Online-Therapiehandbuch zur Chronisch Entzündlichen Demyelinisierenden Polyradikuloneuropathie (CIDP) veröffentlicht
Praxisnahe Orientierung für Diagnostik und Therapie
Die Chronisch Entzündliche Demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP) ist eine seltene, aber behandelbare Erkrankung des peripheren Nervensystems. Um die Versorgung von Patient:innen weiter zu verbessern, wurde jetzt das CIDP-Therapiehandbuch veröffentlicht. Das frei zugängliche Online-Werk bündelt den aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse und klinischer Erfahrung und bietet eine praxisnahe Orientierung für Ärzt:innen.
Das Handbuch entstand in Zusammenarbeit der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz mit anderen spezialisierten neurologischen Zentren durch das Kompetenznetz Peripherer Nerv (KKPNS). Ziel ist es, Diagnostik und Therapie der CIDP zu strukturieren, evidenzbasiert darzustellen und aktuelle Entwicklungen in der Neuroimmunologie einzuordnen.
Inhaltlich behandelt das CIDP-Handbuch unter anderem grundlegende therapeutische Prinzipien und Therapiesequenzen. Gerade die Zulassung neuer therapeutischer Ansätze verleiht dem Therapiehandbuch eine hohe Praxisrelevanz. Zudem werden etablierte Verfahren wie intravenöse Immunglobuline (IVIg), Kortikosteroide und Plasmapherese behandelt sowie Fragestellungen zur Therapiedauer, Wirksamkeitskontrolle und zum Langzeitmanagement diskutiert.
„Mit dem CIDP-Handbuch stellen wir ein strukturiertes, frei verfügbares Werk bereit, das den Transfer aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Praxis unterstützt“, betonen die beteiligten Autorinnen und Autoren. „Gerade bei seltenen immunvermittelten Neuropathien ist eine standardisierte, qualitätsgesicherte Versorgung von zentraler Bedeutung.“
Das Handbuch richtet sich an Neurolog:innen sowie an Ärzt:innen in der Weiterbildung, kann aber auch für andere medizinische Fachrichtungen eine wertvolle Orientierung bieten.
Das KKPNS ist ein Zusammenschluss spezialisierter Zentren, die sich der Erforschung, Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des peripheren Nervensystems widmen. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Wissenstransfer trägt das Netzwerk zur Verbesserung der Patientenversorgung bei.
Das CIDP-Therapiehandbuch ist unter dem nachfolgenden Link im Internet abrufbar: www.cidp-handbuch.de
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Frank Birklein
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-3270
E-Mail
Pressekontakt:
Veronika Wagner M. A.
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131 17-8391
E-Mail
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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