Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz zertifiziert
Patienten profitieren von hohen Qualitätsstandards
Für die wirksame Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO 2008:9001 ist die Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz von der TÜV SÜD AG mit einem Zertifikat ausgezeichnet worden. Der Hornhautbank wird damit bestätigt, dass ihre internen Abläufe nach modernen Qualitätsmanagement-Richtlinien organisiert sind.
„Uns geht es in erster Linie um die Optimierung der Transplantatqualität und unserer Arbeitsabläufe zur Sicherheit und zum Wohle der Hornhautempfänger, aber auch um die Verbesserung der Zusammenarbeit mit unseren Partnerkliniken“, betont Dr. Melissa Faust, Koordinatorin der Hornhautbank. „Wir freuen uns sehr, dass die Qualität unserer Arbeit nun auch von unabhängiger Seite bestätigt wurde. Das bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen.“
„Wir sind stolz auf die Erteilung des Zertifikats“, sagt Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augenklinik und stellvertretender Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. „Da die Wartelisten bundesweit jedoch nach wie vor sehr lang sind, ist es ungemein wichtig, potentielle Spender und Angehörige über die Hornhautspende und -transplantation zu informieren und aufzuklären.“
Hintergrundinformation
Die Transplantation von Augenhornhäuten ist eine der häufigsten Verpflanzungen eines Gewebes beim Menschen. Zwischen 4.500 bis 6.000 Hornhäute werden jährlich in Deutschland transplantiert. Der tatsächliche Bedarf an Hornhautspenden ist deutlich höher: Schätzungsweise benötigen jährlich bis zu 10.000 Patienten in Deutschland eine Spenderhornhaut als Ersatz für ihre aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls beschädigte eigene Hornhaut.
Die Hornhaut- und Gewebebank des Landes Rheinland-Pfalz existiert seit 18 Jahren und befindet sich in der Augenklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Ihre Mitarbeiter widmen sich dem Ziel, sowohl den regionalen als auch Teile des nationalen Bedarfs an Spenderhornhäuten zu decken. Die Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz konnte die Zahl der Augenhornhautspenden in den letzten Jahren kontinuierlich steigern, zuletzt auf 613 Spenden im Jahr 2009 gegenüber 538 Spenden in 2008.
Kontakt
Dr. Melissa Faust
Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz
an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-6039, Fax 06131 17-473319
E-Mail: melissa.faust@unimedizin-mainz.de
Internet: www.hornhautbank-mainz.de
Pressekontakt
Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz, Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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