Frauen in Führungspositionen bringen

Edith-Heischkel-Mentoring-Programm mit Fokus auf Frauenförderung geht in die nächste Runde

Nachwuchswissenschaftlerinnen von heute sollen die Führungskräfte von Morgen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Universitätsmedizin Mainz auf das Edith-Heischkel-Mentoring-Programm, das am heutigen Tag bereits zum fünften Mal startet. Dabei steht im so genannten Eins-zu-Eins-Mentoring ein erfahrener Wissenschaftler beziehungsweise Wissenschaftlerin als Mentor einer jungen Nachwuchswissenschaftlerin (Mentee) für die Dauer eines Jahres mit Rat und Tat zur Seite. Die Mentees sollen vom immensen Erfahrungsschatz des Mentors profitieren und Impulse für die eigene Karriereplanung bekommen. Der Nutzen für die 18 Teilnehmerinnen des vom Europäischen Sozialfonds mitfinanzierten Edith-Heischkel-Mentoring-Programms 2012 liegt auf der Hand: Das eigene Qualifikationsprofil schärfen, Anforderungen in einer Führungsposition trainieren, Netzwerke knüpfen und lernen, sich mit aktuellen Fragen einer Wissenschaftskarriere auseinanderzusetzen. „Im Eins-zu-Eins-Mentoring haben die Mentees die Chance, die Erfahrungen des Mentors in positiver Weise für den eigenen Karriereweg zu nutzen. So sind die Mentoren beispielsweise vertraut mit den Abläufen bei der Habilitation und der Einwerbung von Drittmitteln.  Auch erkennen Mentoren wiederkehrende Strategien und typische Karrierewege“, so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban. Ergänzt wird das Eins-zu-Eins-Mentoring von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Dazu zählen Workshops und Seminare zur Förderung der sozialen Kompetenz, der so genannten Soft-Skills, und von Kommunikations- und Führungsqualifikationen. Auch werden Treffen der Mentees organisiert, die die Netzwerkbildung der Nachwuchswissenschaftlerinnen fördern sollen. Der Nutzen des Mentoring-Programms für die Universitätsmedizin liegt nach Überzeugung von Prof. Urban ebenfalls auf der Hand: „Unser Ziel ist es, den Anteil der Frauen in der Professorenschaft deutlich zu erhöhen. Das Edith-Heischkel-Mentoring-Programm mit dem Fokus auf der Schärfung des eigenen Qualifikationsprofils schafft dafür ideale Voraussetzungen.“ Tatsächlich kann die Universitätsmedizin, was den Frauenanteil in der Professorenschaft angeht eine positive Entwicklung aufzeigen: Lag der Anteil der Frauen, die eine Professur innehaben 2008 noch bei 7 Prozent, so waren es 2011 bereits 14 Prozent – eine Verdoppelung also. Nach Meinung der Projektkoordinatorin des Edith-Heischkel-Mentoring-Programms, Xenia Kudinow, bietet das Programm neben dem Eins-zu-Eins-Mentoring noch einen ganz anderen entscheidenden Vorteil: „Die Teilnehmerinnen haben die Möglichkeit der Netzwerkbildung und damit den interdisziplinären Austausch voranzutreiben. Auch geht damit einher, dass sie neue berufliche Impulse bekommen und ihre eigene Perspektive erweitern.“ Dass nicht nur eine Mentee, sondern auch ein Mentor von dem Eins-zu-Eins-Mentoring profitieren kann, davon konnte sich Univ.-Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz, Oberärztin in der Hautklinik der Universitätsmedizin, in ihrer Rolle als Mentorin im Jahr 2011/2012 überzeugen: „Das Verhältnis zu meiner Mentee war geprägt von einem Austausch auf Augenhöhe, der mir zudem Ohren und Augen für die Probleme der jetzigen Nachwuchsgeneration geöffnet hat. Gerade letzterer Aspekt ist mir wichtig, um den eigenen Führungsanspruch konsequent zu hinterfragen.“ Worauf es Prof. von Stebut-Borschitz in der Eins-zu-Eins-Mentoring-Situation ankam, bringt sie auf den Punkt: „Hürden oder offensichtliche Barrieren nicht akzeptieren, die Quotenregelung nur bedingt akzeptieren, und stattdessen wirklich kompetitiv und exzellent sein.“ Als gewinnbringend bewertet auch Dr. Tanja Schlereth – Mentee von Prof. von Stebut-Borschitz – das Eins-zu-Eins-Mentoring: „Man bekommt durch das Mentoring noch einmal eine andere Sichtweise und konkrete Tipps, wie man die eigene Karriere fördern kann.“ Das Programm ist nach Prof. Dr. Edith Heischkel-Artelt benannt, der ersten ordentlichen Professorin in der Medizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Namensgebung erfolgte mit freundlicher Unterstützung der Prof. Walter Artelt und Prof. Dr. Edith Heischkel-Artelt-Stiftung. Seit 2008 haben 69 Nachwuchswissenschaftlerinnen das Förderprogramm durchlaufen. Kontakt und Information
Oliver Kreft, Telefon 06131 17-9716, Fax 06131 17- 17-9967, E-Mail: kreft@um-mainz.de Pressekontakt
Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131  17-7428, Fax 06131  17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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