Gerhard Thews Preis an zwei Mainzer Neurowissenschaftler
Auszeichnung für erfolgreiche Grundlagenforschung
Den mit je 1000 Euro dotierten Gerhard Thews Preis 2011 vergibt die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an Dr. med. Christoph Zehendner (27) und Dr. rer. nat. Jenq-Wei Yang (35). Ausgezeichnet werden die beiden Nachwuchswissenschaftler für die jeweils beste medizinische und naturwissenschaftliche Doktorarbeit am Institut für Physiologie und Pathophysiologie.
Christoph Zehendner entwickelte während seiner Promotion ein verbessertes Modell der Blut-Hirnschranke. Damit lassen sich potentiell neuartige Einblicke in die Entstehung von Er-krankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose (MS) und Alzheimer gewinnen. „Dieses ver-besserte Modell könnte der Schlüssel für neue Therapieansätze sein, denn die Vorgänge im Gehirn können damit realitätsnäher als zuvor an einem Zellkulturmodell abgebildet werden. Je umfassender beispielsweise das Wissen darüber ist, was konkret bei einem MS-Schub im Gehirn passiert, umso zielgerichteter lassen sich daraus therapeutische Abwehrmaßnahmen ableiten“, ist der Direktor des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie, Univ.-Prof. Dr. Heiko Luhmann, überzeugt.
Jenq-Wei Yangs Forschungsansatz zum Verständnis der Funktionsweise neuronaler Netz-werke im Gehirn sind von großer klinischer Relevanz für die Beobachtung und Behandlung zu früh geborener Kinder. „Dank moderner Hochleistungsmedizin überleben immer mehr zu früh geborene Kinder. Hieraus ergibt sich eine medizinische Problemstellung: Wie entwickeln sich neuronale Netzwerke bei Frühgeborenen unter dem Einfluss der Trennung von der Mut-ter? Dr. Yangs Forschungsergebnisse bilden eine gute Ausgangsbasis für neue Behand-lungskonzepte“, so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.- Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban.
Der Gerhard Thews Preis ist nach dem langjährigen Leiter des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie, Univ.- Prof. Dr. Gerhard Thews, benannt. Er hat weit über die Grenzen von Mainz hinweg die Lehre und Forschung in der Physiologie entscheidend geprägt. Das Institut für Physiologie und Pathophysiologie vergibt jährlich in Gedenken an Prof. Thews den Preis für die beste medizinische und naturwissenschaftliche Doktorarbeit des Jahres am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz.
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Pressekontakt
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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