Land will Institut für Lehrergesundheit in Mainz gründen

Institut soll an der Universitätsmedizin Mainz gegründet werden

Zur verbesserten arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung der mehr als 41.000 staatlichen Lehrkräfte sowie der knapp 2.500 pädagogischen Fachkräfte will das Land ein Institut für Lehrergesundheit an der Universitätsmedizin Mainz gründen. Dies kündigte der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Michael Ebling, heute auf einer Fachtagung zur Lehrergesundheit der GEW Rheinland-Pfalz an. Michael Ebling unterstrich: „Mit diesem Schritt wollen wir Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung für alle Lehrerinnen und Lehrer weiterentwickeln. Damit tragen wir auch den wachsenden Anforderungen an den Berufsalltag der Lehrkräfte Rechnung und leisten einen wichtigen Beitrag, die Schulqualität weiter zu verbessern.“ In den letzten drei Jahren hatte Prof. Dr. Stephan Letzel, Leiter des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz, im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur ein umfassendes Konzept für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung von Lehrkräften entwickelt, die in der Vergangenheit über einen Rahmenvertrag mit einem gewerblichen Anbieter sichergestellt wurde. Das unter Einbindung von Projektschulen und Lehrerverbänden erstellte neue Konzept sieht unter anderem vor, mit Hilfe mobiler Betreuungseinheiten flächendeckend im Land eine arbeitsmedizinische Betreuung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften sicherzustellen und ein Netzwerk zu allen für das schulische Gesundheitsmanagement Verantwortlichen zu knüpfen. Zu den Aufgaben des Instituts, das zum 01.01.2011 starten soll und sukzessive aufgebaut wird, gehören auch die individuelle Beratung von Lehrkräften und Schulleitungen, die Durchführung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und die Beratung bei der Wiedereingliederung von langfristig Erkrankten. Im Rahmen der Aufgaben des Instituts für Lehrergesundheit sollten auch Fort- und Weiterbildungen organisiert werden. „Die Beauftragung eines Instituts bei der Universitätsmedizin Mainz soll es auch ermöglichen, die Erkenntnisse aus der Betreuung in die Forschung zur Lehrergesundheit mit einfließen zu lassen. Dies ermöglicht so die Evaluation und die weitere Entwicklung präventiver Maßnahmen des Gesundheitsschutzes“, sagte Ebling. Zur finanziellen Absicherung der Aufbauphase des neuen Instituts sind im Regierungsentwurf zum Landeshaushalt 2011 1 Mio. Euro vorgesehen; für 2012 wird mit Landesmitteln in Höhe von 1,5 Mio. Euro geplant. Aktuell wird das gesetzlich vorgeschriebene Mitbestimmungsverfahren mit den für Schulen zuständigen Personalvertretungen vorbereitet und eingeleitet. Pressekontakt:
Sabine Lucht, Pressesprecherin MBWJK, Telefon 06131 16-2829

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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