Karrierechancen von Frauen verbessern
Das Edith Heischkel-Mentoring-Programm der Universitätsmedizin Mainz startet zum 9. Mal
Individuelle Karriereplanung, Netzwerkausbau und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind die Kernthemen des Edith Heischkel-Mentoring-Programms (EHMP) der Universitätsmedizin Mainz. Ziel ist es, dass mit Hilfe des Programms durch spezielle Förderung und Unterstützung mehr hochqualifizierte Frauen im wissenschaftlichen und ärztlichen Bereich Führungsaufgaben übernehmen. Heute startet das Frauenförderprogramm in die neunte Runde: In einer Eins-zu-Eins-Betreuung begleiten 15 Mentorinnen und Mentoren ein Jahr lang 15 Mentees.
Die Ziele des Mentoring-Programms sind klar umrissen: Es geht darum, die Mentees in die Lage zu versetzen, das eigene Qualifikationsprofil zu schärfen und grundlegende Führungsqualitäten zu erwerben. Auch gilt es zu vermitteln, was es heißt, sich voll und ganz auf eine Wissenschaftskarriere einzulassen und wie wichtig der Netzwerkgedanke bei der Karriereplanung ist. Eins-zu-Eins-Mentoring das heißt für die Mentees in erster Linie, vom Erfahrungshorizont ihrer MentorInnen zu profitieren. So können die MentorInnen beispielsweise bei Fragen zur Habilitation beratend zur Seite stehen oder strategische Tipps zur Karriereplanung geben.
Zu den 15 Mentees zählen acht Medizinerinnen, fünf Frauen mit naturwissenschaftlicher Ausbildung und zwei Psychologinnen. Diesen stehen sechs männliche Mentoren und neun weibliche Mentorinnen gegenüber. Von den MentorInnen sind vier aus industriellen Unternehmen wie beispielsweise der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH. Acht sind ProfessorInnen an der Universitätsmedizin Mainz und ein Mentor ist Inhaberin einer Professur an der Johannes Gutenberg-Universität (Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie).
Das EHMP basiert auf drei Säulen: Erstens schafft das Eins-zu-Eins-Mentoring die Voraussetzung für eine sehr individuelle Beratung und Begleitung. Zweitens erwartet die Mentees ein umfangreiches Angebot an Workshops und Seminaren. Drittens haben die Mentees Gelegenheit, an Treffen teilzunehmen, die der auf die Netzwerkbildung und den interdisziplinären Austausch ausgerichtet sind.
„Um herauszufinden, welcher Karriereweg der richtige ist und wie sich dementsprechend die richtigen Schalter umlegen lassen, ist das Eins-zu-Eins-Mentoring ideal“, unterstreicht der Prodekan für Studium und Lehre, Univ.-Prof. Dr. Stephan Letzel, und ergänzt: „Mentoring ist eines der vielversprechendsten Instrumente der Organisations- und Personalentwicklung und hilft uns dabei, das Potential unserer jungen Mitarbeiterinnen nutzbar zu machen.“
Wie die derzeitige Sprecherin des EHMP, Univ.-Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer, betont, ist es nach wie vor der zentrale Anspruch, Nachwuchswissenschaftlerinnen aus allen Bereichen der theoretischen und klinischen Einrichtungen zusammenzubringen und gemeinsam zu fördern. In diesem Prozess des Förderns haben die MentorInnen eine Schlüsselrolle: „Besonders dankbar sind wir auch in diesem Jahr, dass sich wieder so viele Mentorinnen und Mentoren sofort bereit erklärt haben, das Programm zu unterstützen und eine Mentee ein Jahr lang zu begleiten. Dadurch werden sie zu Wegbereitern individueller Karrieren unserer Nachwuchswissenschaftlerinnen. Dieses Engagement zusätzlich zu den vielfältigen anderen beruflichen Verpflichtungen aufzubringen, ist nicht selbstverständlich und verdient besondere Anerkennung.“
Dass die Mentees vom EHMP profitieren, ihre Karriere zielgerichteter planen, zukünftig die richtigen Akzente setzen und selbstbewusster agieren, davon ist auch EHMP-Koordinatorin Dr. Stefanie Hülsenbeck überzeugt: „Unter den PreisträgerInnen des Böhringer Ingelheim-Preises waren in den letzten vier Jahren drei ehemalige Mentees.“
Initiiert wurde das Programm 2007 von den Gleichstellungsbeauftragten und dem Ausschuss für Chancengleichheit des Fachbereichs Medizin gemeinsam mit dem Frauenbüro der Johannes Gutenberg-Universität. Das Programm ist nach Prof. Dr. Edith Heischkel-Artelt benannt, der ersten ordentlichen Professorin in der Medizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Namensgebung erfolgte mit freundlicher Unterstützung der Prof. Walter Artelt und Prof. Dr. Edith Heischkel-Artelt-Stiftung. Seit 2008 haben 130 Nachwuchswissenschaftlerinnen das Förderprogramm absolviert.
Kontakt und Information
Dr. Stefanie Hülsenbeck
Mentoring-Managerin
Edith Heischkel-Mentoring-Programm der Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-3371, Fax 06131 17-3375
E-Mail: EHMP@unimedizin-mainz.de
Bildunterzeile: Bei der Auftakt- und Abschlussveranstaltung des Edith Heischkel-Mentoring-Programm der Universitätsmedizin Mainz wurden die neuen und alten "Mentees und MentorInnen-Tandems" vorgestellt
Foto: Markus Schmidt (Universitätsmedizin Mainz)
Pressekontakt
Oliver Kreft, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz, Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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