NEU STRUKTURIERT
> Institut für Anatomie
In unserer anatomischen Forschung verfolgen wir translationale Fragestellungen mit besonderem Fokus auf dem Gehirn. Wir möchten vor allem die Entwicklung des Gehirns und damit verbundene Erkrankungen besser verstehen. In diesem Kontext arbeiten wir mit vielen klinischen Partnern in einem interdisziplinären Ansatz zusammen. Darüber hinaus lehren wir das Fach Anatomie in seiner gesamten Breite und sind für die Grundausbildung aller Studierenden der Human- und Zahnmedizin am Standort Mainz entscheidend verantwortlich. “
Erkrankungen des Gehirns
verstehen und behandeln
Unsere translationale anatomische Forschung befindet sich an der Schnittstelle zwischen Grundlagenwissenschaft und klinischer Anwendung. Hierbei kommt ein breites Methodenspektrum zum Einsatz, von der Analyse molekularer Zielstrukturen bis hin zur Charakterisierung komplexer Verhaltensmuster. Eine große Herausforderung der Zukunft wird es sein, die von uns identifizierten Mechanismen aus Zellen und Geweben in Diagnostik und Therapie für Patient:innen zu übersetzen.
In der anatomischen Lehre wird es zukünftig entscheidend sein, Tradition zu bewahren und gleichzeitig Innovation voranzutreiben. Hierzu sind wir auch bereits sehr erfolgreich in interdisziplinären Netzwerken aktiv, um unseren Studierenden praxisbezogenes Grundlagenwissen in einer attraktiven Lernumgebung zukunftweisend zu vermitteln.
> Institut für Physiologie
Im Institut für Physiologie bieten wir den Mainzer Studierenden für Human- und Zahnmedizin im Fach Physiologie eine moderne, exzellente Ausbildung an. Zusätzlich arbeitet unser Team von Wissenschaftler:innen an Drittmittel-geförderten und hochaktuellen Forschungsprojekten aus dem Bereich der Hirnforschung.“
Rehabilitation nach
Hirnverletzungen verbessern
Unsere Lehrveranstaltungen für vorklinische Studierende im Fach Physiologie unterstützen signifikant eine zukünftige gute medizinischen Versorgung in Rheinland-Pfalz.
Unsere Forschungsergebnisse zu den Themen „Programmierter Zelltod in der Entwicklung des Cortex“, „Funktionelle Erholung nach traumatischer Hirnläsion“ sowie „Physiologie und Plastizität neuronaler Schaltkreise im auditorischen System“ fördern die Entwicklung neuer Therapieverfahren zur Behandlung von Störungen der Gehirnentwicklung, zur Rehabilitation nach Hirnverletzungen sowie zur Entwicklung neuer Cochlea-Implantate.
> Institut für Pathophysiologie
Unsere Forschung hat das Ziel, die Physiologie neuronaler Kommunikation und kognitiver Prozesse besser zu verstehen sowie pathophysiologische Mechanismen bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems (ZNS) zu beschreiben.“
Wie entstehen Morbus Parkinson,
Morbus Huntington und Epilepsien?
Die Komplexität des Gehirns bedingt, dass in der Neurowissenschaft eine Vielzahl von Methoden angewandt werden müssen. In Zukunft wollen wir verstärkt Elektrophysiologie, in vivo Messungen von Neuronenaktivitäten, Verhaltensanalysen, neuroanatomische und molekularbiologische Methoden kombinieren, um etwa die Rolle ionotroper Rezeptoren bei der Verarbeitung sensorischer Informationen im Thalamus, Kortex und Riechhirn zu untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse pathophysiologischer Mechanismen, die Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Morbus Huntington und Epilepsien zu Grunde liegen.
> Institut für Physiologische Chemie
Das Verständnis darüber, welche Mechanismen die Resilienz gegenüber körperlichen und mentalen Herausforderungen fördern und die Gesundheit bewahren können, wird an Tier- und zellulären Modellsystemen untersucht. Damit leisten wir einen Beitrag zur Präventivmedizin.“
Mechanismen der
Resilienz entschlüsseln
Der Bedeutung der gegenseitigen Interaktion des Nervensystems mit peripheren Prozessen soll in der Zukunft verstärkt untersucht werden, wie auch komplexe Zell-Zell-Kommunikationsprozesse. Hierzu müssen Experimente in der lebenden Maus durchgeführt werden. Anwendung werden auch zelluläre Systeme finden, wie primäre Zellkulturen aus Geweben der Maus bzw. aus humanen Stammzellen differenzierte Zellverbände (z.B. Organoide). Der Einschluss von sensitiven und hochauflösenden Methoden soll den Detailreichtum von Resilienzmechanismen aufschlüsseln.
> Institut für Pathobiochemie
Wir entschlüsseln Krankheitsmechanismen auf molekularer Ebene – für neue Therapien und wirksame Prävention. Unser Ziel: Medizinstudierende für biomedizinische Forschung zu begeistern und ihnen das nötige Wissen mitzugeben, um die Medizin der Zukunft aktiv mitzugestalten.“
Molekulare Grundlagen
von Alterung und
Alzheimer verstehen
Das Institut für Pathobiochemie fokussiert sich auf die Erforschung der molekularen Grundlagen von Alterung, zellulärem Stress, Autophagie und altersassoziierten neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer. Künftige Schwerpunkte sind der Ausbau intrauniversitärer und internationaler Kooperationen, die gezielte Ausschöpfung wissenschaftlicher Synergien sowie eine nachhaltige, gemeinsame Ressourcennutzung – etwa im Rahmen des SFB 1177, des ReALity Innovation Funds der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) oder Verbundprojekten wie AUTOFUS im „Joint Programme – Neurodegenerative Disease Research“ oder dem „Snow Vision Accelerator“ – Netzwerk.