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NEU AUFGESTELLT

In Deutschland erkranken jährlich fast eine halbe Millionen Menschen neu an Krebs. Neue Diagnose- und Behandlungsverfahren entwickeln sich rasant: Maßgeschneiderte und individualisierte Therapien, schonende OP-Verfahren mittels robotischer Chirurgie und Künstliche Intelligenz (KI) in der Diagnosefindung sind heute die Speerspitze innovativer Spitzenmedizin. Die Universitätsmedizin Mainz kann in all diesen Bereichen große Erfolge verzeichnen: Im Jahr 2024 zeichnet die Deutsche Krebshilfe das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz) erneut als Onkologisches Spitzenzentrum aus, die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert das Zentrum für Personalisierte Onkologie (ZPO). Mehrere mit KI ausgestattete Hochleistungsscanner verbessern mittlerweile die pathologische Tumor-Diagnostik, mit dem da Vinci Single-Port-System nehmen wir 2024 das modernste Roboterchirurgie-System für minimal-invasive Operationen erstmals an einer Uniklinik deutschlandweit in Betrieb und im September 2025 geht ein neuer Linearbeschleuniger der neuesten Generation an den Start.

Jeder Tumor ist anders – deshalb wirken Therapien bei Krebspatient:innen oft unterschiedlich gut. Maßgeschneiderte Behandlungen tragen dieser Tatsache Rechnung. Sie basieren auf einem detaillierten Verständnis des spezifischen genetischen Bauplans eines jeden Tumors. Mit diesem Bauplan als „Schablone“ können die Behandlungsteams individuell die jeweils wirksamste Therapie auswählen. Das ist insbesondere von Vorteil, wenn Standardtherapien nicht mehr greifen oder bei seltenen Krebserkrankungen noch nicht vorhanden sind. Das 2024 erneut ausgezeichnete UCT Mainz zählt bereits seit 2016 zu den aktuell 14 Onkologischen Spitzenzentren. Dass das neu gegründete ZPO als erstes Zentrum für Personalisierte Onkologie in Rheinland-Pfalz erfolgreich zertifiziert wird, ist eine große Auszeichnung.

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie bekommt im April 2024 als deutschlandweit erste Uniklinik ein da Vinci Single-Port (SP)-System. Mit diesem roboter-assistierten Operationssystem ist es möglich, das Behandlungsspektrum für minimal-invasive Operationen zu erweitern: Auch Patient:innen mit Erkrankungen beispielsweise des Magens, der Speiseröhre, der Leber oder des Pankreas können nun von dieser schonenden OP-Methode profitieren. Parallel dazu stärkt die Universitätsmedizin Mainz ihre Position als Zentrum für robotische Chirurgie durch die Einrichtung einer speziell hierauf ausgerichteten W2-Professur. Diese wird mit Univ.-Prof. Dr. Peter Grimminger, einem ausgewiesenen Experten für viszeralchirurgische Roboterchirurgie, besetzt.

Seit Sommer 2025 verfügt die Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie über zwei Linearbeschleuniger der neuesten Generation. Linearbeschleuniger erzeugen hochenergetische Strahlen, die im Rahmen einer onkologischen Strahlentherapie auf Tumore gelenkt werden, um Krebszellen gezielt zu zerstören und dabei umliegendes gesundes Gewebe möglichst zu schonen. Die neuen Linearbeschleuniger ermöglichen eine höhere Präzision und kürzere Bestrahlungszeiten – und damit verbesserte Heilungschancen und weniger Nebenwirkungen.

Kathleen Kreutzer, Vorstand Bau und Infrastruktur; Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand; Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan; Minister Clemens Hoch, Vorsitzender des Aufsichtsrates; Kathrin Zednik, Vorstand Pflege- und Gesundheitsfachberufe; Univ.-Prof. Dr. Heinz Schmidberger, Direktor der Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie