Paul Schölmerich Preis für Innere Medizin 2008 verliehen

Mainzer Mediziner erhält Preis des Fachbereiches Medizin-Naturwissenschaften der Deutsch-Rumänischen Akademie

Mit dem dritten Platz wurde der Mainzer Mediziner Dr. Michael Lauterbach bei der Verleihung des  „Paul Schölmerich Preises für Innere Medizin 2008“ ausgezeichnet. Der Arzt der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis vom Fachbereich Medizin – Naturwissenschaften der Deutsch-Rumänischen Akademie auf dem diesjährigen Internistenkongress in Wiesbaden bereits Ende März. Der 35-jährige hatte sich durch seine Arbeit, die sich mit einer Möglichkeit zur Behandlung der Darmischämie, einer seltenen Erkrankung, die häufig nicht erkannt und unbehandelt zum Tod führt, befasst und mit den gewonnenen Erkenntnissen für den Preis empfohlen. Die Deutsch-Rumänische Akademie ist ein internationales Forum für Wissenschaften, Ethik, Theologie, Literatur und Kunst mit Sitz in Mainz, das im letzten Jahr gegründet wurde. Das Ziel der gemeinnützigen Organisation ist die Förderung von Wissenschaften, Kultur und Völkerverständigung sowie die Etablierung von wissenschaftlichen, kulturellen und geistigen Verbindungen zwischen Deutschland und Rumänien. Mit der Vergabe des Preises ehrt die Deutsch-Rumänische Akademie Prof. Dr. med. Paul Schölmerich, den ehemaligen Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Johannes Gutenberg-Universität,  einen der führenden Vertreter der Inneren Medizin in Deutschland. Er war Schüler von Prof. H. E. Bock, Tübingen, und wurde mit seinen Arbeiten über den Wert von Kreislaufuntersuchungen in der präoperativen Diagnostik, seinen grundsätzlichen Stellungnahmen über Erkrankungen des Herzens sehr schnell einer der Begründer der deutschen Kardiologie nach dem Kriege. Nicht nur auf kardiologischem Gebiet, auch in der Stoffwechselforschung, der Immunologie genoss er national und international einen hervorragenden Ruf. Die Intensivmedizin in Deutschland wurde durch ihn und seine Arbeitsgruppen ganz wesentlich gefördert. Ein mit seinen Schülern verfasstes Lehrbuch der Intensivmedizin ist sicher wohl das Standardwerk im deutschsprachigen Raum. Auch das Lehrbuch für Innere Medizin, herausgegeben zusammen mit Gross und Gerok gilt als Standardwerk für die Ausbildung von Ärzten. Die weiteren Preise übergab der Leiter des Fachbereichs Medizin-Naturwissenschaften der Akademie und gleichzeitig Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik, Prof. Dr. Thomas Münzel, an Mediziner der Universitätskliniken Tübingen und Jena. Den ersten Preis und 10.000 Euro erhielt Dr. Konstantinos Stellos (Tübingen) für seine Arbeit über die Rolle von Blutplättchen in der Differenzierung von Stammzellen in Progenitorzellen. 1.000 Euro und Platz zwei ging an Dr. Philipp Bahrmann von der Universitätsklinik Jena. Er hatte sich mit wiederkehrenden koronaren Mikroembolien bei stabiler Angina pectoris im Rahmen einer Dilatation  und Stentimplantation befasst. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage auch ein Bild der Preisverleihung zu! Ansprechpartner Caroline Hänsch, Pressestelle, Tel. 06131 / 17-7424, Fax 06131 / 17-3496, E-Mail: presse@vorstand.klinik.uni-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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