Lernen mit echter Verantwortung

Erste Erfahrungen auf der interprofessionellen Ausbildungsstation

Im Mai dieses Jahres ist die interprofessionelle Ausbildungsstation der 1. Medizinischen Klinik nach einer mehrmonatigen Projektphase an den Start gegangen. Sie ist das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen dem Ausbildungszentrum für Gesundheit und Pflege und der 1. Medizinischen Klinik.

Gemeinsam wurden im Projekt das didaktische Konzept entwickelt, die organisatorischen Rahmenbedingungen auf Station geschaffen und die Praxisanleitenden auf ihre veränderte Rolle vorbereitet. Seitdem versorgen die Auszubildenden der Pflege ihre Patientinnen und Patienten weitgehend selbstständig. Sie übernehmen einen eigenen Patientenbereich, planen den Tag, priorisieren und stimmen sich mit den anderen Berufsgruppen ab. Der didaktische Kern des Konzepts liegt darin, dass pflegerisches Handeln nicht in Einzelschritten geübt, sondern in seinem Zusammenhang erfahren wird: Der gesamte Pflegeprozess – von der Informationssammlung über Pflegediagnose und Planung bis zu Durchführung, Evaluation und Dokumentation – wird vermittelt und über mehrere Tage hinweg tatsächlich verantwortet. Die Auszubildenden erleben so unmittelbar, welche Auswirkungen ihre Planung am Nachmittag hat und was eine Übergabe für den Folgedienst bedeutet.

Selbstständigkeit heißt dabei nicht Alleinsein. Die Gesamtverantwortung für die Station und für die Versorgung der Patientinnen und Patienten liegt durchgehend bei den Praxisanleitenden. Sie verstehen sich als Supervisorinnen und Supervisoren im Hintergrund: Sie greifen nicht vorschnell ein, sondern beobachten, halten sich bewusst zurück und sind verlässlich zur Stelle, sobald sie gebraucht werden – fachlich, organisatorisch oder als Ansprechpartner in belastenden Momenten. Die Auszubildenden handeln also eigenverantwortlich innerhalb eines klar abgesteckten Rahmens, den erfahrene Praxisanleitende sichern. Dazu gehört eine offene Fehlerkultur: Unsicherheiten dürfen benannt werden, Fehler werden besprochen statt sanktioniert, und die Frage lautet nicht „Wer war das?", sondern „Was hat dazu geführt und was nehmen wir daraus mit?". So erfahren die Auszubildenden früh, dass Nachfragen und das offene Ansprechen von Zweifeln zur professionellen Haltung gehören.

Ein fester Bestandteil des Konzepts sind die Fortbildungseinheiten „Peers am Mittag“. In dieser täglichen Lerneinheit gestalten die Auszubildenden das Programm selbst: Sie präsentieren eigenständig vorbereitete Fachinhalte, reflektieren besondere Situationen aus dem Stationsalltag oder führen strukturierte Fallbesprechungen zu den von ihnen betreuten Patientinnen und Patienten durch. Die Peers schaffen Raum für das, wofür im Dienstalltag oft die Zeit fehlt: nachdenken, einordnen, voneinander lernen. Mittwochs findet die Mittagseinheit gemeinsam mit den PJ-Studierenden statt. Hier zeigt sich der interprofessionelle Anspruch der Station besonders deutlich – Pflege und Medizin diskutieren denselben Fall aus ihren jeweiligen Perspektiven, klären Schnittstellen und entwickeln ein Verständnis für die Aufgaben und Denkweisen der anderen Berufsgruppe.

Die interprofessionelle Ausbildungsstation läuft von Montag bis Freitag im Früh- und Spätdienst. Sie ist damit kein Projekttag und keine Sonderwoche, sondern reale Stationsarbeit unter realen Bedingungen, mit Aufnahmen, Verlegungen, Visiten und unvorhergesehenen Situationen. Genau das macht sie zu einer besonderen Vorbereitung auf die spätere Berufspraxis.

Die Rückmeldungen aus den ersten Monaten sind durchweg positiv. Die Auszubildenden beschreiben einen deutlichen Zuwachs an Sicherheit und Selbstvertrauen und erleben sich als vollwertige Mitglieder eines Teams. Die Patientinnen und Patienten heben die Zeit und die Aufmerksamkeit hervor, mit der sie begleitet werden. Die Praxisanleitenden erleben eine Form der Anleitung, die Entwicklung sichtbar macht, statt sie nur zu bewerten, und die PJ-Studierenden schätzen den Einblick in die pflegerische Perspektive.

Die ersten Erfahrungen bestätigen damit die Grundidee:

Wer früh Verantwortung übernehmen darf und dabei verlässlich begleitet wird, geht besser vorbereitet in die spätere Berufspraxis.


Weitere Meldungen aus dem AZGP

Viele Anlässe für Glückwünsche: Das Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege (AZGP) der Universitätsmedizin Mainz hat 22 Absolvent:innen der Kurse GPA 23 S1 und GPA 23 S2 ins Berufsleben verabschiedet. Gleichzeitig gingen Kursleiterin Pia Honczek-Scholl und Ute Lindner in den wohlverdienten Ruhestand.

22 neue Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner

Unzählige Unterrichtsstunden, Praxiseinsätze in verschiedensten Fachbereichen, Lernaufgaben, Zwischenprüfung und schließlich: DAS EXAMEN.
Am 31.08.2026 nahmen die 22 Absolvent:innen der Kurse GPA 23 S1 und GPA 23 S2 im Hörsaal des Pulverturms ihre Zeugnisse und Urkunden entgegen.

Schulleitung Iris Müller gratulierte den Absolvent:innen und würdigte Ausdauer und Kollegialität der nun ehemaligen Auszubildenden. Ein besonderer Dank ging an alle Mitarbeitenden, die die Ausbildung Tag für Tag begleitet haben.

Der Großteil der neuen Pflegefachfrauen und -männer bleibt der Universitätsmedizin Mainz erhalten, was auch Pflegevorständin Fr. Zednik sehr freute.

„Ein großer Teil davon gehört auch Ihnen“

Für den Jahrgang sprach neben Fr. Schreiner auch Frau Burkard und richtete ihre Worte an die Lehrkräfte und Praxisanleitenden: Gelernt habe der Kurs in den drei Jahren weit mehr als nur Pflegetechniken: „Sie haben uns nicht nur beigebracht, wie man einen Verband wechselt, Medikamente richtet oder einen Patienten mobilisiert. Sie haben uns gezeigt, was Pflege wirklich bedeutet.“ Dazu gehörten auch die Seiten des Berufs, über die man am Anfang nicht unbedingt spricht: Dasein in schwierigen Situationen, mit überforderten Angehörigen und auch mit Patienten, die nicht mehr gesund werden.

Mit nach Hause und in das Berufsleben nehme der Jahrgang nicht nur ein Zeugnis, sondern drei Jahre voller Erfahrungen, Erfolge, Lachen, Stress und manchmal auch Tränen. „Deshalb geht dieser Erfolg heute nicht nur an uns. Ein großer Teil davon gehört auch Ihnen.“

Eine Kursleitung sagt Danke – und Auf Wiedersehen

Für Pia Honczek-Scholl, Kursleiterin GPA 23 S1und langjährige Mitarbeiterin der Unimedizin Mainz, war es zugleich die letzte Feier. Sie verabschiedete sich mit einer sehr persönlichen und sichtlich bewegenden Rede von „ihren“ Auszubildenden und dem Team des AZGP.

Streng genommen hätte sie an diesem Tag gar nicht mehr vorne stehen müssen: Ihre Lebensarbeitszeit endete offiziell drei Monate vor dem Examen. „Sie auf der Zielgeraden alleine lassen, kam für mich aber nicht infrage“, sagte sie.

Nach 18 Jahren an der Unimedizin Mainz geht Pia Honczek-Scholl in den Ruhestand. Generationen von Auszubildenden hat sie in dieser Zeit begleitet, gefördert und auch gefordert.

Für ihre Abschiedsworte stellte sie sich eine Frage: „Was gibt jemand, der beruflich für immer von Bord geht, denjenigen mit auf den Weg, die gerade erst zugestiegen sind?“ Die Antwort fand sie in ihrem eigenen Werdegang.

„Mein Vater saß mir am Morgen meiner Abiturprüfung am Frühstückstisch gegenüber und sagte: Wenn man jung ist, glaubt man, Noten und Leistungsnachweise sind das Wichtigste auf der Welt – aber später im Leben zeigt sich, dass es auf ganz andere Dinge ankommt.“
Damals habe sie für derartige Weisheiten kein offenes Ohr gehabt. Im Berufsleben habe sie dann schnell gemerkt, wie recht ihr Vater hatte – und im Laufe der Jahrzehnte wurde daraus ihr eigenes Lebensmotto:
„Es ist die Stärke, die Prioritäten auf die richtigen Dinge zu setzen und die wahren Werte nie aus den Augen zu verlieren.“
Ihr letzter Satz an die Absolvent:innen: „Geben Sie gut auf sich acht!“

Doppelter Abschied im Kollegium

Bereits in der vergangenen Woche hatten Pia Honczek-Scholl und Ute Lindner ihren Abschied im Kreis des Kollegiums gefeiert. Auch Ute Lindner verlässt das AZGP nach 8 Jahren in den Ruhestand. Sie gestaltete und prägte unter anderem Kenntniskurs und Anpassungslehrgang, mit welchen ausländische Pflegefachkräfte ihre berufliche Anerkennung in Deutschland erwerben und anschließend unsere Teams auf den Stationen bereichern.

Mit ihnen gehen zwei Kolleginnen, die das AZGP über viele Jahre mitgestaltet haben – und deren Handschrift noch lange zu erkennen sein wird.

Alles Gute!

Heute und morgen findet ihr uns in der Rheingoldhalle: Wir sind wir auf der BerufsInfoMesse (BIM) Rheinhessen vertreten. Gemeinsam mit über 130 weiteren Ausstellern aus Gesundheitswesen, sozialem Bereich, Handwerk, Industrie, Verwaltung und von den Hochschulen zeigen wir, welche Wege nach der Schule offenstehen.

 

An unserem Stand 331 stellen wir euch die ganze Bandbreite unserer Ausbildungsgänge vor – von der generalistischen Pflegeausbildung und über das duale Studium. Unsere Praxisanleitenden, Lehrkräfte und Auszubildenden beantworten eure Fragen zu Bewerbung, Ablauf und Karrierewegen. Und weil Pflege zum Anfassen am besten funktioniert, haben wir ein Pflegebett samt Patientenpuppe mitgebracht: Hier könnt ihr pflegerische Handgriffe selbst ausprobieren, Platz nehmen und natürlich ein Selfie machen.

Als Universitätsmedizin bilden wir darüber hinaus in mehr als 20 Ausbildungsberufen aus – auch dazu beraten wir euch gern direkt vor Ort.

Kommt vorbei, sprecht uns an und findet heraus, ob ein Beruf im Gesundheitswesen zu euch passt. Wir freuen uns auf euch!

Am 5. August 2026 hieß es für unsere Auszubildenden: Auf die Plätze, fertig, los! Bei unserer ersten Azubi-Olympiade traten Auszubildende aus allen Ausbildungsjahrgängen in fünf Teams gegeneinander an und sorgten für einen Vormittag voller Teamgeist, Konzentration und guter Laune.

 

Doch was ist die Azubi-Olympiade überhaupt? Sie ist ein Stationenwettkampf, der pflegerisches Können und spielerische Herausforderungen miteinander verbindet. An sieben Stationen zeigten die Teams, was sie schon gelernt haben – vom Haarewaschen im Bett über das sichere Anlegen der Schutzausrüstung und die Herzbettlagerung bis zum Erstellen eines Gesundheitspasses. Zwischendurch waren auch Geschick, Schnelligkeit und Kommunikationsgeschick gefragt, etwa beim „Tupfer werfen" oder beim Zauberstab-Duell. Passend dazu trugen die fünf Teams die Namen großer Persönlichkeiten der Pflege- und Medizingeschichte: Agnes Karll, Florence Nightingale, Virginia Henderson, Riva Rocci und Liliane Juchli.

Das Besondere an diesem Tag: Organisiert und begleitet wurde die Olympiade von Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern des Ausbildungszentrums gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis. Genau diese enge Verzahnung von Ausbildung und Stationsalltag machte den Vormittag so wertvoll: Die Auszubildenden konnten ihr Wissen unmittelbar und praxisnah anwenden und wurden an jeder Station tatkräftig unterstützt.

Am Ende standen bei der Siegerehrung Urkunden für alle Teams – und viele strahlende Gesichter. Die erste Azubi-Olympiade war ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Freude gemeinsames Lernen machen kann. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten – wir freuen uns schon auf die nächste Runde!

Am 17.Juli 2026 stand für zwei unserer Auszubildenden ein aufregender Termin an:
Miora Ravalison (GPA 25 A) und Sophie Maria Wolf (GPA 24 O) waren zu Gast im Aufnahmestudio der UM.

Als medizinischer Vorstand interviewt Hr. Prof. Dr. Kiesslich in diesem Format verschiedene Mitarbeitende der Unimedizin, um die Vielfalt Unimedizin zu zeigen.

Fr. Ravalison und Fr. Wolf durften zuerst hinter die Kulissen einer Videoproduktion schauen und dann als Interviewpartnerinnen vor der Kamera stehen.

Nach der finalen Bearbeitung wird das Interview auf dem Youtube-Kanal der UM zu sehen sein … das Datum folgt…

Kaum haben wir den GPA 23 A und GKPH 25/26 verabschiedet, beginnt ein neues Kapitel für 30 neue Auszbildende am AZGP.

 

Am 01.04.2026 ging es mit einer Willkommenfeier im Hörsaal des Pulverturms los.

Begleitet vom Patenkurs GPA 25A gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Kennenlernspielen, einer Führung über das Gelände der Universiätsmedizin und einem ausgiebigen Buffet.

Kevin Kierstein und Filiz Eroglu haben als Kurssprecher*in des GPA 25A die neuen Auszubildenden herzlich in Empfang genommen: "Auf euch kommt eine aufregende Zeit zu- ihr werdet als Kurs, aber auch jeder für sich, wachsen und viel Spannendes erleben!"

Wir wünschen für den Ausbildungsbeginn viel Erfolg, Durchhaltevermögen und tolle Begegnungen!

Herzlich Willkommen im #TeamUM!

Am 31. März 2026 war es endlich so weit: Im Ausbildungszentrum herrschte pure Feierstimmung. Nach intensiven Lernphasen, unzähligen praktischen Einsätzen und erfolgreichen Prüfungen durften die Absolvent*innen der Kurse GPA 23A und GKPH 25/26 ihre wohlverdienten Examensurkunden entgegennehmen.

Mit der feierlichen Zeugnisübergabe verabschiedet das AZGP insgesamt 20 hoch motivierte neue Kolleg*innen in ein überaus facettenreiches und zukunftsweisendes Arbeitsfeld. 

Emotionale Worte zum Abschied

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war der Rückblick auf die gemeinsame Ausbildungszeit. In einer emotionalen Rede ließen Nina Duch und Lynn Jakob die vergangenen Monate Revue passieren. Mit herzlichen Worten verabschiedeten sie sich im Namen der Absolvent*innen von ihrer Kursleitung und ihrem gesamten Kurs – ein Moment, der spürbar machte, wie eng die Gemeinschaft in der Ausbildungszeit zusammengewachsen ist.

Neben Freudentränen und stolzen Gesichtern stand vor allem die Vorfreude auf das, was nun kommt, im Mittelpunkt der Feier.

Ein Blick in die Zukunft

Wir sind unglaublich stolz auf die erbrachten Leistungen und freuen uns, solch engagierte Fachkräfte in die Arbeitswelt entlassen zu dürfen.

"Lieber GPA 23A und lieber GKPH 25/26, wir gratulieren euch von Herzen zu eurem Examen! Wir wünschen euch alles erdenklich Gute, viel Erfolg und vor allem viel Freude auf eurem weiteren Weg."

Einmal in die Haut eines 80-Jährigen schlüpfen, eine täuschend echte Wunde versorgen oder Verantwortung für ein winziges Leben im Inkubator übernehmen: Am 28. Februar 2026 verwandelte sich das Ausbildungszentrum in eine interaktive Erlebniswelt der Pflege.

 

Mainz – Es herrschte reges Treiben in den Fluren des Pulverturm. Wo sonst angehende Pflegefachkräfte büffeln, öffneten sich am vergangenen Samstag zum ersten Mal die Türen für die breite Öffentlichkeit. Über 100 Besucher – darunter viele Schülerinnen, Schüler und Berufsinteressierte – nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Pflegeausbildung zu blicken.

Empathie durch Erfahrung: Die Zeitreise im Alterssimulationsanzug

Ein zentraler Bestandteil des Programms waren die Alterssimulationsanzüge. Durch Protektoren, spezielle Brillen und Handschuhe mit Reizstrom konnten die Teilnehmer physische Einschränkungen wie versteifte Gelenke oder eine eingeschränkte Sicht am eigenen Körper erfahren. Diese Erfahrung diente dazu, ein besseres Verständnis für die motorischen Hürden zu entwickeln, mit denen ältere Patienten täglich konfrontiert sind.

Praxis pur: Von der Wundversorgung bis zur Hightech-Medizin

In den interaktiven Themenräumen konnten die Gäste selbst Hand anlegen. Mit fachkundiger Anleitung wurden Wundverbände an fast erschreckend echt aussehenden Wunden angelegt – eine Übung, die bei vielen für Staunen und Respekt vor der verantwortungsvolle Arbeit in der Pflege sorgte.

Auch die Kleinsten standen im Mittelpunkt: Im Bereich der Pädiatrie lernten die Interessierten, wie ein Säugling im Inkubator versorgt wird und welche Rolle hochmoderne Technik in Kombination mit menschlicher Fürsorge spielt. Wer wissen wollte, wie es um die eigene Gesundheit steht, konnte direkt Blutdruck, Puls oder Blutzucker messen lassen oder unter Schwarzlicht prüfen, wie gründlich die eigene Händedesinfektion wirklich war.

Ausbildung mit Zukunft

Neben den praktischen Stationen stand die Beratung im Fokus. Das Team des Ausbildungszentrums informierte ausführlich über die generalistische Pflegeausbildung, die Vertiefungsmöglichkeiten in der pädiatrischen- und psychiatrischen Pflege sowie den dualen Studiengang Gesundheit und Pflege in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Mainz.

Der erste Tag der offenen Tür hat bewiesen: Die Pflege der Zukunft ist alles andere als langweilig. Wer den Termin verpasst hat, muss nicht bis zum nächsten Jahr warten – das Ausbildungszentrum bietet regelmäßig Beratungen für alle an, die ihre Karriere im #TeamUM starten möchten.

Das SWR hat am 28.02.2026 über den Tag der offenen Tür einen kurzen Beitrag gesendet:

Zum SWR-Aktuell Beitrag →

 

 

Der erste Tag der Praxisanleitenden in diesem Jahr war ein echtes Highlight – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Veranstaltung war restlos ausgebucht! Das enorme Interesse zeigt, wie wichtig der Austausch und die kontinuierliche Fortbildung für die Praxisanleiter:innen der Universitätsmedizin Mainz und unserer Kooperationspartner sind. Da wir dieses Mal an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen sind, arbeiten wir bereits mit Hochdruck an einem neuen Ticketsystem, um die Anmeldung für die kommenden Termine noch reibungsloser zu gestalten.

Herausforderungen meistern: Von ADHS bis Deeskalation

Das Programm am 19. Februar traf den Nerv der Zeit und bot wertvolle Impulse für die tägliche Anleitungspraxis. Besonders im Fokus standen Themen, die über das rein Fachliche hinausgehen und die soziale Kompetenz stärken:

  • ADHS in der Praxisanleitung: Wie können wir Auszubildende mit ADHS optimal begleiten, ihre Ressourcen nutzen und Struktur im klinischen Alltag geben?

  • Deeskalationstraining: Souveränität in schwierigen Situationen gewinnen – praktische Strategien, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen.

  • Suchtprävention: Ein sensibles, aber unverzichtbares Thema, um die Gesundheit und Resilienz unserer angehenden Pflegekräfte langfristig zu sichern.

Vernetzung und kollegialer Austausch

Neben den intensiven Workshops nutzten die Teilnehmenden die Pausen für den so wichtigen Austausch unter Gleichgesinnten. Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Fachbereichen und den externen Partnern sorgt immer wieder für neue Perspektiven und stärkt die Qualität der praktischen Ausbildung nachhaltig.

Save the Date: Der nächste Termin steht fest!

Nach dem großen Erfolg im Februar blicken wir bereits voller Vorfreude auf das nächste Treffen. Der zweite Tag der Praxisanleitenden in diesem Jahr findet am 17. September 2026 statt.

Wir freuen uns darauf, euch wieder im Ausbildungszentrum für Gesundheit und Pflege begrüßen zu dürfen. Informationen zum Programm und zum Start des neuen Anmeldesystems werden rechtzeitig auf unserer Website veröffentlicht: www.unimedizin-mainz.de/gukps/pa-tag

Ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmenden für euer Engagement und eure Leidenschaft in der Ausbildung!

Auch in diesem Jahr sind wir wieder auf zahlreichen Messen vertreten und freuen uns darauf, mit vielen interessierten Besucher*innen ins Gespräch zu kommen. Den Auftakt bildete die Wörrstadter AusbildungsMesse (WAM), bei der wir bereits viele neugierige Gäste an unserem Stand begrüßen durften.

Du möchtest wissen, wo du uns in diesem Jahr noch persönlich kennenlernen kannst? Eine Übersicht aller Messetermine findest du hier.

Ein besonderes Highlight erwartet dich außerdem am 28. Februar 2026: An unserem ersten Tag der offenen Tür hast du die Gelegenheit, unsere Ausbildungsangebote sowie unsere Studiengänge, in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Mainz, kennenzulernen. Dabei stehen dir für alle Fragen rund um Ausbildung, Studium und Perspektiven im Gesundheitswesen zur Verfügung.

Wir freuen uns darauf, dich persönlich zu treffen!


Blick über den Tellerrand: Auslandserfahrungen in der Schweiz

Einmal den Pflegealltag in einem anderen Land erleben – diesen Wunsch haben sich unsere Auszubildenden Lea Krauss und Paula Bentler (Kurs GPA 23 S2) erfüllt.

Im Rahmen unseres Austauschprogramms mit dem Berner Bildungszentrum Pflege verbrachten die beiden bereits im vergangenen Jahr einen zweiwöchigen Short-Term Auslandseinsatz in der Schweiz. Eine Zeit voller neuer Perspektiven, fachlichem Austausch und persönlicher Highlights.

Was sie dort erlebt haben und welche Eindrücke sie mit nach Hause genommen haben, berichten Lea und Paula hier:

Einblick in die Pflege, Bildung und Kultur der Schweiz

Im Rahmen des Short-Term Austausches, durch die Kooperation mit dem Berner Bildungszentrum Pflege, durften wir zwei Wochen in der Schweiz verbringen und vielseitige Einblicke in deren Pflegealltag, das Gesundheitssystem und die dortige Kultur gewinnen. 

An dem Programm nahmen Auszubildende und Studierende aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Schweden und der Niederlande teil. Dadurch entstand ein interkultureller Austausch, der über die Pflege hinaus viel Raum für Vergleiche, Diskussionen und gemeinsames Lernen bot.

Ablauf des Programms

Montags und freitags fanden Unterrichtseinheiten im Bildungszentrum statt, in denen wir uns mit pflegefachlichen Themen, Ausbildungsstrukturen und Unterschieden im Gesundheitssystem beschäftigten.

Dienstag bis Donnerstag konnten wir dann in zwei unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen im Rahmen von Beobachtungspraktika Einblicke sammeln. Folgende Bereiche standen hierbei zur Auswahl:

  • Psychiatriepflege
  • Pflege von Menschen mit Beeinträchtigungen
  • Spital
  • Kontrollierte Drogenabgabe 
  • Rehabilitation
  • Neuro-Reha
  • Ambulante Pflege
  • Langzeitpflege
  • Akutgeriatrie

Wir persönlich durften hier beide Einblicke in die Psychiatriepflege gewinnen, sowie einmal in die Langzeitpflege und einmal in die Kontrollierte Drogenabgabe bzw. Konsumräume. Die Psychiatrie- und Langzeitpflege ermöglichten dabei direkte Vergleiche zwischen den jeweiligen Arbeitsbereichen in Deutschland und der Schweiz, während die Kontrollierte Drogenabgabe Einblicke in einen ganz neuen und anderen Bereich lieferte.

Gastfreundschaft und kulturelle Erfahrungen

Untergebracht waren wir in Gastfamilien und uns wurden zusätzlich noch Student-Buddies zur Seite gestellt – Studierende des Bildungszentrums, die selbst noch einen Auslandseinsatz vor sich hatten. Dadurch wurden wir nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern hatten auch Ansprechpersonen vor Ort, welche uns Bern gezeigt und die Schweizer Kultur nähergebracht haben (inklusive leckerem Käsefondue). Dies bot weiteren Raum zum Fachsimpeln und die Insider-Tipps für Freizeitaktivitäten machten unseren Aufenthalt rundum gelungen.

Fazit und Weiterempfehlung

Der Austausch war für uns fachlich und persönlich sehr bereichernd. Besonders wertvoll war die Kombination aus Unterricht und praktischen Einblicken, der internationale Austausch und die kulturellen Erfahrungen, welche wir in den zwei Wochen sammeln konnten, als Ergänzung zu unserer Ausbildung hier in Mainz. Dadurch konnten wir unseren Blick auf die Pflege erweitern, neue Arbeitsweisen kennenlernen, viele Ideen und vor allem schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Eine Teilnahme an dem Short-Term-Austausch können wir darum nur weiterempfehlen und sind dankbar, dass wir diese Möglichkeit hatten.