„Sehen und Leben“

Gemeinsame Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz setzt am 23. Mai die fünfte Runde fort

Wie spannend medizinische Forschung sein kann, zeigen am 23. Mai 2012 wieder die Universitätsmedizin Mainz und die Medizinische Gesellschaft Mainz in Kooperation mit der Mainzer Rhein-Zeitung. Thema des Abends ist „Sehen und Leben“. Nach einem einführenden Vortrag vom Moderator des Abends Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, referieren PD Dr. med. Hagen Thieme, Stellvertretender Klinikdirektor und Leiter Ophthalmolpharmakologie Glaukom, PD Dr. Urs Voßmerbäumer, Leiter Refraktive Chirurgie, Oberarzt Dr. Jochen Wahl sowie Prof. Dr. Dr. Franz Grus, Leiter der Abteilung Experimentelle Ophthalmologie, und Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Rolf Preußner, alle Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz. Auch bei der fünften Auflage der gemeinsamen Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” können die Besucher Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben sowie aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Was dabei im Fokus ihrer Arbeit steht, stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) vor. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Der erste Vortrag des Abends widmet sich der Lasertherapie von Augenerkrankungen. PD Dr. Urs Voßmerbäumer erläutert den Einsatz sogenannter „Femto-Sekundenlaser“. In der Mikrochirurgie des Auges lösen ultrakurzgepulste Laser zunehmend herkömmliche Operationsinstrumente ab. Mittels virtueller Klingen ist es heutzutage möglich, computergesteuerte Eingriffe schonend und mit einer Präzision durchzuführen, die manuell nicht möglich wären. Auf diese Weise können neuartige Operationsmethoden zur Verbesserung des Sehvermögens entwickelt werden. Dieses Themenfeld bildet einen Schwerpunkt der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit der Abteilung Refraktive Chirurgie an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz. Dr. Jochen Wahl referiert anschließend über die Gewebetransplantation im mikroskopischen Bereich und zeigt die Bedeutung von Endothelzellen zur Wiederherstellung des Sehvermögens auf. Auf die Spur des Geheimnisses des Glaukoms begibt sich Prof. Franz Grus im dritten Vortrag. Glaukomerkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Erblindungen weltweit. Ein erhöhter Augeninnendruck kann die Erkrankung nicht vollständig erklären und gilt heute nur noch als der wichtigste Risikofaktor. Deswegen wird nach neuen Erklärungsmöglichkeiten der Erkrankung gesucht. Neue Denkanstöße für Diagnose und Therapie der Erkrankung könnten autoimmune Phänomene geben. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, ist nicht nur der graue, sondern auch der grüne Star operabel. Hierbei kommen mikrochirurgische Verfahren zum Einsatz. Neue Materialien wie Silikon bei den Glaukom-Drainage-Implantaten oder auch nur 250 Mikrometer dünne Katheter sind in der Lage, den zu hohen Augeninnendruck bei den Patienten dauerhaft zu senken. Neuentwicklungen der Materialforschung finden so direkten Einsatz beim Patienten. Wie ein Glaukom mit Hightech behandelt werden kann, zeigt Privatdozent Dr. Hagen Thieme in seinem Vortrag auf. Über die Verbreitung und Behandlung von Glaukomen in Afrika berichtet Prof. Rolf Preußner im abschließenden Vortrag. Glaukome sind bei Afrikanern wesentlich häufiger und zusätzlich schlechter behandelbar. Eine von der Universitätsmedizin Mainz speziell für Afrikaner optimierte Lasertherapie kann die Zeit bis zur Erblindung zumindest um einige Jahre verzögern und ist zudem einfach in der Anwendung, kostengünstig und komplikationsarm.    Weitere Termine der 5. Runde:     20.06.2012              „Schöne Zähne für Körper und Seele“ Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender! Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de Pressekontakt
Barbara Reinke,
Stabsstelle Kommunikation und Presse, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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