„Verheerende Spuren im Blut“
Veranstaltung der Universitätsmedizin Mainz im Rahmen des Jahrs der Gesundheitsforschung und Stadt der Wissenschaft 2011
Was verrät das Blut über Alkohol- und Drogenmissbrauch? Welche Testverfahren hat die Wissenschaft entwickelt und wie funktionieren diese? Antworten auf diese Fragen erhielten Mainzer Schülerinnen und Schüler auf der Veranstaltung „Verheerende Spuren im Blut“ heute im Mainzer Rathaus. Eine interessante Mischung aus Informationen und Mitmachangeboten vermittelte Einblicke in die Wissenschaft hinter den Drogen- und Alkoholtests sowie in die Themen Prävention und Folgen von Alkohol- und Drogenmissbrauch. Die Veranstaltung der Universitätsmedizin Mainz fand im Rahmen des Jahres der Gesundheitsforschung und Stadt der Wissenschaft statt.
Wie wirken sich Alkohol- und Drogenmissbrauch auf Körper und Psyche aus? Wie lässt sich der Missbrauch nachweisen? Was lässt sich mit den Testverfahren konkret herausfinden? Welche Langzeitfolgen kann Drogenkonsum nach sich ziehen? Antworten auf diese und andere Fragen gab die Veranstaltung „Verheerende Spuren im Blut“.
Experten aus der Rechtsmedizin der Universitätsmedizin zeigten in Vorträgen, welch spannende Wissenschaft hinter diesen Themen steckt. Die in den letzten zehn Jahren entwickelten Testverfahren liefern insbesondere für Laien verblüffende Erkenntnisse: Im Labor lassen sich unter anderem Angaben zum Trinkverhalten überprüfen. Die Rechtsmediziner können auch klären, ob die festgestellte Alkoholisierung potentiell auf einem gewohnheitsmäßigen Alkoholmissbrauch basiert. Spannende Erkenntnisse liefert darüber hinaus die Begleitstoffanalyse. Diese lässt Rückschlüsse auf die Art des konsumierten Alkohols zu, also ob es sich zum Beispiel um Bier oder hochprozentige Getränke handelt.
„Wissenschaft erlebbar machen, das ist unser zentraler Anspruch“, betonte Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Mainz und Initiator des Projekts. „Ein wichtiger Auftrag an die Rechtsmedizin ist aber auch die Prävention“, so Prof. Urban, der zugleich Direktor des Instituts für Rechtsmedizin an der Universitätsmedizin ist. Der Präventions- oder Aufklärungsgedanke spiegelte sich in den Mitmachaktionen des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, der Landesverkehrswacht sowie der Fachstelle für Suchtprävention Erbach wider. Simulierte Trunkenheitsfahrten, Reaktionstests und ein Rauschbrillenparcours verdeutlichten den Teilnehmern, wie sehr die Reaktionsfähigkeit durch Alkohol- oder Drogenmissbrauch eingeschränkt wird.
"Ich möchte der Universitätsmedizin danken, dass sie sich des Themas Alkohol- und Drogenmissbrauch im Straßenverkehr auf so anschauliche Weise annimmt. Welche Auswirkungen der Konsum von Drogen und Alkohol und damit der Verlust von Kontrolle im Straßenverkehr haben kann, das habe ich selbst eindrücklich in meinem vorherigen Beruf als Vorsitzender Richter am Mainzer Landgericht an der Jugendstraf- und Jugendschutzkammer immer wieder erfahren können," so der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel.
Um dem Missbrauch vorzubeugen, stellte zudem die Landeszentrale für Gesundheitsförderung ihre „Mach dir nix vor!“-Kampagne zur Prävention von Alkoholmissbrauch vor. Die Caritas Suchtberatungsstelle Mainz thematisierte die Führerscheinvorbereitungswoche. Was es mit der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) im Falle eines Entzugs der Fahrerlaubnis auf sich hat, das zeigte die PIMA Arbeits- und Umweltmedizin GmbH. „Die Veranstaltung zeigte, wie nah Wissenschaften am Leben der Menschen sind. Sie sind sowohl ein spannendes Berufsfeld, als auch für die Prävention und Gesundheit von zentraler Bedeutung“, sagt Univ.-Prof. Dr. Guido Adler, Medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz.
Kontakt:
Oliver Kreft, Organisations- und Veranstaltungsmanagement Ressort Forschung & Lehre Universitätsmedizin Mainz , Telefon 06131 17-9716, Fax 06131 17- 17-9967, E-Mail: kreft@um-mainz.de
Pressekontakt
Barbara Reinke, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 50 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
Hintergrund: Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft würdigt das besondere Engagement der Landeshauptstadt Mainz zur Förderung von Wissenschaft und deren Vernetzung mit Wirtschaft und Kultur. Er wird dabei unterstützt von der Deutschen Bank.
Stadt der Wissenschaft 2011 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Mainz zusammen mit den Mainzer Wissenschafts-, Forschungs- und Kultureinrichtungen, der Wirtschaft sowie dem rheinland-pfälzischen Landesministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.emz2.de
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]
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