Neu AUFGESTELLT
Im April 2025 eröffnet die Universitätsmedizin Mainz eine neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) – und bezieht nach nur drei Monaten Bauzeit die nach neuesten Standards modernisierten Räume. Ein interdisziplinäres Team behandelt dort chirurgische, internistische und neurologische Patient:innen. Die ZNA ist damit nicht nur eines der Erfolgsprojekte im Rahmen des Zukunftsprogramms UM.Neustart, sondern auch die zentrale Anlaufstelle für den größten Teil aller Notfallpatient:innen an der Universitätsmedizin Mainz. Im Juli 2025 attestiert der Gemeinsame Bundesausschuss der Universitätsmedizin Mainz nach eigehender Prüfung, dass sie in jeglicher Hinsicht eine umfassende Notfallversorgung für Erwachsene und Kinder gewährleistet – und damit sämtliche Kriterien für die höchste der drei möglichen Stufen erfüllt. Die ZNA arbeitet eng mit der benachbarten „Allgemeinmedizinischen hausärztlichen Hochschulambulanz (AHA)“ zusammen, die zum 1. März 2025 ihren Betrieb aufnimmt. Hier können etwa Patient:innen aus der ZNA, die zwar behandlungsbedürftig, aber kein Notfall sind, versorgt werden. Ziel der AHA ist es, Forschung und Lehre in dieser Disziplin weiterzuentwickeln und damit langfristig die flächendeckende Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz zu fördern.
Schon jetzt werden mehr als 40.000 Notfälle pro Jahr an der Universitätsmedizin Mainz behandelt. Perspektivisch werden es sogar noch mehr werden, da sind sich alle Beteiligten einig. „Im Auge das Sturms“ ist daher Teamwork das A und O und so ist in der neuen ZNA die Notfallversorgung 24/7 interdisziplinär für nahezu alle Fachdisziplinen gewährleistet – mit einem Stammteam, das die Patient:innen generalistisch anschaut und bei Bedarf schnell Spezialist:innen wie Neurochirurg:innen oder Unfallchirurg:innen hinzuziehen kann. Eine neue Notfallmanagement-Software – sozusagen eine digitale Notaufnahme – unterstützt alle Prozesse von der Aufnahme über die Ersteinschätzung und Behandlung bis zur Entlassung. So sehen Ärzt:innen und Pflegende beispielsweise auf einen Blick, wer in welchem Raum behandelt wird und welche Diagnose vorliegt.
Dr. André Michel, Leiter Geschäftsbereich Medizin; Kathrin Zednik, Vorstand Pflege- und Gesundheitsfachberufe; Dr. Joachim Riße, Leiter Zentrale Notaufnahme; Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand; Dr. Waltraud Kreutz-Gers, Kaufmännischer Vorstand; Dr. Carsten Lott, Ärztlicher Leiter Rettungsdienstbereich Mainz; Minister Clemens Hoch, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Passend zur Eröffnung der neuen Zentralen Notaufnahme im April 2025 landet bereits Ende 2024 ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk in Mainz. Ein neuer ADAC Rettungshubschrauber vom Typ H145 mit fünf statt bisher vier Rotorblättern hebt seit dem 20. Dezember 2024 vom Dach des Gebäudes 708 ab, um Menschen in medizinischen Notsituationen zu versorgen. Als „Dual-Use“-Hubschrauber ist „Christoph 77“ ein schneller Notarztzubringer für Primäreinsätze und gleichzeitig Transporthubschrauber für Verlegungsflüge zwischen Kliniken. Eine höhere Rotorfrequenz und das neue Fünfblattsystem sorgen für eine deutlich ruhigere Lage in der Luft. Die reduzierten Vibrationen schützen schwerstverletzte und intensivpflichtige Patient:innen. „Christoph 77“ wurde am 1. Juli 1997 in den Dienst gestellt.