Transfercafé: Brücken schlagen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Pressemitteilung der Landeshauptstadt Mainz

Aus dem „Elfenbeinturm“ direkt in die Stadt: Mit diesem Ziel haben der Präsident der Fachhochschule Mainz, Prof. Dr. Gerhard Muth, der Geschäftsführer der IHK für Rheinhessen Günter Jertz,  der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, der Rektor der Katholischen Fachhochschule Mainz Prof. Peter Orth und Oberbürgermeister Jens Beutel am Mittwoch das Transfercafé im Proviantmagazin eröffnet. „Forscher der Mainzer Hochschulen haben einiges zu bieten. Das Transfercafé soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen anschaulich zeigen, warum es sich für Unternehmerinnen und Unternehmer lohnen kann, mit Wissenschaftseinrichtungen zusammen zu arbeiten,“ so Prof. Dr. Gerhard Muth, Präsident der Fachhochschule Mainz, unter dessen Federführung das Transfercafé installiert wurde. Gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität, der Katholischen Fachhochschule Mainz, der Universitätsmedizin Mainz, der beiden Max-Planck-Institute und dem Institut für Mikrotechnik Mainz zeigen die Wissenschaftseinrichtungen in einer Dauerinstallation bis zum 31. Oktober 2011.
„Das Spektrum möglicher Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist breit und vielfältig“, erklärte der Sprecher der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ und Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, „die neue Transferstelle ermöglicht Partnerschaften, die von Forschungsaufträgen über Ausbildungs- und Weiterbildungskooperationen bis hin zu umfassenden gemeinsamen Forschungsvorhaben reichen. Die Einrichtungen der MAINZER WISSENSCHAFTSALLIANZ bieten eine ausgezeichnete und leistungsstarke Infrastruktur – die Unternehmen sind eingeladen, von dieser Forschungslandschaft zu profitieren.“ Oberbürgermeister Jens Beutel: „Unsere Stadt bietet mit mehr als 4.000 Wissenschaftlern und fast 41.000 Studierenden ein sehr hohes Potenzial an Wissen. Mit dem Transfercafé wurde nun ein attraktives Angebot geschaffen, damit dieses Know-How auch Anwendung im Arbeitsalltag oder bei besonderen Problemen und Fragestellungen von Mainzer Unternehmen findet. Vor allem größere Mainzer Unternehmen schätzen das Potenzial bereits, wie die Best-Practice-Beispiele im Proviantmagazin zeigen. Aber auch kleinere und mittelständische Unternehmen können von diesem neuen Service sicherlich profitieren.“ Neben der dauerhaften Präsentation von Beispielen gelungener Kooperationen sowie einem Informationsstand zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit während der Öffnungszeiten des Proviantmagazins, bieten die Transferbeauftragten der Mainzer Wissenschaftseinrichtungen das persönliche Beratungsgespräch an. Sie werden zu festen Uhrzeiten und zu Unternehmensstammtischen im Proviantmagazin vor Ort sein. Projekte aus der Fachhochschule und der Universität, die in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft durchgeführt wurden, wurden bereits bei der Eröffnung präsentiert: So hat Prof. Bernd Benninghoff von der Fachhochschule Mainz, Studiengang Innenarchitektur, unter dem Titel „Material als Design-Impuls" bereits mehrere Kooperationsprojekte mit Industriepartnern initiiert. Ziel der Semesterprojekte ist dabei immer die experimentelle, forschende Auseinandersetzung mit ausgesuchten Werkstoffen – auf der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten und Designlösungen im Grenzbereich zwischen Produkt und Raum.  Als zweites Beispiel erfolgreicher Kooperation stellte Prof. Dr. Erwin Schmidt vom Institut für Molekulargenetik der Universität Mainz ein Projekt aus dem Bereich Gentechnologie vor. Die Entwicklung der Molekulargenetik hat in den letzten 30 Jahren die Lebenswissenschaften revolutioniert.  Die „Erfindung“ der schnellen DNA-Sequenzierung hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Das Mainzer Institut betreibt seit Kurzem eine „Next Generation Sequencing“-Einrichtung, mit der es möglich ist, das gesamte  Erbmaterial bereits in wenigen Tagen vollständig zu entschlüsseln. Damit gewinnt diese Technologie einen extrem breiten Anwendungsbereich von der Humanmedizin über Pharmaindustrie bis zur Landwirtschaft. „Das Transfercafe ist ein weiterer Baustein der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft“, sagte Geschäftsführer Günter Jertz und nannte als besonders wirkungsvolles Beispiel das Institut für unternehmerisches Handeln: „Hiermit motivieren wir zu mehr Selbstständigkeit und helfen auch den mittelständischen Firmen, die einen Nachfolger suchen.“ Nächste Veranstaltung im Rahmen des Transfercafés: Innovationsdialog am 23. März 2011, von 17-19 Uhr in der IHK für Rheinhessen, Schillerplatz 7. Unternehmer berichten über erfolgreiche Beispiele gelungener Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und erläutern, wie Kooperationen mit Fachhochschulen verwirklicht werden können. Hintergrund: Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft würdigt das besondere Engagement der Landeshauptstadt Mainz zur  Förderung von Wissenschaft und deren Vernetzung mit Wirtschaft und Kultur.  Er wird dabei unterstützt von der Deutschen Bank. Stadt der Wissenschaft 2011 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Mainz zusammen mit den Mainzer Wissenschafts-, Forschungs- und Kultureinrichtungen, der Wirtschaft  sowie dem rheinland-pfälzischen Landesministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.emz2.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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