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NEU STRUKTURIERT

> Institut für Humangenetik

Wir bieten genetische Beratungen und Untersuchungen für sämtliche genetischen Fragestellungen an. Wir sind das Herz des Zentrums für Seltene Erkrankungen und nutzen und entwickeln Technologien, um krankheitsverursachende Defekte im Genom zu erkennen. Unsere Analysen sind die Grundlage für Diagnosestellung und Therapieentscheidungen.“

Univ.-Prof. Dr. Susann Schweiger
Direktorin des Instituts für Humangenetik

Abweichungen in der
Gehirn-Entwicklung
früh erkennen

Während der Entwicklung des Gehirns führen krankheitsverursachende Gendefekte früh zu zellulären Abweichungen, die zunächst durch Ausgleichmechanismen kompensiert werden. Erst die fortschreitende Akkumulation dieser Abweichungen verursacht sichtbare Symptome. Individuelle Faktoren, wie z.B. das Geschlecht, beeinflussen diese Entwicklung und führen zu hoher klinischer Variabilität. Unsere Arbeiten zielen darauf ab, erste Abweichungen und beeinflussende Faktoren zu identifizieren und gezielt zu behandeln. So könnte die Krankheitsentstehung früh gestoppt oder abgeschwächt werden.

> Institut für Kinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Wir befassen uns klinisch mit der Weiterentwicklung innovativer Labordiagnostik als wichtigem Baustein der Versorgung ambulanter und stationärer Patient:innen der Universitätsmedizin Mainz. Unser wissenschaftliches Interesse gilt der Entstehung und Früherkennung von Gefäßerkrankungen und dabei insbesondere der Interaktion von Immunität und Blutgerinnung.“

Univ.-Prof. Dr. Karl J. Lackner
Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (bis 31.12.2025)

Wie entsteht die
Autoimmunerkrankung APS?

Ein Forschungsschwerpunkt ist die Pathogenese thromboembolischer Erkrankungen, insbesondere des Antiphospholipid-Syndroms (APS). Mit der Aufklärung eines pathogenetisch relevanten Signalwegs haben wir das Verständnis des APS neu definiert. Wie diese Autoimmunerkrankung entsteht, wird zentrales Thema der nächsten Jahre sein. Des Weiteren untersuchen wir die Pathogenese der Atherosklerose und geeignete Biomarker zur Risikostratifizierung mit einer Kombination aus experimentellen und epidemiologischen Ansätzen. Mit unseren Projekten sind wir in das Zentrum für Translationale Vaskuläre Biologie (CTVB) integriert.

> Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

2024 und 2025 waren exzellente Forschungsjahre voll internationaler Kooperationen und Anerkennungen. Ebenso erfreulich sind die Beförderungen von Dr. Moritz Brandstetter und Dr. Martin Dennebaum zu Oberärzten und die Erweiterung der Lehre durch PD Dr. Shneh Sethi. Für die erfolgreiche Zukunft des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene (IMMH) bauen wir gemeinsam ein starkes Netzwerk aus Forschung, Lehre und Diagnostik.“

Univ.-Prof. Dr. Tim Sparwasser
Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

Wissenschaft, Ausbildung
und Patientenversorgung
nachhaltig verbinden

Mit dem bevorstehenden Umzug in den Neubau der klinisch-theoretischen Institute (KTI) bündeln wir Forschung, Klinik und Lehre des IMMH. Moderne Praktikumsräume fördern die Lehrqualität. Zugleich wollen wir mit einer weiteren Professur zukunftsweisende Forschung anstoßen und die Lehre weiter unterstützen. Durch Konsortien mit Partnern in Südamerika und China stärken wir unsere wissenschaftliche Exzellenz. Gleichzeitig gewährleisten wir, dass unsere klinische Diagnostik auch künftig höchsten Standards entspricht. So entsteht ein Institut, das Wissenschaft, Ausbildung und Patientenversorgung nachhaltig verbindet – für eine gesündere Zukunft.

> Institut für Neuropathologie

Unser Ziel ist das Verständis der morphomolekularen Veränderungen bei Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur, um hieraus abgeleitet mittels modernster Diagnostik die beste Therapie für unsere Patient:innen möglich zu machen.“

Univ.-Prof. Dr. Clemens Sommer
Direktor des Instituts für Neuropathologie

Neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie neurologischer Erkrankungen gewinnen

In der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung wurden in den letzten Jahrzehnten mittels experimenteller Tiermodelle wichtige Erkenntnisse zur Pathophysiologie neurologischer Erkrankungen gewonnen. Die Translation in erfolgreiche Therapien ist jedoch limitiert. Von zentraler Bedeutung ist daher die Überprüfung dieser Ergebnisse an humanem Gewebe. Zum Beispiel untersuchen wir in einer Kooperation mit Prof. Jens Minnerup (Klinik für Neurologie, UKSH Campus Lübeck) die zelluläre Immunantwort nach einem Schlaganfall an Gehirnen Verstorbener, um die tierexperimentellen Daten einem Realitätstest zu unterziehen.

> Institut für Pathologie

Die Pathologie ist der Kompass der personalisierten Medizin. In der Forschung steht das menschliche Gewebe im Mittelpunkt.“

Univ.-Prof. Dr. Wilfried Roth
Direktor des Instituts für Pathologie

Im Fokus:
molekulare Diagnostik und
digitale Pathologie

Zwei zentrale Entwicklungsfelder der Pathologie sind die molekulare Diagnostik und die digitale Pathologie. In der Molekularpathologie geht es um die umfassende genetische Analyse von bösartigen Tumoren mit dem Ziel, molekulare Angriffspunkte für die Therapie zu identifizieren. Mittels digitaler Technologie und Künstlicher Intelligenz werden histopathologische Bilder analysiert und eine Vielzahl von klinisch relevanten Informationen erhoben, die der personalisierten Behandlung von Patient:innen dienen.

> Institut für Virologie

Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie Viren mit ihrem Wirt interagieren. Welche Mechanismen hat der Wirt, die Viren abzuwehren und wie umgehen die Erreger diese Abwehr? Das Verständnis dieser Vorgänge ist die Grundlage für die Entwicklung antiviraler Strategien.“

Univ.-Prof. Dr. Bodo Plachter
komm. Direktor des Instituts für Virologie

Grundlagen schaffen,
um künftiger Pandemien
besser zu bewältigen

Die Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, welche Bedeutung Virusinfektionen für den Einzelnen und die Gesellschaft haben. Begriffe wie „Preparedness“ und „Resilienz“ haben im Nachgang der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Die Virologie ist im Besonderen gefordert die Grundlagen für eine bessere Bewältigung zukünftiger Pandemien zu erarbeiten. Hierzu bauen wir die Nukleotidsequenzierung und Bioinformatik aus und etablieren „Big-Data“ Datenbanken. Aber auch der Einsatz von KI wird die virologische Forschung voranbringen und dazu beitragen, zukünftige Ausbruchsgeschehen besser zu bewältigen.