Handlungsempfehlungen zur Hitzeschutzplanung an Schulen

Angesichts häufiger und länger anhaltender Hitzeperioden rücken Fragen zu den Auswirkungen hoher Temperaturen auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden auch im schulischen Umfeld stärker in den Fokus. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte können während Hitzeperioden in vielfältiger Weise betroffen sein, da hohe Temperaturen unter anderem Konzentrationsfähigkeit und körperliche Belastbarkeit beeinträchtigen und die Durchführung des Unterrichts erschweren können. Auch Schülerinnen und Schüler können durch Hitze in ihrer Aufmerksamkeit, ihrem Lernvermögen und ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. In besonderem Maße kann dies Personen betreffen, die aufgrund gesundheitlicher Voraussetzungen oder individueller Risikofaktoren eine erhöhte Hitzeempfindlichkeit aufweisen. Schulen können durch eine vorausschauende Planung dazu beitragen, die Auswirkungen von Hitze auf Lehrkräfte und die gesamte Schulgemeinschaft zu reduzieren. Hierfür empfiehlt sich die Entwicklung eines an die jeweiligen räumlichen, technischen und organisatorischen Gegebenheiten angepassten Hitzeschutzkonzeptes. Dabei sollten sich Schulleitungen und Schulträger eng abstimmen, um Maßnahmen bedarfsgerecht zu planen und wirksam umzusetzen.

Im Hitzeschutzkonzept sollten Zuständigkeiten, Kommunikationswege sowie konkrete Maßnahmen für unterschiedliche Hitzebelastungen festgelegt werden, um Lehrkräfte sowie die gesamte Schulgemeinschaft bei der Bewältigung hitzebedingter Herausforderungen im Schulalltag zu unterstützen.

Von besonderer Bedeutung ist eine frühzeitige und transparente Kommunikation. Lehrkräfte sollten rechtzeitig über Hitzeschutzmaßnahmen, Handlungsempfehlungen und mögliche organisatorische Anpassungen informiert werden, damit sie ihren Unterricht entsprechend planen und auf Belastungssituationen reagieren können. Auch Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte sowie weitere schulische Bedienstete sollten über relevante Maßnahmen informiert werden. Klar definierte Kommunikationswege erleichtern es, auf Hitzewarnungen schnell, abgestimmt und wirksam zu reagieren.

Umfangreiche Informationen, Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele zum Hitzeschutz für Schulen und Lehrkräfte stellen der Bildungsserver Rheinland-Pfalz, die Unfallkasse Rheinland-Pfalz sowie das Institut für Lehrergesundheit auf ihren Internetseiten zur Verfügung.

Über die nachfolgenden Links finden Sie weiterführende Hinweise sowie Materialien zur Entwicklung und Umsetzung geeigneter Hitzeschutzmaßnahmen.

1.    Bildungsserver RLP - Klima und Gesundheit
-    Hitzeaktionsplan RLP
-    Empfehlungen zur Erstellung eines standortbezogenen Hitzeschutzplans für Schulen
-    Musterhitzeschutzplan für Schulen 
-    Online-Veranstaltungsreihe: Hitzeschutz an Schulen

2.    Unfallkasse RLP - Sonne und Sonnenschutz
-    „Clever in Sonne und Schatten“ für Grundschulen, Ganztags- und Horteinrichtungen

3.    Institut für Lehrergesundheit - Cockpit IfL
-    Allgemeine Gefährdungsbeurteilung, u. a. zum Thema Hitzeschutz