesetzt werden sollen. Auch Wearables (z.B. Schrittzähler, Atemmessung, Pulsmesser), welche in direktem Austausch mit Apps stehen, sollen in Zukunft zum Einsatz kommen.

Im Rahmen des neuen Labors werden auch Studierende der Psychologie gesucht, welche Interesse an der Durchführung einer EMA-Studie im Rahmen ihrer Masterarbeit haben. Interessierte können sich hierzu an  Dr. David Kolar wenden.