Klaus Lieb neuer Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Seit dem 1. Oktober 2007 ist Prof. Dr. Klaus Lieb Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Mainzer Universitätsklinikum, nachdem er seit dem 1. April 2007 die kommissarische Leitung innehatte. Im Rahmen der Patientenversorgung möchte Prof. Lieb den psychotherapeutischen Ansatz in seiner Klinik verstärken und die Angebote für schwerkranke Patienten ausweiten. In der klinischen Forschung sollen insbesondere Themen aus dem Schwerpunkt „Neurowissenschaften“ aufgegriffen werden. Wissenschaftlich beschäftigt sich der 42jährige Mediziner vor allem mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung, Impulsivität und affektiven Störungen sowie darüber hinaus mit neuroethischen und pharmakoökonomischen Fragen. „Bis 2010 erwarten wir eine überproportionale Zunahme psychischer Störungen und neurologischer Erkrankungen“, erläutert Prof. Lieb. „Diese Trends spiegeln sich im neurowissenschaftlichen Schwerpunkt des Universitätsklinikums Mainz wider. In diesen möchte ich mich mit meinem Team engagiert einbringen und mich innerhalb der Klinik auf Themen aus dem Schwerpunkt fokussieren. Besonderes intensiv werden wir uns in der klinischen Forschung daher mit Demenzen, Suchterkrankungen, Depressionen und Borderline-Störungen beschäftigen.“ Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit – vor allem auch mit den vorklinischen Instituten – ist dabei ein besonderes Anliegen des neuen Klinikleiters. Im Rahmen der Patientenversorgung ist das Ziel, den psychotherapeutischen Ansatz zu verstärken. „Zunächst planen wir diesbezüglich die Einrichtung einer Spezialstation für die psychotherapeutische Behandlung von Patienten mit Borderline-Störungen“, beschreibt Prof. Lieb. „Auf dieser Spezialstation wollen wir beispielsweise die Schematherapie – eine spezielle Form der Psychotherapie – anbieten.“ Die Borderline-Störung ist die am häufigsten diagnostizierte Persönlichkeitsstörung und geht mit schweren Problemen auf der Verhaltensebene wie Selbstverletzungen oder Suizidversuchen einher. „Einen weiteren Schwerpunkt möchte ich bei den schwerkranken Patienten setzen – also solchen mit Schizophrenie, Demenz, Suchterkrankungen oder therapieresistenten Depressionen – und für diese die Angebote ausweiten“, so Prof. Lieb. „Hier wollen wir insbesondere mit den komplementären Einrichtungen, sprich den ambulanten Versorgungsstrukturen, noch intensiver und besser zusammenarbeiten.“ Methodische Schwerpunkte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sind Pharmakologie, Genetik und bildgebende Verfahren. Neben der Borderline-Persönlichkeitsstörung, Impulsivität und affektiven Störungen beschäftigt sich Prof. Lieb im Rahmen seiner wissenschaftlichen Projekte mit neuroethischen und pharmakoökonomischen Fragen: „Hier geht es beispielsweise um die Kosten-Nutzen-Analyse neuer Arzneimittel oder um ethische Aspekte der Therapie mit Psychopharmaka.“ Zur Person: Prof. Dr. Klaus Lieb wurde 1965 geboren. Nach dem Studium der Medizin und Philosophie in Ulm, Tübingen und Los Angeles sowie der Facharztweiterbildung in Ulm und Freiburg wurde er Oberarzt an der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Von 2001 bis 2007 war Prof. Lieb dort Leitender Oberarzt und Stellvertreter des Ärztlichen Direktors. Seit dem 1. Oktober 2007 ist Prof. Dr. Klaus Lieb Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Mainzer Universitätsklinikum, nachdem er seit dem 1. April 2007 die kommissarische Leitung innehatte. Klaus Lieb ist verheiratet und hat vier Kinder. Weitere Informationen: Prof. Dr. Klaus Lieb
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Untere Zahlbacher Str. 8, 55131 Mainz Tel. 06131 17-7335, Fax: 06131 229974
E-Mail: klaus.lieb@ukmainz.de
Internet: www.klinik.uni-mainz.de/Psychiatrie

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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