Hoffmann-Klose-Stiftung unterstützt Forschungen an der Universitätsmedizin Mainz
34.000 Euro für ein Forschungsprojekt zur Verbesserung von Impfungen und Immuntherapien
Die Hoffmann-Klose-Stiftung unterstützt ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Immuntherapie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) mit 34.000 Euro. Eine symbolische Übergabe der Fördermittel fand in der vergangenen Woche im Beisein von Vertretern der Hoffmann-Klose-Stiftung, der Universität und der Universitätsmedizin in Mainz statt. „Wir danken der Hoffmann-Klose-Stiftung für die erneute Unterstützung zugunsten eines wichtigen Forschungsprojekts in der Medizin“, sagte der Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Götz Scholz, bei der Übergabe der Mittel. „Wir freuen uns sehr über dieses Engagement. Stiftungen sind für uns nicht nur ein Zeichen besonderer Wertschätzung, sondern eine wichtige Möglichkeit, besondere Forschungsvorhaben voranzutreiben.“
Bei dem Forschungsprojekt „Funktionalisierte Nanopartikel zur selektiven Stimulation von B-Zell-vermittelten Immunantworten“ handelt es sich um ein Vorhaben, um die Wirksamkeit von Impfungen und Immuntherapien zu verbessern. Impfungen gehören zu den erfolgreichsten Entwicklungen der Medizin. „Wie kaum ein anderes Behandlungsverfahren haben Impfungen und die dadurch ausgelöste Bildung von Abwehrfaktoren im Blut Krankheiten praktisch ausgelöscht oder ihre Gefährlichkeit wesentlich reduziert“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Stephan Grabbe von der Hautklinik der Universitätsmedizin. Während vorbeugende Impfungen gegen akut infektiöse Erreger äußerst wirkungsvoll sind, ist dagegen bei bereits vorhandenen chronischen Infektionen oder gar bei Tumorerkrankungen die Wirkung einer Impfung unzureichend. Eine Heilung der Krankheit ist in der Regel nicht möglich.
Das Forschungsvorhaben unter der Leitung von Prof. Grabbe zielt nun darauf ab, die Immunantwort im Vorfeld einer Infektion, aber auch bei bereits erfolgter Erkrankung zu verbessern. Zum einen sollten die B-Lymphozyten, die eine wichtige Rolle bei der Produktion von Abwehrfaktoren spielen, von den Impfstoffen besser erreicht und zum anderen auch ganz gezielt aktiviert werden. „Unsere Arbeitsgruppe untersucht seit einigen Jahren das immuntherapeutische Potenzial von funktionalisierten Nanopartikeln verschiedener Art. In eigenen Voruntersuchungen konnte gezeigt werden, dass sich bestimmte Eisenoxid-Nanopartikel sehr selektiv in den Arealen des Körpers anreichern, in denen B-Lymphozyten zu finden sind“, erklärt Grabbe. Daher sei es naheliegend, dass diese Nanopartikel hochgradig effiziente Trägersubstanzen für Impfstoffe sein könnten und möglicherweise eine wesentliche Weiterentwicklung für Impfungen aller Art darstellen.
Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn eine Option zur Verbesserung der Behandlung von chronischen Infektionen und Tumorerkrankungen bieten. Es ist vorgesehen, entsprechende Ergebnisse zu patentieren.
Die Hoffmann-Klose-Stiftung mit Sitz in Kronberg wurde 2005 errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin. Die Stiftung vergibt Forschungsaufträge und Stipendien, beteiligt sich u.a. an der Finanzierung von Forschungsvorhaben und der Bezuschussung von Sachaufwendungen.
Weitere Informationen:
Petra Giegerich
Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-22369
Fax +49 6131 39-24139
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www.uni-mainz.de
Prof. Dr. Stephan Grabbe
Projektleiter
Hautklinik der Universitätsmedizin
Johannes Gutenberg Universität Mainz (JGU)
55131 Mainz
Tel. +49 6131 17-2910
E-Mail: Stephan.grabbe@unimedizin-mainz.de
www.hautklinik-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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