Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz erfolgreich zertifiziert
Optimierte Prozesse und Abläufe steigern die Qualität der Versorgung
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz ist nach DIN-EN-ISO-9001:2008 zertifiziert. Das entsprechende Zertifikat erhielt die Klinik für das klinikeigene Qualitätsmanagement.
Wie sind die internen Arbeitsabläufe organisiert? Entsprechen die Behandlungen z.B. von Depressionen, Schizophrenie, Demenz, Alkoholabhängigkeit oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen internationalen Standards? Diese und andere Fragen standen im Fokus der Zertifizierung durch die Firma WIESO CERT, bei der die externen Gutachter die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie geprüft haben. Auch Patienten-, Zuweiser- und Mitarbeiterbefragungen wurden durchgeführt, da sie eine zentrale Voraussetzung für das Qualitätssiegel darstellen.
„Viele Abläufe sind neu durchdacht und laufen jetzt reibungsloser ab. Ich bin sicher, wir verbessern so langfristig auch die Qualität der Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagt Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und ergänzt: „Für die Klinik bedeutet die Zertifizierung einen wichtigen Meilenstein in der Implementierung eines umfassenden Qualitätsmanagements.“
Im Vorfeld der Zertifizierung stellte das eigens gegründete Qualitätsmanagement-Team unter Leitung der Psychologin Nina Bernow die prozessorientierten Arbeitsabläufe auf den Prüfstand. Davon betroffen: Die vorstationäre Behandlung, die Diagnostik und Therapie, der Entlassprozess sowie die nachstationäre Behandlung. „Wichtig war uns, die Abläufe in der Klinik verbindlich zu regeln. Für Teilprozesse haben wir Arbeits- und Verfahrensanweisungen sowie Checklisten und Formblätter erstellt. Für die wichtigsten fünf Krankheitsbilder - Depression, Schizophrenie, Demenz, Alkoholabhängigkeit und Borderline-Persönlichkeitsstörung - wurden interdisziplinäre Behandlungsstandards entwickelt“, so Bernow.
„Das Thema Qualitätsmanagement gewinnt in den letzten Jahren im Gesundheitswesen zu Recht immer mehr an Bedeutung. Auf Basis der Zertifizierung gelingt es, die Organisationsstruktur sowie Qualitätsstandards weiter zu verbessern, um insbesondere auf die Herausforderungen der Patientenbehandlung im psychiatrischen Bereich eingehen zu können“, unterstreicht der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.
Die Zertifizierung gilt für drei Jahre und wird einmal im Jahr in sogenannten Überwachungsaudits überprüft. Die Rezertifizierung ist für November 2016 geplant.
Kontakt
Univ.-Prof. Dr.med. Klaus Lieb
Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-7335, Fax 06131 229974,
E-Mail: klaus.lieb@unimedizin-mainz.de
Pressekontakt
Oliver Kreft
Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428
Fax 06131 17-3496
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz gehört mit 123 vollstationären und derzeit neun tagesklinischen Behandlungsplätzen zu den größten bettenführenden Abteilungen der Universitätsmedizin Mainz. Als Teil eines Krankenhauses der Supra-Maximalversorgung ist in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter Hinzuziehung anderer Abteilungen eine intensive und umfassende Diagnostik des Gesamtspektrums aller psychischen Störungen unter Nutzung der umfassenden apparativen Ausstattung möglich. Die Therapie basiert auf einem mehrdimensionalen Krankheitskonzept. Dieses Konzept bezieht pharmakologische, psychotherapeutische und psychosoziale Therapieverfahren mit ein. Die Therapie erfolgt entsprechend dem aktuellen internationalen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis („Evidence Based Medicine“).
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie übernimmt die Vollversorgung der Stadt Mainz und behandelt das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen. Eine besondere Spezialisierung besteht für die Krankheitsbilder Affektive Störungen (Depressionen, Manien), Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen (vor allem Alkohol- und Medikamentenmissbrauch), Erkrankungen des höheren Lebensalters (mit Fokus auf Demenzen) und Schizophrenien. Das breite Therapieangebot ermöglicht die Behandlung in allen Phasen psychischer Erkrankungen – von der Intensivbehandlung in der Akuttherapie bis hin zur Kurzzeitrehabilitation mit Arbeitsbelastungserprobungen und Wiedereingliederungshilfen, beispielsweise in der Tagesklinik und der nachstationären Behandlung. In der Ambulanz und Psychiatrischen Institutsambulanz der Klinik werden Spezialsprechstunden angeboten.
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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