Pieks für einen guten Zweck

Blutspende-Aktion am „Tag des herzkranken Kindes“ – Erlös kommt der kinderkardiologischen Station der Uniklinik zu Gute

Ein Pieks für einen guten Zweck – mit diesem Aufruf zu einer Blutspende-Aktion beteiligt sich die Kontaktgruppe Herzkranke Kinder Rhein-Main-Pfalz (KoHKi) zusammen mit der Kinderklinik und Kinderpoliklinik sowie der Transfusionszentrale des Klinikums der Johannes Gutenberg- Universität Mainz am bundesweiten „Tag des herzkranken Kindes“. Der Erlös der Aktion zu Gunsten herzkranker Kinder soll dabei der neuen kinderkardiologischen Station der Uniklinik Mainz zu Gute kommen. Die Blutspende-Aktion findet statt am kommenden Freitag, den 5. Mai 2006, von 9 bis 15 Uhr in der Transfusionszentrale, Hochhaus Augustusplatz, Gebäude 905, 1. OG, Zimmer 100 (Universitätsklinikum, 55131 Mainz). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der „Tag des herzkranken Kindes“ findet seit 1993 jährlich bundesweit in mehr als 10 Städten statt. Er geht auf eine Initiative des „Bundesverbandes Herzkranker Kinder“ (BVHK) zurück und wird von einer Initiative der Aktion Mensch unterstützt. Mit wechselnden vielfältigen Aktionen werden hierbei auch neue Entwicklungen in der Behandlung, der aktuelle Stand und die Perspektiven dieser oft komplexen und weit reichenden Erkrankungen einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Es soll aber auch besonders auf die Belange und Bedürfnisse herzkranker Kinder aufmerksam gemacht werden, da sie meist noch gar nicht in der Lage sind, ihre Beschwerden selbst zu äußern.

120.000 Kinder leben in Deutschland mit einem angeborenen Herzfehler. Jedes Jahr müssen etwa 4.500 von ihnen am offenen Herzen operiert werden. Damit ist mehr als jedes 100. Kind, das auf die Welt kommt, von einer Fehlbildung des Herzens und/oder der herznahen großen Gefäße betroffen. Früher waren die Überlebenschancen, insbesondere der komplexeren Fehlbildungen, gering. Etwa 85 Prozent der herzkranken Kinder verstarben noch vor 20 Jahren im Verlauf der ersten Lebensjahre. Heute erreichen dank der verbesserten Diagnostik, der Weiterentwicklung operativer und herzkatheter-therapeutischer Möglichkeiten und verbesserter postoperativer Versorgung, etwa 85 Prozent der Kinder das Erwachsenenalter. Alle diese Kinder brauchen eine optimale interdisziplinäre medizinische Versorgung, die auch psychosoziale Aspekte beinhaltet.

„Wir erhoffen uns durch die Teilnahme an dieser bundesweiten Aktion, dass mehr Augenmerk auf die Patientengruppe mit angeborenen Herzfehlern gelegt wird. Dem überwiegenden Anteil all unserer kleinen Herzpatienten kann heute geholfen werden. Allerdings bedarf es hierfür exzellent ausgebildeter Ärzte und eines großen technischen Aufwandes“, so der Leiter der Kinderkardiologie des Kinderherzzentrums Rheinland- Pfalz PD Dr. Christoph Kampmann.

„Ebenfalls möchten wir als Kontaktgruppe ‚KoHKi’ darauf aufmerksam machen, dass wir Kinder – also unsere Zukunft – nicht dem Zufall, sondern nur kompetenten Ärzten mit gutem Gewissen überlassen können. Wir wollen aber auch selbst durch unsere finanzielle Unterstützung von Projekten zu einer Weiterentwicklung der Medizin beitragen“, betont die Leiterin der Kontaktgruppe Herzkranke Kinder Rhein-Main-Pfalz, Sigrid Schröder. „Mit jedem Euro kann man zu einem lebenswerteren Leben dieser Kinder beitragen. Und so hoffen wir auf eine große Beteiligung an unserer Blutspende- Aktion – schließlich geht jede Spende im wahrsten Sinne des Wortes ans ‚Herz’.“ Weitere Informationen:


Diplom Betriebswirtin Caroline Hänsch, Pressestelle,
Tel. 06131 / 17-7424, Fax 06131 / 17-3496,
E-Mail: presse@vorstand.klinik.uni-mainz.de


Sigrid Schröder, Leiterin der Kontaktgruppe Herzkranke Kinder Rhein-Main-Pfalz
Tel. 06131 / 984002, E-Mail: sigridschroeder@gmx.de, www.kohki.de



Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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