„Wahnsinn und Kunst“

Medizinische Gesellschaft Mainz lädt zum Themenabend am Mittwoch, 14. Januar 2015, um 19.15 Uhr ein

Der Themenabend „Wahnsinn und Kunst“ nimmt Interessierte mit auf eine Entdeckungsreise durch die Archive der Prinzhorn Sammlung von Bildern von Psychiatriepatienten. Hans Prinzhorn (1886 – 1933) war Assistent der Psychiatrischen Uniklinik Heidelberg. In dieser Funktion hatte er im Jahr 1919 den Auftrag, die bestehende Sammlung zu erweitern. Die Prinzhorn Sammlung gilt als die weltweit bedeutendste Sammlung bildnerischer Werke von Patienten der Psychiatrie. Experte und Referent des Abends ist der Leiter der Prinzhorn Sammlung an der Universitätsklinik Heidelberg, Dr. Thomas Röske. Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Physiotherapie der Universitätsmedizin Mainz, wird die Veranstaltung moderieren. Der Themenabend findet statt am Mittwoch, 14. Januar 2015, um 19.15 Uhr im Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Seit ihrem Entstehen Anfang der 1920er Jahre hatte die Sammlung nachhaltigen Einfluss auf die psychiatrische und therapeutische Praxis. Die Bilder der Prinzhorn Sammlung beeindrucken einerseits durch ihre Authentizität und andererseits durch ihre abstrakte Schönheit. Die Patienten, die die Bilder geschaffen haben, dürften wohl nie eine Kunsthochschule besucht haben und doch sind die Bilder Ausdruck außergewöhnlicher Kreativität. Hans Prinzhorn genießt den Ruf, Wegbereiter einer neuen Therapieform zu sein: der Kunsttherapie. Er verfolgte den Ansatz, den bildnerischen Werken der Anstaltsinsassen einen eigenen Wert beizumessen. Aus heutiger Sicht war das ein mutiger erster Schritt. Die Prinzhorn Sammlung stieß bei den Künstlern der 1920er Jahre auf großes Interesse. Auf Künstler wie Paul Klee, Alfred Kubin, Max Ernst und mit ihm die surrealistische Bewegung übten die Werke der „Irrenkunst“, die der Heidelberger Arzt publizierte, große Faszination aus und sie erkannten wohl den Wert der Arbeit. Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Abend eingeladen! Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender! Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger, Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail: junginger@uni-mainz.de Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: www.mg-mainz.de/aktuelles.html

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich rund 403.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.700 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie rund 590 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 9.000 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de
[Stand: 2024]

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