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Große Ehre für die Mainzer Herzmedizin: Ein Team des Zentrums für Kardiologie und der Herz- und Gefäßchirurgie führt an zwei Tagen drei Eingriffe in einem Hybrid-OP der Universitätsmedizin Mainz durch, die allesamt live nach Paris übertragen werden – zum EuroPCR 2024, dem mit 12.000 Besucher:innen weltweit größten Kongress für interventionelle Kardiologie. Gezeigt werden drei höchst komplexe, innovative Eingriffe an drei verschiedenen Herzklappen – für die die Universitätsmedizin Mainz in besonderem Maße steht. Davon zeugen gleich zwei Weltpremieren in Mainz: die erstmalige Implantation einer neuartigen künstlichen Trikuspidalklappe Ende 2023 und einer neuartigen künstlichen Mitralklappe im April 2025. Beide Eingriffe erfolgen in Schlüsselloch-Technologie durch einen Katheter-gestützten Zugang über die Vene. Solche minimal-invasiven Verfahren, die für Patient:innen besonders schonend sind, sind ein weiteres Steckenpferd der Mainzer Herzmedizin. Beide Beispiele markieren den Punkt, an dem aus einer Innovation Wirklichkeit wird.
Blick in den großen Saal es EuroPCR in Paris. Nach der Übertragung des Eingriffs analysieren Expert:innen den Fall unter Einbeziehung des Publikums. Bei diesen „Live Cases“ geht es vor allem darum zu lernen, wie man solche Eingriffe sicher durchführt.
Ein wichtiger Schwerpunkt in Mainz ist die Therapie erkrankter Herzklappen – im Bild eine neuartige künstliche Trikuspidalklappe. Besonders wichtig dabei ist die Zusammenarbeit von Kardiolog:innen und Herzchirurg:innen in einem „Heart Team“ – wie sie in Mainz gelebt und nun mit dem im Juli 2025 gegründeten Department für Herz-, Lungen- und Gefäßmedizin institutionalisiert wird. Die Bildung von Departments ist eines der zentralen Projekte des Zukunftsprogramms UM.Neustart. So rückt das #TeamUM noch enger zusammen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wird gestärkt.
Herzchirurg Univ.-Prof. Dr. Hendrik Treede, Kardiologe Univ.-Prof. Dr. Philipp Lurz
Im September 2025 wird an der Universitätsmedizin Mainz ein moderner Hybrid-OP der neuesten Generation in Betrieb genommen – Kardiolog:innen, Gefäßchirurg:innen, Radiolog:innen und Neuroradiolog:innen nutzen diesen gemeinsam. Ob Herz, Hirn oder Gefäß – der neue Hybrid-OP ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Universitätsmedizin Mainz und bietet die Chance, minimal-invasive Gefäß- und Herztherapien international zu prägen.
Herzchirurg Univ.-Prof. Dr. Hendrik Treede, Radiologe Univ.-Prof. Dr. Tobias Bäuerle, Neuroradiologe Univ.-Prof. Dr. Marc Brockmann, Kardiologe Univ.-Prof. Dr. Philipp Lurz