Leitungswechsel in der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Mainz

Prof. Dr. Peter Gutjahr in den Ruhestand gegangen – Priv.-Doz. Dr. Jörg Faber ist Nachfolger

Der langjährige Leiter der Kinderonkologie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Peter Gutjahr, ist mit Ablauf des Monats Februar in den Ruhestand getreten. Nachfolger ist Priv.-Doz. Dr. Jörg Faber. Der Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Fred Zepp, dankte Prof. Dr. Peter Gutjahr für sein langjähriges und überaus erfolgreiches Engagement und wünschte gleichzeitig Priv.-Doz. Dr. Jörg Faber ein gutes Gelingen für die Zukunft. „Prof. Dr. Gutjahr hat sein berufliches Wirken in ganz besonderer Weise der Behandlung von krebskranken Kindern gewidmet. Er zählt zu den frühen visionären Pionieren, die in den sechziger und siebziger Jahren das damals in Deutschland noch neue Medizinfeld der Behandlung von Krebs bei Kindern mit großem Erfolg begründet und mit aufgebaut haben. Er begleitete seitdem über 3.000 Kinder und ihre Lebensschicksale am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin in Mainz – oft über viele Jahre. Mit seiner hohen Fachkompetenz und der intensiven und persönlichen Betreuung hat sich Prof. Dr. Peter Gutjahr großes Ansehen bei den kleinen und größeren Patienten wie auch bei deren Eltern und Angehörigen erworben“, sagte der Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Dr. Fred Zepp. „Ich bin mir sicher, dass sich Priv.-Doz. Dr. Faber mit ähnlich großem Engagement für die Verbesserung von Heilungschancen bei krebskranken Kindern an unserem Zentrum einsetzen wird. Ich wünsche ihm dabei für die Zukunft gutes Gelingen.“ Prof. Dr. Peter Gutjahr blickt auf nahezu vier Jahrzehnte erfolgreicher Tätigkeit in der Kinderonkologie zurück. Schon seine Ausbildungszeit zum Facharzt für Kinderheilkunde unter der Leitung von Prof. Dr. Köttgen begann er in Mainz. Seit 1972 war er verantwortlicher Leiter des Funktionsbereiches Pädiatrische Hämatologie und Onkologie. 1979 habilitierte er mit einem Thema, das heute aktueller als jemals zuvor ist: „Spätstatus Langzeitüberlebender nach onkologischer Erkrankung und Therapie im Kindesalter.“ Seit dem Beginn seiner Tätigkeit prägte Gutjahr sein Medizinfeld – in Mainz und weit darüber hinaus. 2007 wurde er für seine außerordentlichen Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Jörg Faber hat zunächst sein Studium der Medizin in Mainz, München und Zürich absolviert. Nach einer Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz war er von 2005 bis 2008 am Children’s Hospital/Dana Farber Cancer Institute der Harvard Universität in Boston/USA tätig, um anschließend an das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz zurückzukehren. Zu den klinischen Schwerpunkten des Mediziners zählen neben der Behandlung von Tumoren des Kindesalters insbesondere die Anwendung moderner Therapieverfahren bei kindlichen Leukämieerkrankungen. Auf diesem Gebiet ist er auch als Mitglied der Studienleitkommission der kooperativen Therapieoptimierungsstudie für akute Leukämien des Kindesalters „CoALL“ mit Sitz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aktiv. Das Engagement von Faber zeigt sich auch in zahlreichen aktiven Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Fachgesellschaften und sozialen Organisationen. Im Jahr 2009 gründete er zusammen mit anderen Kinderärzten des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin sowie weiteren Wissenschaftlern und Hochschulmedizinern der Universitätsmedizin Mainz die gemeinnützige „Kinderkrebshilfe Mainz e.V.“. Diese fördert unter dem Motto „Forschen-Helfen-Heilen“ wissenschaftliche und medizinische Maßnahmen, die helfen, die Behandlungsergebnisse bei Krebserkrankungen von Kindern und Jugendlichen am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz immer weiter zu verbessern. Auch nach seinem offiziellen Eintritt in den Ruhestand wird Prof. Dr. Gutjahr weiter für die Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher am Mainzer Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin aktiv sein. So starten er und Priv.-Doz. Dr. Faber zusammen zurzeit ein innovatives Projekt zum Aufbau einer Langzeitnachsorge-Ambulanz für ehemalige Patienten mit Tumoren bzw. Leukämien im Kindesalter am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz. Ziel des Projektes, welches ab April ehemalige Patienten aufnehmen wird, ist die ganzheitliche und langfristige Nachsorge und Betreuung ehemals krebskranker Kinder und Jugendlicher weit über eine Nachsorgeperiode von fünf Jahren hinaus. Weitere Informationen
Informationen zur Kinderkrebshilfe Mainz e.V. sind unter www.kinderkrebshilfe-mainz.de zu finden.
Gerne stellen wir Ihnen Portraitbilder von Prof. Dr. Peter Gutjahr und
Priv.-Doz. Dr. Jörg Faber zur Verfügung. Kontakt
Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Faber
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Telefon 06131  17-5399, Fax 06131  17- 47 5399
E-Mail: faber@uni-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 50 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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