50 Jahre Notarztsystem an der Universitätsmedizin Mainz

Einem visionären Anfang folgte die konsequente Weiterentwicklung des Notarztsystems in der Universitätsmedizin Mainz

Im Dezember 1964 nahm das damalige Institut für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz erstmalig einen Notarztwagen in Betrieb. Das Besondere daran: Im Gegensatz zur hauptsächlichen Ausrichtung auf chirurgische Notfälle, wie an anderen Standorten, war der Mainzer Notarztwagen von Beginn an mit Anästhesisten besetzt, um dem interdisziplinären Charakter der Notfälle gerecht zu werden. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Notfallmedizin weiter professionalisiert und dem gesteigerten Bedarf angepasst. Infolgedessen etablierte die Universitätsmedizin Mainz zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, einen Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber, einen Intensivtransportwagen sowie das innerklinische Notfallteam und die Leitende Notarztgruppe. Bei der Feierstunde anlässlich „50 Jahre Mainzer Notarztsystem“ war der Blick einerseits auf den visionären Anfang als auch die erfolgreiche Weiterentwicklung des Notarztsystems in der Universitätsmedizin Mainz gerichtet. Das Gefährt der allerersten Stunde war im Vergleich zu den heutigen Notarztwagen im Hinblick auf seine Ausmaße deutlich größer. Zu jener Zeit war die medizinische Ausstattung im Wageninnern allerdings auch noch nicht speziell auf Notarztwagen zugeschnitten, und es gab noch keine einheitlichen Standards für Notarztwagen. Heute ist deren Mindestausstattung europaweit geregelt, was das Zusammenwirken der Einsatzkräfte enorm erleichtert. „Vor 50 Jahren wurde Beachtliches geleistet und der Grundstein für das heute etablierte Notarztsystem an der Universitätsmedizin Mainz gelegt. War die Notfallmedizin in zahlreichen deutschen Städten anfangs sehr chirurgisch geprägt, so gilt dies nicht für Mainz: Der Inhaber des ersten Lehrstuhls für Anästhesie an der Universitätsmedizin Mainz, Rudolf Frey, besetzte das Fahrzeug mit Anästhesisten und trug damit der interdisziplinären Vielfalt der Einsätze Rechnung“, so der Direktor der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Christian Werner. Damit habe Professor Frey visionäres Gespür bewiesen. Denn seit nunmehr vielen Jahren sind Anästhesiologie und Notfallmedizin untrennbar miteinander verbunden. Im Verlaufe der Jahre nahm die Notfallmedizin in Mainz immer wieder Sonderstellungen ein, wie beispielweise bei der Etablierung der ersten Leitenden Notarztgruppe in Rheinland-Pfalz im Jahr 1990, der Stationierung des ersten Dual-Use-Hubschraubers 1997 und 2013 dem Modellprojekt des 24-Stunden-Intensivtransportwagens. Neben der Ausbildung neuer Notärzte und leitenden Notärzte sind Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz in landes- und bundesweiten Gremien des Bevölkerungsschutzes etabliert. Aufgrund des vielschichtigen Engagements der Klink für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz im Bereich der Notfallmedizin erfolgte 2006 die Ernennung zu einem von fünf notfallmedizinischen Zentren in Rheinland-Pfalz. In 2013 folgte die landesweit bislang einmalige Auszeichnung als „Kompetenzzentrum für medizinischen Bevölkerungsschutz“. Kontakt Dr. Boris Mansion
Oberarzt Bereich Notfallmedizin der Klinik für Anästhesiologie und
Sprecher der Leitenden Notarztgruppe Mainz/Mainz-Bingen
Telefon +49 (0) 6131 17-7171
Telefax +49 (0) 6131 17-3444
E-Mail: boris.mansion@unimedizin-mainz.de Pressekontakt Oliver Kreft, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131  17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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