Große Forschung bei den Kleinen

Gemeinsame Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz wird am 21. November fortgesetzt

Wie spannend medizinische Forschung sein kann, zeigen am 21. November 2012 wieder die Universitätsmedizin Mainz und die Medizinische Gesellschaft Mainz in Kooperation mit der Mainzer Rhein-Zeitung. Thema des Abends ist „Große Forschung bei den Kleinen“. Nach einem einführenden Vortrag vom Moderator des Abends Univ.-Prof. Dr. Fred Zepp, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, referieren Univ.-Prof. Dr. Dirk Prawitt, Univ.-Prof. Dr. Jörg Faber und PD  Dr. Stephan Gehring, alle ebenfalls vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Auch bei der sechsten Auflage der gemeinsamen Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” können die Besucher Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben sowie aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Was dabei im Fokus ihrer Arbeit steht, stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Professor Dr. Prawitt wird zum Thema  „Von kleinen Kindern und großen Löwen – Epigenetik in der Pädiatrie“ sprechen. Die Entwicklung eines körperlichen Merkmals wird durch das Zusammenspiel von Genen, ihren Produkten und der Umwelt bestimmt. Epigenetische Veränderungen sind erbliche Zelleigenschaften, die durch die Umwelt beeinflusst werden können und die die Funktion der Gene beeinflussen, ohne die Gene selbst in ihrer DNS-Sequenz zu verändern. Das embryonale und frühkindliche Wachstum ist eines der Merkmale, das wesentlich durch epigenetische Mechanismen beeinflusst wird und Defekte in den entsprechenden epigenetischen Markierungen können zu komplexen kindlichen Wachstumsdefekten führen. Die Untersuchung der Wirkweise solcher Epimutationen verbessert das Verständnis der Entstehung entsprechender komplexer Erkrankungen und liefert damit Ansatzpunkte für eine verbesserte Diagnostik und neue Therapieoptionen. Professor Dr. Faber wird neue Therapiestrategien bei Leukämien des Kindesalters darstellen. Durch intensive Forschung ist es gelungen, heute etwa 3 von 4 an Leukämie erkrankten dauerhaft zu heilen. Insbesondere die Untersuchung des humanen Genoms und Epigenoms in Krebszellen liefert einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Entstehung und Ausbreitung von Tumorzellen im menschlichen Organismus und zeigt Ansatzpunkte für neue und gezielte Therapieverfahren auf Privatdozent Dr. Stephan Gehring widmet sich dem Thema „Gelb ist nicht gleich gelb – Die Gallengangsatresie als „Modellerkrankung‘“. Bei fast ein Drittel aller Neugeborenen kommt es zur Gelbverfärbung. Dieser vergleichsweise „harmlose“ sogenannte Neugeborenenikterus muss von einem „echten“ Gallestau (Cholestase) des Neugeborenen differenziert werden. Eine der häufigsten Ursache dieses Symptoms ist die Gallengangsatresie. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung die etwa eines von 18.000 Neugeborenen betrifft und sich durch den irreversiblen Verschluss der extrahepatischen Gallenwege auszeichnet. Ursache und Therapie dieser Erkrankung blieben bisher trotz intensiver Forschung unklar; etwa 70 Prozent der betroffenen Kinder bedürfen einer Lebertransplantation. Durch verschiedene experimentelle Untersuchungen und die Möglichkeiten gezielt Medikamente in den Körper einzubringen („targeted drug delivery“) zeigen sich vielversprechende Möglichkeiten, die Ursache dieser rätselhaften Erkrankung und auch Therapiemöglichkeiten zu finden. Weitere Termine der 6. Runde:     23.01.2013              „Aus dem Gleichgewicht“     20.02.2013              „Erfolg in der Immuntherapie“
Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender!
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Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de Pressekontakt
Carina Heinrichs, Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin Mainz, Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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