Margarete Waitz-Stiftung vergibt Promotionspreis 2009 an hervorragenden medizinischen Nachwuchswissenschaftler

Satzungsgemäß vergibt die Margarete Waitz-Stiftung ihren jährlichen Promotionspreis zur Förderung des medizinischen Nachwuchses an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In diesem Jahr geht der mit 3.000 Euro dotierte Promotionspreis an Dr. med. Florian Bönner (Düsseldorf) für seine mit summa cum laude benotete Promotionsarbeit, die an der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz betreut wurde. In seiner Untersuchung hat sich Dr. Bönner der Frage gewidmet, ob sich durch den Einsatz neuer Hemmstoffe, sogenannter „Komplement-C5a-Rezeptor-Antagonisten“, im Akutversuch und in Langzeitstudien am Kleintiermodell die Schädigung des Herzens durch einen Infarkt vermindern läßt. Der Herzinfarkt zählt mit zu den häufigsten Krankheits- und Todesursachen in den westlichen Industrienationen. Zwar konnte die Todesrate in den letzten zehn Jahren deutlich gesenkt werden, aber viele Patienten und Patientinnen, die den akuten Herzinfarkt überleben, leiden an massiven Spätfolgen. Sie entwickeln zum Beispiel eine Herzinsuffizienz, die durch das Phänomen des als "remodeling" bezeichneten Gewebeumbaus entsteht. Aufgabenstellung der Arbeit von Dr. Bönner war es, zu überprüfen, ob sich das Ausmaß dieser myokardialen Schädigung durch eine medikamentöse Hemmung des Komplementsystems (C5-Komponente) reduzieren läßt.
Der von Dr. Bönner durchgeführte experimentelle Teil seiner Arbeit allein war aufwändiger, als bei vielen der beim Fachbereich eingereichten Habilitationsarbeiten der letzten Jahre. Er hat mit seiner Arbeit die Pathophysiologie des Myokardinfarktes im experimentellen Kleintiermodell durch die nicht-invasive Darstellung außer-ordentlich verbessert und weiterentwickelt. In seiner Dissertationsschrift hat er die Ergebnisse nicht nur detailliert und übersichtlich dargestellt, sondern auch – was nicht immer gegeben ist – gut lesbar und auf der Höhe der aktuellen Literatur diskutiert.
Die Ergebnisse der Arbeit wurden bereits 2006 als Postervortrag auf dem Jahreskongress der Deutschen Röntgengesellschaft in Berlin vorgestellt. Eine Veröffentlichung in einem internationalen wissenschaftlichen Journal ist in Vorbereitung; ebenso eine weitere Arbeit über die magnetresonanztomographischen Ergebnisse. Dr. med. Florian Bönner, Jahrgang 1980, hat an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz promoviert und ist derzeit als Assistenzarzt an der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie am Universitätsklinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig.
Die Margarete Waitz-Stiftung wurde 2004 aus dem Nachlaß der am 16.09.2002 verstorbenen Margarete Waitz aus Mainz-Gonsenheim als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Mainz gegründet. Ihre Aufgabe ist die Förderung gemeinnütziger Zwecke an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, insbesondere auch des medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Stiftung ist mit 1, 4 Mio. Euro ausgestattet und kann jährlich 50.000 Euro für satzungsmäßige Zwecke zur Verfügung stellen. Preisträger müssen ihre Promotion an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik abgeschlossen und einen wesentlichen Beitrag zur medizinisch-wissenschaftlichen Forschung beigetragen haben. Mögliche Stipendiaten für den Forschungspreis müssen zum Zeitpunkt der Vergabe Mitglied der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz sein.

Kontakt
Jan Kanty Fibich
Margarete Waitz-Stiftung
-Geschäftststelle-
Alfred-Nobel-Straße 31
55124 Mainz
Tel+Fax: 06131-948325
Margarete-waitz-stiftung@onlinehome.de
www.margarete-waitz-stiftung.de
Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne ein Foto des Preisträgers zu.
Dieses können Sie anfordern unter der E-Mail Adresse: presse@ukmainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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