Univ.-Prof. Dr. Marian Neidert ist neuer Direktor und W3-Professor an der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik

Profilierter Neurochirurg und renommierter Forscher in der molekularen Neuroonkologie startet an der Universitätsmedizin Mainz

Zum 1. Juni 2026 übernimmt Univ.-Prof. Dr. Marian Neidert die Leitung der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik an der Universitätsmedizin Mainz. Gleichzeitig wurde er auf die damit verbundene W3-Professur für Neurochirurgie berufen. Er tritt die Nachfolge von Univ.-Prof. Dr. Florian Ringel an, der 2025 an das LMU Klinikum München wechselte. Univ.-Prof. Dr. Marian Neidert kommt von der Klinik für Neurochirurgie, Kantonsspital St.Gallen (Universitäres Lehr- und Forschungsspital), wo er zuletzt stellvertretender Chefarzt war.

 „Mit Professor Neidert gewinnen wir einen international ausgewiesenen Neurochirurgen, der klinische Exzellenz, wissenschaftliche Innovationskraft und internationale Erfahrung verbindet“, sagt Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. „Ich bin mir sicher, dass Professor Neidert mit seiner herausragenden Expertise und seinem klaren Verständnis für moderne neurochirurgische Versorgung unsere Neurochirurgie entscheidend weiterentwickeln wird. Gleichzeitig bedanke ich mich bei PD Dr. med. Max Jägersberg, der seit Januar 2025 die Neurochirurgische Klinik und Poliklinik kommissarisch erfolgreich geleitet hat.“

Der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, freut sich über die erfolgreiche Berufung und führt an: “Univ.-Prof. Dr. Marian Neidert ist ein hoch profilierter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunonkologie. Seine wissenschaftlichen Aktivitäten bewegen sich auf exzellentem internationalen Niveau und passen mit dem Schwerpunkt Tumorimmunologie sehr gut in die Mainzer Forschungslandschaft. Durch die hier möglichen klinisch-wissenschaftlichen Kooperationen können seine Forschungsaktivitäten Mainz als Standort translationaler Forschung enorm stärken. Professor Neidert engagiert sich zudem aktiv in der Lehre und der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.“

Univ.-Prof. Dr. Marian Neidert bringt eine umfassende neurochirurgische Expertise über verschiedene Subspezialitäten hinweg an die Universitätsmedizin Mainz mit. Zu seinen klinischen Schwerpunkten zählen die mikrochirurgische Behandlung von Hirntumoren, die Schädelbasischirurgie, die Hypophysenchirurgie sowie die Weiterentwicklung und Integration komplexer Techniken wie etwa Wachkraniotomien, Fluoreszenz-assistierter Chirurgie oder Laser-Ablationen (LITT).

Seine Forschung konzentriert sich auf die neuroonkologische Tumorimmunologie und die Weiterentwicklung innovativer Therapiestrategien für Hirntumoren. Professor Neidert versteht sich seit seiner Promotion als „surgeon scientist“, der konsequent Wissenschaft und klinische Versorgung verbindet. Sein besonderes wissenschaftliches Interesse gilt der Analyse des HLA-Ligandoms. Das HLA-Ligandom ist die Gesamtheit aller Peptide, die von den Humanen Leukozyten-Antigenen (HLA-Molekülen) auf der Zelloberfläche präsentiert werden. Deren Analyse dient der Identifizierung tumorspezifischer Antigene als Zielstrukturen für personalisierte Immuntherapien. Entsprechend plant Professor Neidert den Aufbau eines Schwerpunktes „Molekulare Neuroonkologie“ an der Universitätsmedizin Mainz.

Univ.-Prof. Dr. Marian Neidert betont zu seinem Antritt: „An der Universitätsmedizin Mainz trifft erstklassige klinische Versorgung auf hochmoderne translationale Forschung. Ich bin zutiefst motiviert, eine Neurochirurgische Klinik weiterzuentwickeln, in der sich klinische Exzellenz und Innovation gegenseitig verstärken und freue mich dabei auf die Zusammenarbeit mit dem ganzen Team. Die neue Position bietet mir die Chance, meine Vision einer „Molekularen Neurochirurgie“ umzusetzen und die Universitätsmedizin Mainz zu einer der führenden Institutionen in diesem Bereich zu entwickeln.“

 

Zur Person Marian Christoph Neidert:

Marian Christoph Neidert wurde 1984 in Fulda geboren. Von 2005 bis 2011 studierte er Humanmedizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen, mit Auslandsaufenthalten an der Brown University, Providence, der Yale University, New Haven, und der Mount Sinai School of Medicine, New York City. Marian Neidert promovierte 2014 mit summa cum laude in Tübingen. Nach seinem Studium startete er zunächst als Assistenzarzt an der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsspital Zürich. Hier durchlief er auch seine neurochirurgische Facharztausbildung, mit einer Rotation in Wirbelsäulenchirurgie an der Schulthess Klinik Zürich. Im Jahr 2017 schloss er seine Facharztprüfungen ab und arbeitete ab 2018 am Universitätsspital Zürich als Oberarzt in der Neurochirurgie.

2019 habilitierte er sich im Fach Neurochirurgie mit Venia Legendi an der Universität Zürich. Im selben Jahr wurde er Research Group Leader am Neuroscience Center Zurich, Universität Zürich und ETH Zürich. Von 2019 bis 2020 folgte ein Research Fellowship am Massachusetts General Hospital der Harvard University, Boston. 2020 wurde Marian Neidert stellvertretender Chefarzt an der Klinik für Neurochirurgie, Kantonsspital St.Gallen (Universitäres Lehr- und Forschungsspital). Dort leitete er außerdem das Labor für Experimentelle Neurochirurgie sowie das Hirntumorzentrum und war der Präsident der Forschungskommission.

Hervorzuheben ist ferner die Initiierung großer Forschungskonsortien wie des „HLA Ligand Atlas“, die Einwerbung kompetitiver Drittmittel (z.B. beim Schweizerischen Nationalfond) und zahlreiche Publikationen in High-Impact-Journalen wie etwa „Nature und Cell“. Marian Neidert erhielt für seine Forschungsaktivitäten mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Forschungspreis der Schweizerischen Gesellschaft für Neurochirurgie und den Huggenberger-Bischoff Cancer Research Award. Der 41-jährige ist Mitglied in verschiedenen akademischen Organisationen, darunter in Arbeitsgruppen der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC), der European Association of Neurosurgical Societies (EANS) und der Society for Neurooncology (SNO).

 

Pressekontakt:
Anke Giani
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Universitätsmedizin Mainz
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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